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Alina Petrova

Content-Marketing-Strategie 2020 – ein Leitfaden für maximalen Erfolg durch starke Inhalte

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Alina Petrova
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Content-Marketing-Strategie 2020 – ein Leitfaden für maximalen Erfolg durch starke Inhalte

Ein guter Artikel von Alina Petrova, welcher 2019 geschrieben wurde. Interessant, dass er gerade für 2020 seine Stärke voll entfaltet. Evgeni Sereda

Content Marketing in Zahlen

Content-Marketing bietet großartige Chancen für Unternehmen, ihre Ergebnisse zu verbessern. Mit wertvollen und relevanten Inhalten für die Nutzer entwickeln Sie eine exzellente Online-Reputation, bilden eine Community und gewinnen Markenfürsprecher.

Diese Statistiken beweisen die Wirksamkeit des Content-Marketings auf dem Weg zu mehr Sichtbarkeit im Internet:

Content Marketing in stats

Die SEMrush Content-Plattform

Untermauern Sie Ihre Content-Strategie mit Daten

Bitte geben Sie eine korrekte Domain ein.

Doch beim Content-Marketing geht es nicht nur darum, Inhalte zu erstellen und zu verbreiten. Es ist eine umfassende, strategische Methode, die es Ihnen ermöglicht, eine genau definierte Zielgruppe zu erreichen und zu überzeugen, um schließlich profitable Kundenhandlungen zu erzielen.

Der folgende Leitfaden enthält alle vertiefenden Informationen, die Sie brauchen, um eine exzellente Content-Marketing-Strategie für Ihr Unternehmen zu entwickeln.

Die vier Elemente einer Content-Marketing-Strategie

Eine effektive Content-Marketing-Strategie beruht auf vier Elementen: Positionierung der Marke, Wertversprechen der Eigenmedien, Geschäftsmodell und strategischer Plan. Schauen wir uns an, warum diese Elemente fürs Content Marketing unverzichtbar sind und wie Sie alle vier angehen können.

Four Elements of a succesfull Content Marketing Strategy

1. Die Positionierung Ihrer Marke

Eine klar definierte Positionierung Ihrer Marke und Produkte hilft Ihnen, Ihrer Zielgruppe eine einheitliche Erfahrung zu bieten und über alle Marketing-Kanäle hinweg das gewünschte Markenimage aufzubauen.

Nutzen Sie folgende Fragen für ein Brainstorming über Ihre Marktposition:

  • Wer sind meine bestehenden und potenziellen Kunden?

  • Nach welcher Art von Erlebnis suchen sie?

  • Wie sieht die Wettbewerbslandschaft aus?

  • Wie vermarkten meine wichtigsten Wettbewerber ihre Marken?

  • Was ist mein Alleinstellungsmerkmal?

  • Welche Probleme hilft mein Produkt zu lösen?

  • Was macht es zur besseren Wahl gegenüber den Konkurrenzprodukten?

  • Wie kann ich die Persönlichkeit meiner Marke ins beste Licht rücken?

2. Das Wertversprechen eigener Medien

Um Ihre Marke als glaubwürdige Content-Quelle zu etablieren, müssen Sie das Wertversprechen Ihrer Eigenmedien (Owned Media) definieren. Welchen einzigartigen Wert bieten Sie Ihren Zielgruppen mit Ihren Inhalten? Wie heben Sie sich von anderen Content-Produzenten ab? Warum sollten Leser Ihren Content-Kanälen folgen?

Beginnen Sie damit, Ihre Zielgruppe zu recherchieren, um herauszufinden, nach welcher Art von Informationen sie sucht und welche Ressourcen sie bevorzugt. Analysieren Sie dann die Content-Strategien Ihrer Wettbewerber, um Ihre redaktionelle Nische zu finden.

Allzu oft konzentrieren sich Marken auf Wettbewerber aus ihrer unmittelbaren Branche und schenken anderen Inhalte-Produzenten nicht genug Aufmerksamkeit. Wenn Sie sich entschieden haben, eigene Medien aufzubauen, sollten Sie alle anderen Stimmen in Ihrem Themengebiet als potenzielle Wettbewerber ansehen. Nehmen Sie also auch Online-Magazine, Branchenblogs und Influencer-Videokanäle bei der Wettbewerbsforschung in den Blick.

3. Das Geschäftsmodell

Ein integraler Bestandteil einer erfolgreichen Content-Strategie besteht darin, Ihrer Zielgruppe Wert zu bieten. Doch neben der Gewinnung neuer Leser und Follower sollte das Content-Marketing auch Ihr Geschäft voranbringen.

Identifizieren Sie Geschäftsziele für Ihr Unternehmen und definieren Sie einen Weg, auf dem Sie diesen Zielen mit Content-Marketing näher kommen wollen. Wie viel an Ressourcen müssen Sie in Ihre Content-Strategie investieren und mit welchen Ergebnisse rechnen Sie?

Ein dokumentiertes Geschäftsmodell hilft Ihnen, die Vorteile, Kosten und Risiken der Umsetzung einer Content-Marketing-Strategie in Ihrem Unternehmen besser zu verstehen und Entscheidungsträger von ihrem Wert zu überzeugen.

4. Der strategische Plan

Ein strategischer Plan konzentriert sich auf Ihre Ziele und die vorgesehenen Mittel, sie zu erreichen. Er hilft Ihnen, jeden Schritt Ihrer Content-Strategie zu durchdenken. Mit einem Plan fällt es leichter, zu entscheiden, wen Sie mit Ihren Content-Marketing-Maßnahmen erreichen wollen, welche Verbreitungswege Sie nutzen und schließlich, wie Sie Ihre Ziele erreichen und Ihre Erfolge messen werden.

Im Folgenden stellen wir Ihnen einige wertvolle Tipps und Tools vor, die Ihnen helfen, auf effiziente Weise einen perfekten Plan für Ihre Content-Strategie zu entwickeln.

Vorschau: Content Marketing Checklist - 25 Things that You Really Should Try in 2020

Ready to refresh your content marketing strategy this year? In order to help you stay ahead, we’ve created an e-book with the ultimate content marketing checklist, covering everything including useful tactics, the best tools, competitor analysis, and more. Content marketing is a vital part of a company’s marketing strategy in 2020, with 84% of companies in the USA practising content marketing methods. What...

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Sieben Schritte zum kompletten Content-Strategie-Plan

Eine langfristige Planung hilft Ihnen, Ihre Unternehmensziele vor Augen zu behalten, Herausforderungen vorherzusehen und Ressourcen effektiv einzusetzen. Orientieren Sie sich bei der Entwicklung und Umsetzung eines vollständigen Content-Strategie-Plans an folgenden sieben Schritten. 

Schritt 1: Auditieren Sie Ihren bestehenden Content

Ein Content-Audit hilft Ihnen, im Zeitalter der Content-Massenproduktion Ihr individuelles Profil zu schärfen. Mit schätzungsweise 1,6 Milliarden Websites und mehr als 70 Millionen Blogartikeln, die jeden Monat veröffentlicht werden, steht Ihrer Zielgruppe eine unvorstellbare Menge an Informationen zur Verfügung. Content zu erstellen, ohne ein Verständnis davon zu haben, was für Ihre Zielgruppe und Marke funktioniert, ist eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen.

Nehmen Sie eine vollständige Inventur Ihres Contents vor und analysieren Sie alle verfügbaren Daten, um sich den Status Quo Ihres Contents klarzumachen. Welche Inhalte sind bei Ihrer Zielgruppe beliebt? Welche bringen die besten Ergebnisse? Wo müssen Sie besser werden? Oder führen Sie alternativ eine Content-Gap-Analyse durch, die die bestehenden Content Lücken offenlegt.

In unserem Artikel finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Durchführung eines Content-Audits.

Schritt 2: Setzen Sie Ziele

Sorgen Sie für klare Ziele und stellen Sie sicher, dass jedes Stück Content Sie einem dieser Ziele näherbringt. Organisieren Sie Ihre Ziele in einer hierarchischen Ordnung. Beginnen Sie mit Zielen auf der Ebene Ihrer umfassenden Vision und Mission und fahren Sie fort, lang- und kurzfristige Ziele zu identifizieren, denen Sie durch Content-Marketing näherkommen wollen. Langfristige, strategische Ziele sollten in Ihrem Plan eine höhere Priorität haben als spezifische, operative Ziele.

How to set up long term and short term goals

Vergessen Sie nicht, dass Ihre Content-Marketing-Ziele zur Erreichung Ihrer Geschäftsziele beitragen und mit der globalen Marketing-Strategie Ihres Unternehmens verknüpft sein sollten.

Rahmen für die Zielsetzung

Vielleicht sind Sie bereits mit traditionellen Schemata wie SMART vertraut – das Akronym steht für Specific, Measurable, Achievable, Relevant und Time-Bound. Auf Deutsch: spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden. Doch der Schlüssel zur erfolgreichen Setzung von Benchmarks ist Flexibilität. Ziehen Sie daher auch das CLEAR-Schema in Betracht. Dieses kann Ihnen helfen, in einem bewegten Marktumfeld agiler zu sein.

Ihre CLEAR-Ziele werden nach Maßgabe ihrer Hauptmerkmale ausgewertet:

  • Collaborative: Ihre Ziele begünstigen Teamwork.

  • Limited: sie sind begrenzt in Umfang und Dauer.

  • Emotional: sie inspirieren und motivieren Ihr Team.

  • Appreciable: sie werden in kleinere Micro-Ziele aufgeteilt.

  • Refinable: sie können je nach Umständen und Bedarf neu definiert werden.

CLEAR vs SMART goal framework

Wenn Sie KPIs (Key Performance Indicators – Schlüsselindikatoren der Leistung) als zu technisch oder einschränkend empfinden, können Sie OKRs (Objectives and Key Results) verwenden, um bei der Zielsetzung flexibler zu sein:

  • Gestalten Sie jedes Ziel als Herausforderung.

  • Definieren Sie 3 bis 4 Schlüsselergebnisse je Ziel.

  • Messen Sie Ihre Zielerreichung mit einem Fortschrittsindikator von 0 bis 100 %.

  • Gestalten Sie Ihre Ziele kollaborativ und transparent.

  • Prüfen Sie Ziele unter dem Gesichtspunkt neuer Bedingungen.

  • Passen Sie ein Ziel an, wenn es irrelevant wird (auch wenn Sie dies nicht vorhergesehen haben).

Mit diesem Ansatz können Sie ein ehrgeiziges Ziel anpeilen und zugleich eine Mindestschwelle für die Erreichung des Ziels festlegen. Fortschrittsindikatoren (0–100 %) lassen jedes Teammitglied wissen, wie erreichbar jedes Ziel ist und was noch zu tun ist.

How to set up Objectives and Key Results

Im Unterschied zu KPIs, die nur einmal pro Quartal neu definiert werden können, lassen sich OKRs jederzeit an veränderte Bedingungen anpassen. Mit OKRs vergeuden Sie keine Zeit mehr mit Zielen, die bereits ihre Relevanz verloren haben.

Schritt 3: Erkennen Sie Ihre Zielgruppe

Ihre Zielgruppe zu finden und für Ihren Content zu begeistern ist der Schlüssel zum Erfolg im Content-Marketing. Dazu gilt es Lebensstile, Sorgen, Probleme und Bedürfnisse der betreffenden Nutzer zu verstehen.

Zielgruppe ≠ Käufer

Die Erstellung von Buyer Personas ist auch im Content Marketing wichtig, doch Ihre Zielgruppe besteht nicht nur aus Käufern. Sie beinhaltet auch Menschen, die erstmals mit Ihrer Marke in Berührung kommen, lange bevor sie eine Kaufabsicht entwickeln.

Audience vs. Buyers

Es ist unverzichtbar, Content zu liefern, der Ihre potenziellen Kunden begeistert, bevor sie ihre Customer Journey beginnen, und sie in Ihre Markenwelt hineinzieht. Als nächstes lassen Sie Inhalte folgen, die deutlich machen, wie Ihre Marke ihnen helfen kann, wenn sie handlungsbereit sind.

Red Bull ist ein hervorragendes Beispiel für Marken, die Inhalte für Zielgruppen und nicht nur für Käufer gestalten. Die Eigenmedien von Red Bull drehen sich nicht um das Produkt; sie behandeln Themen, für die sich die Zielgruppe interessiert, wie Extremsport und einmalige Lebensereignisse. Das Zielpublikum lässt sich leicht abgrenzen – junge, abenteuerlustige Menschen mit Sportleidenschaft und aktivem Lebensstil. Entsprechende Content-Angebote helfen den Verbrauchern, sich mit der Marke zu identifizieren, und erleichtern die Entwicklung einer Loyalität, die weit über einen Kauf des Getränks hinausreicht.

Sehen Sie sich "Last Call for Mr. Paul" an, das erfolgreichste Video von Red Bull (es kommt inzwischen auf mehr als 100 Millionen Ansichten), das die Herangehensweise der Marke an das Content-Marketing veranschaulicht.

Red Bull ist ein Medienunternehmen, das nebenbei auch Energydrinks verkauft.

— Dietrich Mateschitz

Die Empathiekarte

Die Empathiekarte ist ein kollaboratives Tool, das Ihnen zu einem besseren Verständnis Ihrer Zielgruppe verhilft. Die Methode wird von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur in ihrem Buch Business Model Generation beschrieben.

Dabei liegt allem ein zentraler Ansatz zugrunde: Indem Sie die Perspektive Ihrer Kunden einnehmen, können Sie einen Schritt zurücktreten und auf Basis ihrer Gedanken, Gefühle oder Wahrnehmungen ihre Erfahrung verbessern.

Empathy Map

Das Prinzip “Jobs to Be Done”

Das Jobs-to-Be-Done-Framework eröffnet einen einfachen Weg, die Bedürfnisse Ihrer Kunden zu verstehen und die Gründe herauszufinden, derentwegen sie Ihre Produkte nutzen. Die Idee ist, sich in die Lage des potenziellen Kunden zu versetzen, um die Aufgaben zu identifizieren, die der Betreffende zu lösen versucht – sich also klarzumachen, was er in einer bestimmten Situation erreichen will.

Versuchen Sie, aus der Sicht des potenziellen Kunden folgenden Satz zu vervollständigen:

Wenn ich ___ , deshalb will ich ___ , damit ich ___ kann.

  • ‘Wenn ich ___’ ist das Problem des potenziellen Kunden.

  • ‘Deshalb will ich ___’ ist die Lösung, die Sie ihm oder ihr anbieten können.

  • ‘Damit ich ___ kann’ ist das Bedürfnis des potenziellen Kunden (ein Zustand oder Resultat, das er oder sie erreichen will).

Ein Beispiel: Wenn ich arbeite, kostet es mich zu viel Zeit, alle meine Aufgaben zu erledigen, deshalb will ich ein Tool finden, um mein Zeitmanagement zu verbessern, damit ich mehr Zeit mit meiner Familie verbringen kann.

In diesem Beispiel ist ein Zeitmanagement-Tool das, was Sie verkaufen, und “mehr Zeit mit der Familie” das, was der Kunde kauft.

Behalten Sie im Auge, dass Ihre potenziellen Kunden nicht Ihr Produkt als solches brauchen; vielmehr wollen sie Verbesserungen in Ihrem Beruf oder Privatleben herbeiführen, indem sie ihre Probleme lösen.

Menschen wollen keinen 6-Millimeter-Bohrer kaufen, sie wollen ein 6-Millimeter-Loch in der Wand.

— Theodore Levitt

Sobald Sie eine Vorstellung vom aktuellen Problem des potenziellen Kunden, der benötigten Lösung und dem erwünschten Ergebnis haben, können Sie packenden Content erstellen, um sie von Neuankömmlingen in Markenfürsprecher zu verwandeln.

3.1 Content versus Context: Warum Context-Marketing für Content-Marketing so wichtig ist?

Hinweis: Diese Ergänzung stammt aus dem Artikel von Fionn Kientzler.

Wer erfolgreich Inhalte zu bestimmten Themen entwickeln möchte, muss sich immer den Context anschauen, in dem diese Inhalte stattfinden. Dabei sollte man vor allem auf den Nutzen des Contents für den Nutzer achten. Wer sich mit E-A-T und YMYL noch nicht auskennt, sollte den Artikel lesen. Manche Themen werden eher in Ratgeber-Artikeln behandelt und bevorzugt angeklickt, andere Themen werden hauptsächlich über visuell optimierte Seiten mit Listen und anderen Strukturelementen dargestellt.

Je nach Thema und Suchintention erwartet der User immer eine bestimmte Aufbereitung des Inhaltes und eine Content-Usability, die ihm in dem Moment hilft.

Redakteure und Marketing-Entscheider sollten sich immer die Frage stellen, wie die Content Usability noch besser sein kann als die der Wettbewerber - selbst, wenn das Format mit dem Gewohnten bricht und neue Akzente setzt. Die Prämisse, dass der Content dem User optimal hilft, rechtfertigt jede Innovation.

Die Content-Usability setzt sich aus Faktoren zusammen wie:

  • der Aufbereitung der Inhalte 
  • die visuelle Aufbereitung
  • die Platzierung von transaktionalen Conversion-Elemente
  • die Einbeziehung der User-Perspektive in den Inhalt
  • der Content-Struktur 

Wichtige Elemente, die dem User helfen und kontextuell mehr oder weniger für bestimmte Themen eine besondere Relevanz zu besitzen:

  • Anzahl der Headlines
  • Einbindung von Grafiken und Bildern
  • Listen oder User-Fragen

Hier können auf der Grundlage des User Intent und aus dem Wettbewerbs-Kontext Prioritäten gesetzt werden. So können wir den User effektiver der jeweiligen Sales Funnel-Stufe zuordnen und Conversion sowie User Signale für bessere Rankings optimieren.

3.2 Wieso ist der User Intent im Content - Marketing wichtig?

Wer das Bedürfnis und die Erwartung des Users inhaltlich optimal matchen möchte, muss wissen, in welcher Funnel-Stufe bestimmte Themen stattfinden.

Content Marketing ist ein mächtiger Hebel für das Inbound Marketing und ein nicht mehr wegzudenkender Pfeiler für das Sales.

Dementsprechend besteht für das Content Marketing ein Funnel-System, welches das strategische Rahmenwerk für alle Maßnahmen abbildet. Der User besitzt unterschiedliche Bedürfnisse und Intentionen je nach Funnel Stufe.

  • Awareness: Der User möchte sich zu einem Thema informieren, bzw. er wird auf ein Thema aufmerksam und wird neugierig. In dieser Stufe sind es hauptsächlich redaktionelle Plattformen und Formate, welche die Aufmerksamkeit und das Vertrauen des Users für sich gewinnen. Virale Videos oder Grafiken erzeugen oft eine erste Awareness, Ratgeber-Inhalte ermöglichen den tieferen Einstieg in die Materie. Die Mehrheit des gesamten Internet-Traffics findet innerhalb dieser Stufe statt.
  • Consideration: In dieser Stufe denkt der User bereits darüber nach, sich ein Produkt zu kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Dennoch besitzt er noch immer ein Bedürfnis, sich weiter zu informieren, verschiedene Optionen miteinander abzuwägen und die für ihn persönlich beste Option zu finden. Hier funktionieren Vergleichsportale, aber auch Test- und Erlebnisberichte besonders gut.
  • Transaction: Der User besitzt nun ein konkretes Kaufbedürfnis. Inhalte sind nicht mehr gewünscht. Vielmehr findet nun eine Differenzierung über Brand Awareness, Preisunterschiede und wahrgenommene Trust Signale auf der kommerziellen Website statt. Im Zweifelsfall gewinnt immer die Marke, welche er bereits während seiner informationalen Suche als hilfreich und inhaltlich kompetent wahrgenommen hat.
  • Upsell: Nach dem Kaufabschluss ist vor dem Kaufabschluss; der User benötigt oft weiterführende Informationen, die ihm bei dem Gebrauch, der Pflege und weiteren Upgrades helfen. Diese Informationen können gezielt über Newsletter oder owned Media ausgespielt und mit Conversion-Elementen verknüpft werden.

Die Hauptanteil des gesamten Internet-Traffic findet im informationalen Bereich statt. Daher lohnt sich die Investition in Content. Doch nicht irgendein Content, sondern maximal verwertbarer Content gibt einem Unternehmen einen echten Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern.

Schritt 4: Erstellen Sie einen Redaktionsplan

Die Planung Ihrer Inhalte ermöglicht eine angemessene Einteilung von Ressourcen und verschafft Ihnen einen Überblick, wie viel Zeit die verschiedenen Arbeitsprozesse in Anspruch nehmen. So können Sie Ihre Erwartungen entsprechend anpassen.

Maßnahmen priorisieren

Eines der unverzichtbaren Elemente effizienter Planung ist die Priorisierung. Wenn Sie Ihre Schritte planen, können Sie die wichtigsten Aufgaben oder beispielsweise offene Fragen identifizieren, die sich leicht testen lassen. So schützen Sie Ihre Strategie vor schwerwiegenden Fehlern und finden Gelegenheiten für Experimente, die zu sprunghaften Verbesserungen Ihrer Ergebnisse führen können.

Relevante Themen finden

Finden Sie zuerst heraus, welche Themen das Interesse Ihrer Zielgruppe auf den verschiedenen Stufen der Customer Journey erregen. Das Tool Topic Research liefert Ihnen Ideen für Themen, die Sie abdecken sollten, sowie entsprechende Fragen, mögliche Unterthemen und Überschriften. Dies sind Insights, die jeder Marketing-Verantwortliche nutzen kann.

SEMrush Topic Research

Wenn Sie die richtigen Themen gefunden und die passenden Content-Formate festgelegt haben, können Sie sie auf einen Content-Kalender setzen, um alle Deadlines im Blick zu behalten.

Ein Redaktionskalender für die Content-Arbeit

Der SEMrush Marketing-Kalender funktioniert als Redaktionskalender zur Beobachtung Ihres Fortschritts und Bündelung der Kommunikation im Team bei der Erstellung, Veröffentlichung und Analyse von Content.

SEMrush Marketing Calendar

Erstellen Sie Aufgaben, teilen Sie sie bestimmten Personen zu und setzen Sie Deadlines – alles in Kooperation mit einer unbegrenzten Zahl von Teammitgliedern. Das Tool hilft Ihnen, die Anzahl der E-Mail-Konversationen über Ihre Projekte zu senken, während ein Benachrichtigungssystem alle Beteiligten auf dem Laufenden hält.

Schritt 5: Planen Sie die Content-Produktion

Machen Sie sich den Zweck jedes einzelnen Stückes Content klar, bevor Sie mit der Erstellung beginnen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Content jeden Teil der Customer Journey abdeckt, um Ihre potenziellen Kunden auf der ganzen Strecke zu unterstützen und auf eine langfristige Beziehung zwischen Kunden und Marke hinzuführen.

Customer Journey

  • Bewusstsein – Diese Content-Stücke kreisen oft um Fragen, die Ihre Leads auf der oberen Ebene des Funnels mitbringen, wenn sie sich Ihres Problems oder Bedürfnisses bewusster werden. Es kann auch Content sein, der Ihre Markengeschichte erzählt, bildet, informiert oder unterhält.

  • Erwägung – In der Phase der Erwägung wollen die Interessenten mehr wissen. Erklären Sie ihnen, warum sie bei der Bewältigung ihrer Aufgabe Hilfe benötigen; zeigen Sie ihnen, wie andere ähnliche Probleme gelöst haben; erörtern Sie Schritte, die als nächstes folgen sollten.

  • Entscheidung – Diese Stücke dienen dazu, potenzielle Kunden wissen zu lassen, warum Ihr Angebot die beste Wahl für sie ist. Fallstudien, Kundenrezensionen und Analysen zu Ihrer Arbeit können auf dieser Stufe hilfreich sein, während Nutzer Sie direkt mit anderen Anbietern vergleichen.

  • Treue – Rücken Sie die vielen Möglichkeiten in den Vordergrund, das Maximum aus Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung herauszuholen, präsentieren Sie Problemlösungen und neue Features. Mögliche Kundenfragen vorwegzunehmen und zu beantworten ist eine gute Strategie, um möglichen Frusterlebnissen mit Ihren Angeboten vorzubeugen.

  • Fürsprecherschaft – Diese Stücke rücken Aspekte Ihrer Marke ins Scheinwerferlicht, die Kunden in Fans verwandeln; etwa Beiträge über Ihre Werte, soziales Engagement des Unternehmens oder herausragende Mitarbeiter.

Den Content diversifizieren

Nehmen Sie einen vielfältigen Mix von Content-Typen in Ihren Plan auf, um für jedes Mitglied Ihrer Zielgruppe etwas zu bieten.

Content Types

Wenn Ihnen für die Content-Erstellung nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen, verhelfen Ihnen folgende drei Tipps zu mehr Produktivität:

SEO-freundlichen Content erstellen

35 % allen Website-Traffics kommt aus der organischen Suche. Deshalb ist die Suchmaschinenoptimierung bei der Erstellung jedes Stücks Content von zentraler Wichtigkeit. Sobald Ihr Content erstellt ist, verwenden Sie den SEMrush SEO Writing Assistant, um sicherzustellen, dass Ihre Artikel für die Websuche optimiert sind.

Content wiederverwerten

Nachdem ein Content-Baustein veröffentlicht ist, können Sie ihn wiederverwenden, um neue Leser zu erreichen, die vielleicht ein anderes Format bevorzugen. Einfache Wege zur Wiederverwendung vorhandenen Contents sind unter anderem:

  • Verwandeln Sie einen Artikel in eine Infografik, eine Präsentation oder ein Video.

  • Teilen Sie einen langen Artikel oder ein Video in kleinere Stücke auf, die Sie als Serie veröffentlichen können.

  • Kombinieren Sie kurze Content-Elemente, um ein Whitepaper oder einen ausführlichen Hintergrundartikel zu erstellen.

  • Erstellen Sie Präsentationen.

  • Erstellen Sie geeignete Ausschnitte und Grafikelemente für die sozialen Netzwerke.

How to repurpose your content

Profitieren Sie von nutzergeneriertem Content

Schaffen Sie Raum für nutzergenerierten Content in Ihrer Erzählung, um innerhalb Ihrer Zielgruppe Ihre Reputation zu kultivieren. Rezensionen, Kommentare, Fotos und Videos statten Ihre Versprechen mit Legitimität aus. Zudem ist das Sammeln und Teilen dieses Contents einfach und ermöglicht große Ressourcenersparnisse.

Nutzen Sie das SEMrush Brand Monitoring, um nutzergenerierte Inhalte zu finden, indem Sie Erwähnungen Ihrer Marke, Produkte oder Services analysieren. Sie können auch die Daten eines Konkurrenten eingeben, um herauszufinden, wie Ihr Konkurrent im Vergleich zu Ihnen abschneidet.

Schritt 6: Planen Sie die Content-Verbreitung

Wir haben bereits erwähnt, dass die Entwicklung von Eigenmedien (Owned Media) zu den Kernelementen des Content Marketing gehört. Earned Media und Paid Media wiederum sind zentrale Elemente einer Strategie für die Content-Verbreitung.

Unten sehen Sie, wie Owned, Earned und Paid Media zusammenarbeiten können:

Content Distribution Channels: Owned, Earned and Paid Media

Eine integrierte Omnichannel-Erfahrung bieten

Eine Omnichannel-Kommunikation ist das beste Mittel, Ihre Marke im Bewusstsein der Zielgruppe lebendig zu halten. Indem Sie Ihre Markenbotschaft und Ziele über mehrere Kanäle einheitlich kommunizieren, vermitteln Sie dem Publikum eine klare Vorstellung davon, wer Sie sind und was Sie anbieten.

Omni-channel marketing

Die wichtigsten Kanäle identifizieren

Ihre Ressourcen sollten in diejenigen Kanäle fließen, in denen Ihre Zielgruppe den größten Teil ihrer Online-Zeit verbringt. So verschaffen Sie Ihrem Content die besten Chancen, gesehen zu werden. Gezielte Social-Media-Analysen und demographische Daten verraten Ihnen, auf welchen Kanälen Sie optimal mit Kunden und Zielgruppen interagieren können und welche eher eine Verschwendung Ihres Budgets wären. Zum Beispiel:

  • Pinterest eignet sich zur Verbreitung von visuellen Content-Bausteinen wie Infografiken, schematischen Darstellungen oder Illustrationen und kann dadurch Traffic auf Ihre Website bringen.

  • Instagram ist ein toller Ort für visuelles Storytelling, das die Identität Ihrer Marke entfaltet. Die Plattform ist besonders relevant für B2C, vor allem in Bereichen wie Beauty, Lifestyle und Reise.

  • Snapchat hat ein jüngeres Publikum und ist damit ein wichtiger Kanal für Marken, die sich an Millennials und die sogenannten Tweens im Alter von 8 bis 11 Jahren wenden. In den älteren Kohorten der Generation X und der Babyboomer ist es weniger relevant.

Demographic composition of major social networks

Anhand der Recherchedaten, die Sie bereits gesammelt haben, können Sie herausfinden, wo Ihre Zielgruppe mit der höchsten Wahrscheinlichkeit Ihre Inhalte sieht und sich damit beschäftigt.

Eine nahtlose Nutzererfahrung über verschiedene Social-Media-Kanäle hinweg zu schaffen mag zeitaufwändig erscheinen, aber das muss es nicht sein. Sie können das Veröffentlichen in einer Reihe sozialer Netzwerke automatisieren, wodurch Sie Ressourcen sparen und ein optimales Timing sicherstellen.

Planen Sie Social-Media-Beiträge im Voraus mit dem SEMrush Social Media Poster und finden Sie heraus, welche zu den meisten Nutzerinteraktionen führen.

SEMrush Social Media Poster

Schritt 7: Analysieren Sie den Erfolg Ihres Contents

Eine Performance-Analyse Ihres Contents ist die beste Methode, um in Erfahrung zu bringen, welche Arten von Inhalten bei Ihrer Zielgruppe gut ankommen, und auf dieser Basis die weitere Produktion zu planen. Die Nutzer senden Ihnen klare Signale, wofür sie sich am meisten interessieren, so dass es von Mal zu Mal leichter wird, neuen erfolgreichen Content zu erstellen.

Die relevanten Content-Metriken fallen in vier Kategorien:

  1. Nutzerverhalten: Individuelle Besucher, Seiten pro Sitzung, Absprungrate.

  2. Interaktionen: Likes, Shares, Kommentare, Erwähnungen.

  3. SEO-Ergebnisse: Organischer Traffic, Seitenverweildauer, Backlinks.

  4. Unternehmensumsatz: Anzahl der Leads, durch Content gewonnene Leads, Conversion Rate.

Content metrics

Auch die Tools von SEMrush lassen sich nutzen, um zu analysieren, welche Content-Bausteine bei der Zielgruppe ankommen, und Entscheidungen für die künftige Content-Produktion zu treffen. Unsere Content-Marketing-Plattform bietet Ihnen einzigartige Tools wie folgende:

  • Das Content Audit analysiert bestehende Inhalte und segmentiert sie in Gruppen.

  • Das Post Tracking ermittelt die Reichweite, die ein bereits veröffentlichter Artikel von Ihnen oder einem Wettbewerber erzielt hat.

Fazit: datengetriebene Content-Marketing-Strategie

Während sich die Methoden zur Versorgung potenzieller Kunden mit Content ständig wandeln, bleiben die Kernprinzipien dieselben – entwickeln Sie eine hochwertige Content-Marketing-Strategie auf Basis vertrauenswürdiger Daten.

Bei der Umsetzung Ihrer Content-Marketing-Maßnahmen werden Sie immer wieder feststellen, dass die Tools und Blogartikel von SEMrush Ihnen auf vielfältige Weise helfen, eine datengetriebene Content-Marketing-Strategie zu verfolgen.

Die SEMrush Content-Plattform

Untermauern Sie Ihre Content-Strategie mit Daten

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Alina Petrova
SEMrush

SEMrush-Mitarbeiter.

Speaker, blogger and Content Marketing expert with more than 5 years of experience in developing content strategy. Creator of the French SEMrush Blog, one of the most popular corporate marketing blogs in France. Passionate about languages, modern art and new technologies.
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