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Christian B. Schmidt

Sechs Dinge, die Sie vor dem Content Seeding beachten sollten

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Christian B. Schmidt
Sechs Dinge, die Sie vor dem Content Seeding beachten sollten

Content Marketing ist ein komplexes Feld mit verschiedenen Herangehensweisen. Meine SEO Agentur Digitaleffects hat bereits mehr als 229 Content Marketing Kampagnen für namhafte Kunden aus verschiedenen Branchen durchgeführt. Was wir alles daraus gelernt haben, berichte ich am 4. Oktober 2017 in meinem Webinar bei SEMrush. Vorweg verrate ich sechs wichtige Dinge, die Sie im Content Marketing Prozess beachten sollten, bevor Sie mit dem Content Seeding beginnen. 


Multiplikatoren im Vorfeld definieren

Anfangs haben wir uns bei der Themenfindung für eine Content Marketing Kampagne keine Gedanken darüber gemacht, wer die Inhalte später teilen soll. Dies führte dazu, dass wir im Seeding Schwierigkeiten hatten. Ich sehe auch heute immer wieder Beispiele von Kampagnen, wo zu Beginn in der Strategie für eine Kampagne zu wenig über die Multiplikatoren nachgedacht wurde. Oft wird zu kurz gedacht und davon ausgegangen, dass es schon jemanden geben wird, der dann darüber bloggt. Dabei sind Blogger für viele Themen eine eher ungeeignete Zielgruppe. Sie verlangen entweder viel Geld oder wollen keine kommerziellen Themen teilen.

Daher suchen wir schon ganz zu Beginn, bevor auch nur ein Wort Text für die Kampagne geschrieben wurde, die passende Multiplikatorengruppe. Dabei halten wir vor allem nach Organisationen ausschau, die ein eigenes Interesse an unserem Thema haben. Verbände oder Vereine sind ein gutes Beispiel, da diese oft sogar den Auftrag haben, eine Thematik voranzubringen, für Öffentlichkeit zu sorgen oder an der öffentlichen Debatte teilzunehmen. Abhängig von deren Agenda, sollte man dann auch seine Kampagne ausprägen, um die größtmögliche Unterstützung zu erhalten.

Frühzeitig Experten einbeziehen

Steht fest, wer die Inhalte später im Seeding teilen soll, liegt es nahe, diese Multiplikatoren auch als Experten einzubeziehen. So kann man nicht nur inhaltliche Fehler oder Lücken vermeiden. Auch die eigene Recherche kann verkürzt werden. Die Befragung eröffnet auch neue Möglichkeiten für das spätere Seeding. Wenn Sie Antworten der Experten im Rahmen der Kampagne veröffentlichen, machen Sie Ihren Content glaubwürdiger. Gleichzeitig sind viele Experten dann gerne bereit, die Inhalte ebenfalls weiterzuverbreiten oder zu verlinken. Außerdem kann man aus den Experteninterviews auch weiteren Content erzeugen und diesen beispielsweise für Gastbeiträge in relevanten Medien nutzen.

Mind. 100 Kontakte ansprechen

Mind. 100 Kontakte recherchieren

Für die Befragung und das spätere Seeding benötigt man eine ausreichend große Liste an Kontakten. Rein mathematisch schränkt man sich schon zu sehr ein, wenn man eine zu kleine Gruppe wählt und somit auch zu wenige Kontakte ansprechen kann. Es werden nie alle Befragten antworten, erst recht wird man nicht von allen einen Backlink bekommen oder diese zum Teilen in Social Media bewegen können. Daher hat es sich in unserer Erfahrung gezeigt, dass wir mindestens einhundert qualifizierte Kontakte mit persönlichen Kontaktdaten benötigen.

Selbst wenn man optimistisch rechnet und davon ausgeht, dass die Hälfte der 100 Kontakte auf die Anfrage eingeht, von diesen 50 wiederum die Hälfte an der Befragung tatsächlich teilnimmt und davon wiederum die Hälfte einen Backlink setzt, hat man am Ende vielleicht ein Dutzend Links bekommen. Oft sind es in der Realität trotz aller Bemühungen und Vorkehrungen auch nur eine Hand voll. Selbst wenn die Kontakte bereits mit Ihnen in Kontakt steht, sind die Erfolgsquoten nicht unbedingt höher. Hier spielen sehr viele Faktoren eine Rolle. Von daher macht es wenig Sinn mit weniger zu starten. Die Qualität der Kontaktdaten muss jedoch weiterhin stimmen. Tausende unqualifizierte Kontakte helfen wenig und erhöhen den Aufwand.

Vorhandene Listen mit potenziellen Kontakten nutzen

Wenn Sie sich nun fragen, wie Sie eine solch große Liste mit qualifizierten Kontakten zusammenstellen sollen, sind Sie an dem Punkt, an dem wir auch immer wieder stehen. Die alt hergebrachte Google-Suche bringt oft zu viel Ausschuss und macht daher viel Arbeit beim Aussortieren. Daher bevorzugen wir hier einen anderen Weg. Auch hier sind Verbände und Vereine oft wieder ein guter Ansatz. Viele veröffentlichen Mitgliederlisten und jede Branche ist in einem solchen Zusammenschluss organisiert. Oft enthalten die Listen auch Kontaktdaten und weitere relevante Informationen über die Unternehmen und Ansprechpartner. Wir konzentrieren uns also bei der Suche nach den geeigneten Kontakten auf vorhandene Listen, die wir im Internet finden können.

Keine Werbung einbinden

Zu Beginn des Seedings sollten Sie die Landingpage einer Kampagne möglichst entkommerzialisieren. Entfernen Sie werbliche Elemente wie Banner, Call-to-Action Buttons und Angebote. Der Mehrwert für den Nutzer sollte ganz klar im Vordergrund stehen. Zu kommerziell geprägte Landingpages schrecken ab und werden seltener geteilt oder verlinkt. Bei einigen Kampagnen macht es auch Sinn die eigene Marke des Unternehmens stark zurückzunehmen. Die Landingpage erhält so ein neutrales Erscheinungsbild, wird als weniger werblich wahrgenommen und wird noch glaubwürdiger. Ist die erste große Seeding-Welle vorbei, können diese Elemente wieder eingebunden und die Marke wieder mehr in den Vordergrund gestellt werden.

Mehr geben als nehmen

Mehr geben als zu nehmen

Wenn Sie Partner gewinnen und Links erhalten wollen, die sich nicht jeder Wettbewerber einfach erkaufen kann, müssen Sie sich Gedanken darüber machen, wie sie die Interessen der Anderen unterstützen können. Hier komme ich wieder auf das Beispiel der Verbände und Vereine zurück, da diese oft eine klare Agenda und einen kommunikativen Auftrag haben. Wenn Ihre Kampagne darauf einzahlt, können Sie diese als Unterstützer ganz ohne monetären Anreiz gewinnen. Denken Sie also nicht immer nur an Ihr Ziel, sondern auch daran, wie Sie die Ziele der Multiplikatoren unterstützen können. Dann wird Ihre Seeding Kampagne sicher zum Erfolg.

29 Learnings aus 229 Content Marketing Kampagnen

In diesem berichtet Christian B. Schmidt über unsere Erfahrungen aus über 229 Content Marketing Kampagnen, die er mit seiner SEO-Agentur bisher durchgeführt haben. Er geht auf die Strategie, den Content, Landingpages und das Seeding ein und nennt dabei konkrete Beispiele und Cases. Der Vortrag gibt konkrete Tipps und ist durch diverse Anekdoten auch sehr unterhaltsam. Danach beantwortet er noch die Fragen der Teilnehmer. 

Besuchen und abonnieren Sie unseren eigenen SEMRush Youtube-Channel. Viele Webinaraufzeichnungen mit bekannten Experten, Profiwissen und vor allem eine Menge an Praxis mit Beispielen erwarten Sie dort. Hier geht es zum Channel.

Christian B. Schmidt
Helfer

Ein erfahrenes Mitglied, das immer bereitwillig hilft.

Christian B. Schmidt optimiert seit 1998 Websites und berät seit 2005 Unternehmen im Online Marketing. 2010 gründete er gemeinsam mit Andreas Mauf die SEO Agentur Digitaleffects in Berlin. Zusammen mit seinem Team unterstützt er namhafte Kunden beim SEO-Driven Content Marketing.
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