Mobile Google Anzeigen: Kurz erklärt

André Preukszat

Jun 24, 20203 min read
Mobile Google Anzeigen

Auf Mobile Devices ausgerichtete Werbeanzeigen in Ads gibt es bereits seit 2011. Seit Jahren steigen die Besuche über mobile Endgeräte stetig an und haben 2016 erstmalig den Traffic via Desktop überholt.

Für Werbetreibende ist das eine sehr wichtige Erkenntnis, die in Zukunft unbedingt zur täglichen Arbeit und Konto-Optimierung gehört. Insbesondere, wenn es um die Google Ads für Onlineshops geht, muss man die Mobilen Anzeigen mindestens ausprobiert haben.

Die Fragen, die sich Advertiser nun stellen, sind in vielen Branchen identisch:

  • Wie kann ich den mobilen Traffic zielgerichtet steuern?
  • Wie kann ich meine mobilen Suchanfragen optimal in Conversions und Umsatz umwandeln?
  • Welche Möglichkeiten bietet mir Google Ads bei der Optimierung der mobilen Kampagnen?

In diesem Artikel gehe ich auf die Funktionen und Möglichkeiten von Google Ads ein, mit denen mobile Anzeigen und Ausrichtungen angepasst und optimiert werden können.

Mobile Google Anzeigen

Mobile Anzeigen erreichen User, die mit einem Smartphone oder Tablet surfen - sei es in der Bahn, in einer Warteschlange oder beim Bummeln in der Fußgängerzone.

Die Einrichtung der mobilen Anzeigen in Ads erfolgt nach dem gleichen Prinzip wie die Einrichtung von Anzeigen für Desktop. Erstellt man eine Kampagne, so werden die Anzeigentexte automatische auf den unterschiedlichen Geräten (Desktop, Tablet, Smartphone) ausgespielt.

In den Kampagnen- und auch Anzeigengruppen-Einstellungen hat man allerdings die Möglichkeit die jeweiligen Gebote für die unterschiedlichen Geräte anzupassen:

Gebotsanpassung in Google AdWords

In diesem Beispiel wird das definierte Gebot (zum Beispiel 1,00 EUR CPC) für mobile Geräte um 25% verringert (also auf 0,75 EUR CPC). Für Tablets erfolgt die Gebotsanpassung um 10% (in unserem Beispiel also auf 0,90 EUR CPC).

Natürlich müssen die Gebote nicht zwangsläufig gesenkt werden. Es besteht auch die Möglichkeit auf Geräte-Ebene die Gebotsanpassung zu erhöhen:

Gebote für einzelne Devices anpassen

Möchte man nun eine Kampagne erstellen, die ausschließlich auf Mobilgeräten angezeigt wird, setzt man die Gebotsanpassungen für Computer und Tablets auf -100%. Somit werden die Anzeige auf diesen beiden Devices nicht mehr ausgespielt werden.

Textanzeigen auf Mobilgeräten

Früher war es so, dass man spezielle mobile Anzeigen erstellen musste bzw. das von Vorteil war. Seit dem Rollout der erweiterten Textanzeigen (ETA) ist dieses Vorgehen allerdings nicht mehr notwendig. Die neuen Textanzeigen werden nun so erstellt, dass die Inhalte sowohl auf Desktop, als auch auf Tablet und Smartphones korrekt ausgespielt werden.

Möchte man auf separate mobile Landingpages verlinken, so empfiehlt sich die Integration des mobilen Links:

Finale mobile URL definieren

Zusätzlich sollte man darauf achten, dass man die möglichen Anzeigenerweiterungen einrichtet:

  • Sitelink-Erweiterungen
  • Standorterweiterungen
  • Erweiterungen mit Zusatzinformationen
  • Snippet-Erweiterungen
  • Falls vorhanden auch noch die App-Erweiterung

Mit diesen Erweiterungen können sie nicht nur dem Suchenden eine gezielte Anzeige anbieten, die Anzeigenerweiterungen werden zudem auch in die Berechnung des Anzeigenranges einbezogen. Erzielt ihre Anzeige inklusive der Erweiterungen eine höhere Relevanz und Leistung, so können die Anzeigenpositionen verbessert werden.

Mobile Kampagne für das Google Displaynetzwerk

Möchte man als Advertiser die speziellen Gebotsanpassungen auch für die Google Display Netzwerk (GDN) verwenden, so ist das selbstverständlich möglich.

Bei einer reinen mobilen Google Display Kampagne werden die Werbemittel auf diversen Websites und Apps ausgespielt. Hier sollten Advertiser das Targeting nach zum Beispiel Placement oder nach Keywords unbedingt nutzen, damit möglichst die richtige Zielgruppe angesprochen werden kann oder zumindest etwas genau definiert wird.

Werbung in Apps ist zwar möglich, aber v.a. für Retailer und Online Shops in den meisten Fällen sehr ineffizient. Daher sollten sich Unternehmen überlegen, ob Apps bei der GDN-Ausspielung wirklich berücksichtigt werden sollten. Das ausschließen von Apps ist recht einfach und schnell eingerichtet:

Im „Displaynetzwerk“ auf „Placements“ klicken…

Displaynetzwerk -> Placement

… und unten auf der Seite „adsenseformobileapps.com“ als auszuschließendes Placement definieren.

adsenseformobileapps.com als Placement ausschließen

Unterschied Mobile Anzeigen vs. Desktop Anzeigen

Wie bereits geschildert, entspricht das Erscheinungsbild der mobilen Textanzeigen dem von Standardtextanzeigen für Desktop.

Der Unterschied ist allerdings, dass mehr Anzeigen pro Seite geschaltet werden können, wenn ein Nutzer eine Suche auf einem Desktop-Computer ausführt und weniger Anzeigen pro Seite bei einer Suche auf einem Mobilgerät.

Fazit

Die mobilen Suchanfragen steigen seit Jahren an und haben die Desktop-Suchanfragen bereits überholt. Auch in Zukunft wird immer mehr via Mobile gesucht. Daher ist es wichtig, dass die Ads-Anzeigen auch optimal auf die mobilen User ausgerichtet werden.

Die mobilen Anzeigen sind auch für die Monetarisierung der Webseite wichtig und spielen beim Affiliate Marketing eine Rolle.

Mit dem Einsatz der neuen erweiterten Anzeigen, der Anzeigenerweiterungen und der Gebotsanpassungen können Unternehmen effektive Werbekampagnen für Mobile Devices erstellen.

Nutzen sie diese Chance und verpassen sie nicht ihre Zielgruppe via Mobile anzusprechen.

Desktop vs Mobile Rankings

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