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Optimale Struktur für ein sehr gut funktionierendes Adwordskonto

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Optimale Struktur für ein sehr gut funktionierendes Adwordskonto

Carlo Siebert
Optimale Struktur für ein sehr gut funktionierendes Adwordskonto

Wer Erfolg mit Adwords haben möchte, der kommt um eine gute und granulare Struktur nicht herum.

Warum ist das wichtig?

Warum kannst du nicht einfach alles in eine Kampagne packen?

Die Gründe sind vielfältig und es gibt zwei (drei) entscheidende Gründe:

1. Die Einstellungsmöglichkeiten in Adwords

Wenn du eine Shopping Kampagne sowie eine Display Kampagne starten möchtest,  musst du mindestens zwei Kampagnen erstellen.

Willst du in zwei verschiedene Sprachen Anzeigen schreiben,  wirst du  mindestens zwei Kampagnen erstellen müssen.

Der Werbezeitplaner kann nur auf Kampagnen-Ebene eingestellt werden – ebenso das ausschließen von Städten / Bundesländer.

Immer getreu dem Motto: Was bei einer Kampagne funktioniert muss bei der nächsten nicht zwingend auch funktionieren.

2. Die zielgerichtete Ansprache an Kunden

Wie schon mit den Sprachen angedeutet, verhält es auch mit den Anzeigen und Anzeigegruppen. Je weniger Keywords in einer Anzeigegruppe sind, desto genauer können die Anzeigentexte auf diese Keywords abgestimmt werden.
Auch im Displaynetzwerk bzw. im Remarketing lohnt es sich, die Anzeigeninhalte auf die Ausrichtung abzupassen.

3. Schnellere und saubere Übersicht und Navigation im Konto

Sobald das eigene Konto größer wird, wird es wichtig den Überblick zu behalten. Zusätzlich ist ein granularer Aufbau für eine langfristige Optimierung unausweichlich.

Als Nächstes schauen wir uns anhand eines Beispiels den grundsätzlichen Aufbau an, so wie ich ihn empfehle:

Nehmen wir an, du besitzt einen Shop für Sportartikel. Dann kannst du im ersten Schritt schauen, wie die Shop-Navigation aufgebaut ist. An dieser kannst du dich wunderbar orientieren, welche Kampagnen sinnvoll wären. Der nächste Anhaltspunkt ist die Filterfunktion im Shop.

Kannst du nach Marken filtern? Nach Größe? Nach Farbe? Nach Material?

Nach diesen kannst du die einzelnen Anzeigegruppen benennen und dann die richtigen Keywords und Anzeigen hinzufügen.

Nun zeige ich dir, welche Kampagnen-Typen wichtig sind und welche Funktion diese erfüllen.

Im klassischen E-Commerce (also in der Regel bei Shops) ist Google Shopping bzw. Product Listing Ads (PLA) absolut Pflicht.

Wie du eine Google Shopping Kampagne erstellst kannst du hier lernen.

Google Shopping ist in der Handhabung relativ einfach, aber braucht eine regelmäßige Betreuung in der Anpassung von CPCs und negativen Keywords.

Der nächste Kampagnen-Typ ist die normale Suchnetzwerk-Kampagne.

Die Struktur innerhalb dieser Kampagne kann aufgebaut werden, wie wir am Anfang des Artikels schon besprochen haben.  Dabei solltest du ruhig mehrere Kampagnen für einzelne Oberkategorien aufbauen. Das ist wichtig um eine granulare und feine Struktur zu bekommen, die dann besser optimiert werden kann.

Kommen wir nun zur Remarketing-Kampagne.

Dieser Kampagnen-Typ zielt darauf ab, dass du Besucher, die zum Beispiel keine Conversion getätigt haben wiederholt über Banner zum Kauf animierst. Hier gibt es mehrere Untertypen. Beginnen wir daher mit dem Klassiker - der Remarketing-Kampagne im Displaynetzwerk.

Im besten Fall erstellst du über Google Analytics verschiedene Remarketing-Listen und importierst diese dann direkt in Adwords.

Jetzt kannst du auch in verschiedenen Anzeigegruppen die einzelnen Remarketing-Listen testen und mit abgestimmten Bannern bestücken.

Es gibt aber nicht nur für das Displaynetzwerk die Möglichkeit für eine Remarketing-Kampagne, sondern auch für das Suchnetzwerk. Das heißt dann RLSA und bedeutet Remarketing-Lists for Search Ads (Remarketing-Listen für das Suchnetzwerk).

Das Schöne an dieser Kampagne ist, dass du mit diesem Typ nur Besucher ansprichst, die bereits auf deiner Webseite waren. Das heißt, dass sie bereits vertraut sind mit deiner Seite und du für diese Gruppe mehr bieten kannst als für andere User.

Mit den Remarketing-Listen kannst du noch zwei weitere Typen von Remarketing-Kampagnen erstellen.

Der vorletzte Kampagnentyp im Bereich Remarketing ist das Google Shopping Remarketing.

Hier fügt man die Remarketing-Liste einfach als Zielgruppe in einer Google Shopping Kampagne hinzu und kann dann, analog zur RLSA, auf bekannte Webseitenbesucher mehr bieten, als auf alle anderen User.

Die letzte Remarketing-Kampagne ist die RDSA (Remarkting für Dynamische SuchAnzeigen). Bei dieser Gelegenheit erläutere ich auch gleich den letzten wichtigen Kampagentyp: DSA-Kampagnen.

Generell sind DSA-Kampagnen fast komplett automatisch von Adwords selbst gesteuert. Du fügst nur eine dynamische Anzeige hinzu, welche die Ziel-URL und Überschrift selbstständig – in Abhängigkeit der Suchanfrage – anpasst. Du musst lediglich zwei Dinge erledigen:

Die erste, sowie zweite Textzeile und die angezeigte URL eingeben. Und eintragen, auf welche Webseiten URL / Kategorie die Besucher weitergeleitet werden sollen.

Das System schaut dann selbstständig, welche Suchanfrage zutreffend für die Webseite wäre und wählt auch entsprechend passende URL aus.

Das Ganze lässt sich nun wieder mit einer Remarketing-Liste kombinieren und so du kannst gezielt Personen ansprechen, die bereits auf deiner Webseite waren.

Carlo Siebert ist selbständiger Adwords Freelancer. Neben der Umsatzsteigerung über Adwords beräter Mittelständler und einige kleine Unternehmen bei der Onlinestrategie, sowie hält regelmäßig Vorträge/Seminare zu Online Marketing Themen. Auf carlosiebert.de veröffentlicht der Online Marketing Experte regelmäßige Artikel zum Thema AdWords und generelles Online Marketing. Über 2.000 Abonnenten folgen bereits seinem YouTube Kanal und lernen von seinen Anleitungen und Tutorials.
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