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SEMrush Studie: Die häufigsten hreflang-Fehler

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SEMrush Studie: Die häufigsten hreflang-Fehler

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Elena Terenteva
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SEMrush Studie: Die häufigsten hreflang-Fehler

Technische SEO-Fehler führen nicht nur zu einer schlechten Nutzererfahrung auf Deiner Website, sondern wirken sich auch negativ auf Rankings und somit auf den Traffic aus. Im internationalen SEO können insbesondere hreflang-Fehler extrem schädlich sein. Mit unserer neuesten Analyse der häufigsten Fehler bei der hreflang-Implementierung wollen wir die Problematik beleuchten.

Die Ergebnisse der Analyse entsprachen unseren Erwartungen, überraschten uns aber auch. Um das zu erklären:

Wer sich schon mal mit hreflang beschäftigt hat, der weiß, dass viele Details beachtet und viele Seiten analysiert werden müssen. Unsere Erhebung hat gezeigt, dass mehrsprachige Websites im Durchschnitt etwa sieben Sprachversionen anbieten. Es geht also um Sites mit einer großen Zahl an Dokumenten. Da ist eine hohe Fehlerquote zu erwarten.

 Was uns aber überrascht hat, ist die hohe Zahl der hreflang-Fehler! Letztes Jahr hat SEMrush eine Analyse der häufigsten Onsite-SEO-Fehler durchgeführt. Daran hat sich im Team und in der Community eine große Debatte entzündet: „Macht es wirklich etwas aus, wie oft ich den einen oder anderen kleinen Fehler auf meiner Website habe – zum Beispiel ein fehlendes Alt-Attribut -, wenn das doch nichts mit meinem Ranking zu tun hat?“ Okay, fehlende Alt-Attribute sind verzeihlich, aber hreflang-Fehler, wie „klein“ sie auch sein mögen, sind das nicht! Das Ziel ist, die Absprungrate zu senken und die Conversions zu steigern, indem Du sicherstellst, dass jeder Besucher die am besten auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Seite angezeigt bekommt. Ohne eine korrekte hreflang-Implementierung kannst Du Google nicht klar mitteilen, welche Seite für eine bestimmte Region indexiert und in der Suche ausgegeben werden soll. Das hat eine direkte Auswirkung auf Deine Sichtbarkeit und Deinen Traffic aus der betreffenden Region.

Es ist erstaunlich, dass der prozentuale Anteil der Websites mit dem simpelsten hreflang-Fehler – einem falschen Ländercode im hreflang-Wert – genauso groß ist wie der Anteil der Websites mit mindestens einem fehlenden Alt-Attribut! Denn diese Fehler haben sehr unterschiedliche Folgen.

Deshalb hoffen wir mit dieser Analyse mehr Aufmerksamkeit auf die häufigsten Probleme bei der hreflang-Implementierung und auf ihr Schadenspotential zu lenken. Außerdem wollen wir Dir ein paar Tipps geben, welche Fehler Du zuerst beheben solltest.

Wie haben wir diese Daten erhoben?

Wir haben 20.000 mehrsprachige Websites mit dem SEMrush Site-Audit-Tool untersucht. Dies ist ein wirkungsvolles Analysetool, das Websites auf etwa 50 Parameter prüft. Das Site Audit bietet 13 Prüfroutinen für die hreflang-Implementierung nach Google-Standards. Unten siehst Du die prozentuale Häufigkeit von Websites mit hreflang-Fehlern und -Problemen, die auf mindestens einem Dokument aufgetreten sind.

SEMrush Studie: Die häufigsten hreflang-Fehler. Image :n

1. Fehler in hreflang-Werten

 Die hreflang-Werte an sich scheinen simpel zu sein. Man verwendet einfach das Format ISO 639-1 für den Sprachcode und ISO 3166-1 Alpha 2 für den Ländercode. Trotzdem passieren hier Fehler, auch wenn Du Dich eigentlich gut mit den Details der hreflang-Implementierung auskennst, denn jeder vertippt sich mal. Verwende den hreflang-Tag-Generator von Aleyda Solis, um solche Fehler auszuschließen.

Wir haben eine ganze Reihe verschiedener Code-Fehler in hreflang-Attributen gefunden. Zur besseren Übersicht haben wir sie in fünf Kategorien eingeteilt.

“ 15 % der mehrsprachigen Seiten weisen fehlerhafte hreflang-Werte auf ”

Unbekannter Sprachcode

Der Sprachcode in Deinem hreflang-Attribut muss dem Format ISO 639-1 folgen. Andernfalls wird er von Google ignoriert. Gängige Abkürzungen aus dem Alltag funktionieren hier nicht. Zum Beispiel wäre „deu“ als hreflang-Wert schlicht falsch und für Google unverständlich. Verwende stattdessen „de“.

Unbekannter Ländercode

Die Ländercodes in hreflang-Attributen verwenden ein anderes Format, nämlich ISO 3166-1 Alpha 2. Hier gilt dasselbe – gewöhnliche Abkürzungen funktionieren nicht. „UK“ für „United Kingdom“? Nein, der korrekte hreflang-Code lautet „GB“ (für „Great Britain“). Wenn Du Dir also nicht sicher bist, wie der richtige Code lautet, schaue im Zweifelsfall noch einmal nach.

Unterstriche statt Bindestriche

Unterstriche als Trenner zwischen den Werten für Sprache und Land funktionieren in hreflang-Attributen nicht. Auch wenn Entwickler und Webmaster den Unterstrich häufig und gerne verwenden, gehört hier ein Bindestrich hin.


Nur Ländercode verwendet

Bei Google ist Standard, dass zu einem Ländercode immer auch ein Sprachcode angegeben werden muss. Ein Ländercode allein ist ungültig.

2. Hreflang-Werte in falscher Reihenfolge

Wir haben außerdem festgestellt, dass die Werte des hreflang-Attributs manchmal in umgekehrter Reihenfolge angegeben wurden. Merke: Der Sprachcode steht immer vor dem Ländercode. Auch hier schleichen sich Flüchtigkeitsfehler und Missverständnisse ein. Zum Glück passiert das aber relativ selten. 

Hreflang-Konflikte im Seitenquellcode

In diesem Abschnitt haben wir hreflang-Fehler zusammengefasst, die innerhalb des Quellcodes eines HTML-Dokuments zu Konflikten führen. Sie sind schwierig manuell aufzuspüren, denn dabei muss der gesamte Seitenquellcode berücksichtigt werden und nicht nur die Zeile mit dem hreflang-Wert. Solche Fehler sind auf 58% der analysierten Websites aufgetreten.

“58% der mehrsprachigen Websites weisen hreflang-Konflikte im Seitenquellcode auf”

Kein auf sich selbst verweisendes hreflang-Tag

Dies ist das häufigste Problem in dieser Kategorie. Bei 96% aller Websites mit hreflang-Konflikten im Seitenquellcode besteht der Fehler darin, dass kein hreflang-Tag auf das Dokument selbst verweist. Dadurch kann es passieren, dass die hreflang-Attribute ignoriert oder falsch interpretiert werden.

Um diesen Fehler zu beheben, nimm unbedingt die URL der Seite und den entsprechenden Sprachcode in Deine hreflang-Angaben auf.

Konflikt zwischen hreflang und rel=canonical

Wenn Du auf einer Webseite canonical-Tags zusammen mit hreflang-Attributen benutzt, solltest Du ein auf sich selbst verweisendes canonical-Tag einbauen.

Mehr als eine URL für dieselben hreflang-Werte angegeben

Wenn mehr als eine URL für dieselbe Kombination aus Land und Sprache angegeben ist, wird Google alle angegebenen URLs ignorieren, weil keine klare Information darüber vorliegt, welches Dokument das richtige ist.

Um diesen Fehler zu beheben, entferne alle sich widersprechenden URLs und stelle sicher, dass für jede Kombination aus Sprache und Land nur eine URL als hreflang-Attribut angegeben ist.

3. Fehlerhafte hreflang Links

Die zweite Gruppe von Fehlern betrifft die angegebenen hreflang-Links. Google braucht korrekte Wegweiser, um alle Deine Seiten richtig zu indexieren. Wenn ein hreflang-Attribut auf eine Seite zeigt, die es nicht gibt (http-Statuscode 4xx) oder umgeleitet ist, oder wenn Du eine relative statt einer absoluten URL verwendest, werden Deine Seiten falsch oder überhaupt nicht von Google erfasst.

“37% der mehrsprachigen Websites weisen fehlerhafte hreflang-Links auf”

Hreflang-Link verweist auf Redirect

Wenn Dein hreflang-Link auf eine umgeleitete Seite verweist, wird die neue Seite möglicherweise nicht von Google indexiert und in den Suchergebnissen angezeigt.

„Tote“ hreflang-Links

Wenn Dein hreflang-Link auf eine URL verweist, die mit einem http-Statuscode 4xx oder 5xx antwortet, wird er von den Suchmaschinen natürlich ignoriert.

Relative Links

Relative URLs bergen das Risiko, von Google falsch interpretiert zu werden, so dass die gemeinten Seiten nicht gefunden und erfasst werden. Vermeide dies, indem Du Googlebot & Co. den vollständigen und korrekten Pfad zur Verfügung stellst.

 4. Verdacht auf fehlende hreflang-Tags

Bei einer großen mehrsprachigen Website kommt es leicht dazu, dass die hreflang-Tags auf dem einen oder anderen Dokument versehentlich fehlen.

Wir haben festgestellt, dass etwa 32% der Websites auf verschiedenen Dokumenten abweichende Sprachen angeben. Auf manchen Seiten ist vermutlich bewusst kein hreflang-Wert angegeben, aber das trifft nicht auf alle 32% der Fälle zu.

Um sicherzugehen, dass alle Deine Seiten die nötigen hreflang-Attribute haben, musstest Du bisher alle Seiten manuell checken. Mit dem Bericht für internationales SEO von SEMrush erledigst Du das per Mausklick.

5. Hreflang-Wert stimmt nicht mit Sprache überein

Bei der Festlegung der Seitensprache mit hreflang schleichen sich leicht Fehler ein. Dadurch bekommt dann Google ein falsches Signal. Wenn Du zum Beispiel aus Versehen „fi“ statt „fr“ eingibst, sieht es für Google so aus, als ob diese (in Wirklichkeit französische) Seite für Finnisch sprechende Nutzer angezeigt werden soll.

Unsere Analyse hat gezeigt, dass auf 21% der untersuchten Websites mindestens ein Dokument vorkam, auf dem die hreflang-Angabe nicht mit der tatsächlich verwendeten Sprache übereinstimmte.

Fazit 

Wie Du siehst, können die meisten hreflang-Fehler ziemlich ernste Folgen haben. Sie schicken die Suchmaschinen in eine Sackgasse oder verwirren sie mit widersprüchlichen oder unverständlichen Angaben, so dass die mehrsprachigen Dokumente im schlimmsten Fall überhaupt nicht indexiert werden. Wir hoffen, dass Dir diese Daten und Tipps helfen, Dein internationales SEO nach vorne zu bringen und Deine Fehlerquote für die Zukunft zu senken. Halt Deine Website gesund – und vergiss nicht, ein Site Audit durchzuführen!

Uns würde brennend interessieren, mit welchen hreflang-Fehlern Ihr am häufigsten zu kämpfen habt. Welche verursachen die meisten Probleme? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

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Elena Terenteva
SEMrush

SEMrush employee.

Elena Terenteva, Product Marketing Manager at SEMrush. Elena has eight years public relations and journalism experience, working as a broadcasting journalist, PR/Content manager for IT and finance companies.
Bookworm, poker player, good swimmer.
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