SEO verbessern: In 11 Schritten zu höheren Rankings

Evgeni Sereda

Sep 26, 202215 min read
SEO verbessern in 11 Schritten

Wenn du deine Suchmaschinenoptimierung (SEO) verbessern und höhere Rankings in den Suchergebnissen gewinnen möchtest, bringen dich diese 11 Schritte ein großes Stück vorwärts:

  1. Aktualisiere bestehende Inhalte
  2. Strukturiere deinen Content für hervorgehobene Snippets
  3. Erstelle Inhalte für Keywords mit geringem Wettbewerb
  4. Hole dir Backlinks von starken Websites
  5. Optimiere Bilder
  6. Verfolge Metriken mit Google Analytics
  7. Optimiere deine Website für Mobilgeräte
  8. Optimiere für Onpage-SEO-Faktoren
  9. Verringere die Ladezeit deiner Seiten
  10. Verbessere deine Local SEO
  11. Verwende interne Verlinkung

Dieser Artikel zeigt dir, wie du deine SEO verbessern kannst, um deine Chancen auf die begehrten Platz-eins-Rankings zu vergrößern.

Infografik: So verbesserst du deine SEO-Strategie
Infografik: 11 Schritte für bessere SEO

1. Aktualisiere bestehende Inhalte

Optimiere die bestehenden Inhalte deiner Website

Und das geht so:

Suche zuerst nach Seiten, die seit 12 Monaten oder länger nicht aktualisiert wurden.

Überprüfe die Inhalte dieser Seiten, um festzustellen, ob sie veraltet oder auf andere Art verbesserungsbedürftig sind.

Zum Beispiel wurde dieser Beitrag in unserem englischsprachigen Blog schon vor über zwei Jahren veröffentlicht:

Screenshot: Semrush-Artikel zu Longtail-Keywords, Datum hervorgehoben
Artikel ist 2 Jahre alt – da ist eine Prüfung fällig

Der Inhalt ist immer noch solide. Aber viele der Informationen und Grafiken könnten ein Update gebrauchen.

Infografik mit veralteten Informationen
Die Suchvolumen stimmen nicht mehr

Im Zuge unserer Content-Prüfung haben wir daher also festgestellt, welche Änderungen nötig waren, und die Sache zur Umsetzung an unser Redaktionsteam übergeben.

Dann haben wir den geänderten Artikel veröffentlicht, damit Google ihn neu indexieren konnte.

Wenn deine Updates umfangreicher sind, können deine Seiten bei Google durch sie einen „Neuigkeits-Boost“ erhalten (fast so, als wäre die Seite gerade erst veröffentlicht worden).

Da deine Inhalte nun objektiv besser sind, sollten sie außerdem in der Suche besser abschneiden.

Tipp: Nutze die Search Console, um die Indexierung deiner verbesserten Seite zu beschleunigen.

Gib einfach deine URL in das obere Feld ein:

Screenshot: Google Search Console
In der Google Search Console kannst du nachhelfen

Und klicke auf „Indexierung beantragen“:

Screenshot: Option Indexierung beantragen in Google Search Console
Hier beantragst du die Indexierung deiner neuen Inhalte

Dann werden die Google-Crawler so schnell wie möglich auf deine Webseite gesendet.

Verbessere Seiten mit hohem Potenzial

High-Potential-Seiten sind genau das, wonach es klingt:

Es sind Seiten auf deiner Website, die eine gewisse Zugkraft haben, aber einen Schubser gebrauchen könnten, um sie unter die ersten drei Ergebnisse zu bringen.

Laut einer Studie von Backlinko erhält das erste Suchergebnis bei Google 31,7 % aller Klicks.

Infografik von Backlinko: Klick-Verteilung auf Suchergebnisse
Die Top 3 stauben fast alles ab

Weshalb ein Ranking auf der ersten Seite von Google in der Regel nicht ausreicht.

Um wirklich den organischen Traffic auf deiner Seite zu maximieren, muss sie unter den ersten drei Ergebnissen platziert sein.

Dein erster Schritt besteht nun darin, Seiten zu identifizieren, die das größte Potenzial haben, in die Top 3 aufzusteigen.

Öffne zunächst den Bericht „Leistung“ in deiner Search Console.

Screenshot: Menüpunkt Leistung in Google Search Console
Leistungsstarke Seiten finden in der Google Search Console

Sortiere die Liste dort nach Position, so dass die besten Rankings ganz oben erscheinen.

Screenshot: Liste mit Top-Rankings in der Google Search Console
Diese Seiten sind am höchsten platziert

Scrolle herunter bis zu den Suchanfragen, für die du auf den Plätzen 5 bis 15 erscheinst.

Screenshot: Niedrigere Rankings in der Search Console
Bei diesen Seiten können sich kleine Verbesserungen lohnen

Das sind die Seiten, auf deren Verbesserung du dich konzentrieren solltest.

Wie du dabei vorgehst, hängt stark von den vorhandenen Inhalten ab.

Aber allgemein gesprochen sind hier einige Möglichkeiten, wie du deine Inhalte verbessern kannst:

  • Optimiere deine Inhalte auf eine bessere Übereinstimmung mit der Suchintention
  • Formatiere deine Inhalte so, dass sie einfacher zu überfliegen sind
  • Füge weitere Grafiken, Bilder und Illustrationen hinzu
  • Füge interne Links zu und von jeder Seite hinzu
  • Entferne Füller-Material ohne Mehrwert und konzentriere dich auf umsetzbare Strategien

On Page SEO Checker

Der On Page SEO Checker analysiert die Schwächen jeder Seite und schlägt spezifische Onpage-Verbesserungsmaßnahmen vor.

Screenshot: Vorschläge im On Page SEO Checker
Das Tool zeigt dir, wie du deine Seiten verbessern kannst

In jedem Bericht erhältst du eine Aufschlüsselung von Verbesserungsvorschlägen mit folgenden Bestandteilen:

  • Strategie: Schlägt Keywords vor, auf die du abzielen solltest, und hilft bei der Identifizierung von Keyword-Kannibalismus
  • SERP-Funktionen: Zeigt Möglichkeiten auf, ein hervorgehobenes Snippet oder Bewertungs-Snippet zu erhalten
  • Inhalt: Unterbreitet Vorschläge für deine Inhalte basierend auf den Top 10 bei Google
  • Semantik: Zeigt semantisch verwandte Keywords auf, die dein Content ebenfalls enthalten sollte
  • Backlinks: Zeigt dir Domains, von denen sich Backlinks lohnen würden
  • Technische Probleme: Identifiziert technische SEO-Probleme einschließlich doppelte Inhalte
  • Benutzererfahrung: Integriere Google Analytics, um besser zu verstehen, wie Benutzer mit der Seite interagieren

2. Strukturiere deinen Content für hervorgehobene Snippets

Hervorgehobene Snippets sind die großen Kästen, die du oben in den Suchergebnissen von Google siehst, noch über dem regulären Platz 1.

Screenshot: Hervorgehobenes Snippet in Google
Das hervorgehobene Snippet wird auch als Platz null bezeichnet

Der Inhalt von hervorgehobenen Snippets kommt aus einem der Ergebnisse in den Top 10.

Wenn du deine Inhalte richtig formatierst, kannst du auf dieser begehrten Position landen.

Und das geht so:

Verwende Zwischenüberschriften, die jeden Abschnitt deines Contents beschreiben.

Screenshot: Zwischenüberschrift in Blogartikel von Semrush
Zwischenüberschriften strukturieren den Artikel

Manchmal fügt Google diese Zwischenüberschriften im hervorgehobenen Snippet zu einer Liste zusammen:

Screnshot: Liste im hervorgehobenen Snippet
Im Snippet werden die Zwischenüberschriften zu einer Liste

Du musst nur sicherstellen, dass alle Zwischenüberschriften dasselbe H-Tag verwenden (H2, H3, H4 usw.).

Einheitliche H-Tags signalisieren Google, dass jede Zwischenüberschrift auf derselben Ebene steht.

Die meisten CMS (Content-Management-Systeme) wie WordPress machen es einfach, jede Zwischenüberschrift mit dem gleichen H-Tag zu formatieren.

Screenshot: Überschriftenformatierung in WordPress
Die Formatierung von Überschriften in WordPress ist einfach

Du kannst dir auch den Quellcode ansehen, um zu überprüfen, ob alle deine Zwischenüberschriften dasselbe H-Tag verwenden. Wenn ja, ist alles gut.

Quellcode-Anzeige in WordPress
Mit der Quellcode-Ansicht kannst du ganz sichergehen

3. Erstelle Inhalte für Keywords mit geringem Wettbewerb

Viele Websites haben es schwer mit der SEO, weil sie auf Keywords abzielen, die zu umkämpft sind.

So findest du ungenutzte Keywords mit wenig oder gar keiner Konkurrenz:

Ziele auf Frage-Keywords ab

Frage-Keywords eignen sich aus zwei Hauptgründen hervorragend für SEO:

  1. Es sind hochspezifische Fragen, für die deine Zielgruppe Antworten sucht
  2. Sie sind im Allgemeinen nicht sehr umkämpft

Nehmen wir beispielsweise das Keyword „Immobilien“.

Es hat eine Keyword Difficulty (KD) von 99 %:

Keyword-Übersicht: Immobilien
Bei 99 % KD ist ein Ranking sehr schwer zu gewinnen

Ein Frage-Keyword wie „wann ist der verkauf einer immobilie steuerfrei“ hat dagegen eine KD von nur 37 %.

Semrush Keyword-Übersicht für 'wann ist der verkauf einer immobilie steuerfrei'
Hier stehen die Chancen schon besser

Du findest leicht Frage-Keywords, indem du dir den Abschnitt „Ähnliche Fragen“ in den Google-Suchergebnissen ansiehst.

Suche einfach nach deinem Keyword und scrolle nach unten zu den Fragen.

Screenshot: Ähnliche Fragen
Ähnliche Fragen in den Google-Suchergebnissen

Dies sind Fragen, die Menschen rund um dein Thema stellen.

(Laut Semrush Sensor enthalten fast 60 % der Suchergebnisse einen „Ähnliche Fragen“-Abschnitt. Du wirst also nicht für jedes Keyword einen finden.)

Tipp: Wenn du auf eine der „ähnlichen Fragen“ klickst, erweitert sich der Abschnitt und weitere Fragen erscheinen.

Screenshot: Erweiterter Abschnitt 'Ähnliche Fragen'
Durch einen Klick erhältst du noch mehr Fragen

Auch im Keyword Magic Tool findest du Frage-Keywords. Sie werden dort als W-Fragen bezeichnet.

Gib einfach ein Keyword ein, das du in Betracht ziehst, und du erhältst eine umfangreiche Liste verwandter Wörter und Phrasen.

Screenshot: Abfrage 'immobilien' im Keyword Magic Tool
Das Tool liefert dir große Mengen verwandte Keywords

Klicke dann auf die Schaltfläche „W-Fragen“, um Suchbegriffe in Frageform zu deinem Keyword zu erhalten.

Option 'W-Fragen' im Keyword Magic Tool
Keyword-Liste auf Frage-Keywords eingrenzen

Optimiere für Longtail-Keywords 

Longtail-Keywords sind Begriffe, die einzeln nicht oft gesucht werden, aber einen hohen Prozentsatz der Gesamtzahl der Begriffe ausmachen, nach denen Menschen suchen.

Infografik: Genutzte Keywords in Google
Die Traffic-Verteilung auf Head- und Longtail-Keywords

Im Allgemeinen sollten sich neuere Websites oder solche mit SEO-Schwierigkeiten auf Longtail-Keywords konzentrieren.

Das Keyword „Laufschuhe“ klingt zum Beispiel nach einem tollen Seitenthema für einen neuen Schuhe-Shop.

Keyword-übersicht zu 'laufschuhe'
Ein gutes Keyword für Schuhhändler?

Immerhin wird es 31.100 Mal im Monat gesucht. Und es klingt wie ein Keyword, nach dem potenzielle Kunden suchen würden.

Doch leider wird ein KD-Wert von 49 % für die meisten Neueinsteiger unerreichbar sein.

Keyword-Übersicht: Schwierigkeitswert 49 % für 'laufschuhe'
Auch die Keyword-Schwierigkeit ist immer zu beachten

Ein relevantes Longtail-Keyword dagegen („wie lange halten laufschuhe“) hat eine eine KD von nur 28 %:

Screenshot: Keyword-Übersicht zu 'wie lange halten laufschuhe'
Bei Longtail-Keywords stehen die Chancen besser

Zugegeben, die Longtail-Variante hat nur einen Bruchteil des Suchvolumens. Aber das ist der Kompromiss, den du mit Longtail-Keywords eingehst.

Selbst wenn du die Best Practices der Onpage-SEO bis ins kleinste Detail befolgst, ist nicht garantiert, dass deine Inhalte auf die erste Seite von Google gelangen.

Genau aus diesem Grund sollte der Aufbau von Backlinks von einer Vielzahl von Websites mit hoher Autorität ein wichtiger Teil deiner SEO-Strategie sein.

Hier sind einige der effektivsten Mittel dazu:

  • Erstelle gut teilbare Inhalte: Veröffentliche Content-Assets, die speziell darauf ausgelegt sind, Backlinks von Blogs und Nachrichtenseiten in deiner Nische zu generieren.
  • Experimentiere mit datengetriebenen Inhalten: Datengetriebene Inhalte, die eine Geschichte erzählen, sind eine der besten Möglichkeiten, mehr Backlinks zu deiner Website aufzubauen. Ob eigene Umfrage, öffentliche Daten oder interne Daten – erstelle Inhalte rund um deine Ergebnisse und mache diese bei Website-Betreibern bekannt.
  • Folge den Trends: Wenn du dein Unternehmen oder deine Studie mit einem gefragten aktuellen Thema verknüpfst, besteht eine hohe Chance, dass Website-Betreiber deine Daten erwähnen und einen Backlink setzen.
  • Legitime Gastartikel: Wenn du Inhalte für andere Websites in deiner Nische schreibst, können Links aus diesen Beiträgen heraus dazu beitragen, deine Google-Rankings zu verbessern. Achte nur darauf, diese Strategie nicht in ein „Linktauschprogramm“ ausarten zu lassen.

Wenn du noch mehr Link-Building-Chancen identifizieren willst, hilft dir unser Backlinks-Analytics dabei, die Backlinks deiner Konkurrenten zu finden. Du kannst bis zu vier konkurrierende URLs vergleichen, um ein Gefühl für mögliche Chancen zu bekommen.

Screenshot: Domainvergleich in Semrush Backlink-Analytics
Backlink-Analytics untersucht Linkprofile im Vergleich

5. Optimiere Bilder

Die Bildoptimierung wird in der Bilder SEO immer noch häufig stiefmütterlich behandelt. Dabei können optimierte Bilder wirklich dazu beitragen, Traffic auf deine Website zu bringen, wenn du es richtig anstellst.

Die Vorteile der Nutzung grafischer Inhalte

Infografik: Die Vorteile der Nutzung grafischer Elemente
Visuelle Elemente sind gut für deine Website

Hochwertige visuelle Inhalte bringen folgende Vorteile:

  • Sie helfen, große Textwände aufzulockern
  • Sie ermöglichen es Lesern, geschriebene Inhalte leichter zu verstehen (und leichter bestimmte Schritte zu befolgen)
  • Sie stellen Mini-Content-Assets bereit, die Nutzer verlinken und in sozialen Medien teilen können
  • Sie helfen deinen Inhalten, sich von der Konkurrenz abzuheben (insbesondere bei Verwendung von 100 % einzigartigen Grafiken)

Tipps für die Bildoptimierung

Hier sind ein paar Punkte, die du bei der Optimierung von Bildern auf deiner Website beachten solltest:

  • Dateigröße und -format: Verwende Bildformate (wie WebP), die auf schnelles Laden ausgelegt sind
  • Beschreibungen und Namen: Optimiere Alt-Tags, Dateinamen und Bildtitel
  • Urheberrecht: Stelle sicher, dass du alle Bilder in deinen Inhalten legal verwenden kannst
  • Relevanz: Stelle sicher, dass die Bilder für deinen Content relevant sind
  • Mobilfreundlichkeit: Sieh dir die Bilder auf einem Mobilgerät an, um dich zu vergewissern, dass sie richtig angezeigt werden
  • Einzigartig: Vermeide nach Möglichkeit die Verwendung von Stock-Fotos, die bereits auf vielen anderen Websites auftauchen

So schreibst du effektive Alt-Texte

Die Alternativtexte (oder kurz „Alt-Texte“) von Bildern werden von allen Suchmaschinen (einschließlich Google) genutzt, um den Inhalt der Bilder zu interpretieren.

Screenshot: Beispiel für Alt-Text
Alt-Texte beschreiben den Bildinhalt

So schreibst du effektiven Alt-Text:

  • Schreibe präzise: Beschreibe jedes Bild so detailliert wie möglich. Stell dir vor, du beschreibst es jemandem, der es nicht sehen kann. Dies ist nicht nur für Suchmaschinen hilfreich, sondern auch für Benutzer von Screenreadern.
  • Schreibe individuell: Jedes Bild auf jeder Seite sollte einen individuellen Alt-Text haben.
  • Schreibe relevant: Genau wie dein sichtbarer Seitentext sollten auch deine Alt-Texte natürlich sein. Das heißt: Überfrachte auch deine Alt-Attribute nicht mit Keywords.

6. Verfolge Metriken mit Google Analytics

Wenn du die Strategien in diesem Beitrag umsetzt, solltest du nach einigen Monaten SEO-Ergebnisse sehen.

Um diese genau in den Blick zu bekommen, ist es wichtig zu wissen, auf welche Metriken du in Google Analytics achten musst.

Organischer Traffic

Gehe zu Verhalten → Websitecontent → Landingpages, um die spezifischen Seiten anzuzeigen, die Benutzer auf deine Website bringen.

Screenshot: Landingpages in Google Analytics
Wo kommen die Besucher an?

Füge dann das Segment „Organische Zugriffe“ hinzu, um nur den Traffic zu sehen, der von Suchmaschinen kommt.

Organische Zugriffe in Google Analytics
So lässt du dir den Suchmaschinen-Traffic anzeigen

(Vielleicht willst du diese Seite mit einem Lesezeichen versehen. So kannst du in Zukunft immer direkt auf den Bericht zugreifen.)

Traffic aller Art (einschließlich Verweis-, Direkt- und organischem Traffic) kann von Tag zu Tag ziemlich stark schwanken.

Am besten verfolgst du also die Veränderungen über den Verlauf von mehreren Monaten.

Du kannst beispielsweise die letzten 90 Tage mit den vorherigen 90 Tagen vergleichen.

Screenshot: Zeitraum-Vergleich in Google Analytics
So siehst du, ob sich etwas am Suchtraffic verändert hat

Wenn du einen Anstieg siehst, funktionieren deine SEO-Maßnahmen wahrscheinlich. Wenn nicht, ist es vielleicht an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren oder stärker zu skalieren.

Metriken der Benutzererfahrung

Obwohl dies wahrscheinlich nicht als direkter Ranking-Faktor bei Google wirkt, ist es wichtig zu sehen, wie Benutzer mit deinen Inhalten interagieren.

Und Google Analytics kann dabei helfen.

Achte insbesondere auf die Absprungrate (die Anzahl der Benutzer, die von deiner Website „abspringen“, ohne eine weitere Seite zu besuchen):

Screenshot: Die Absprungrate in Google Analytics
Wichtige Metriken auf der Startseite von Google Analytics

Die Sitzungsdauer (wie lange die Nutzer im Durchschnitt auf dieser Seite verbringen, bevor sie sie verlassen):

Screenshot: Die Sitzungsdauer in Google Analytics
Wie lange bleiben die Besucher?

Und Sitzungen (die Anzahl der Sitzungen, die im Verhältnis zur Zahl der Nutzer zeigt, wie viele Seiten ein Nutzer durchschnittlich aufruft):

Screenshot: Sitzungen in Google Analytics
Wie viele Sitzungen gab es im ausgewählten Zeitraum?

Beachte, dass es hier keine „guten“ oder „schlechten“ Benchmarks gibt. Es sind nur Metriken, auf die du achten solltest, wenn du Änderungen an deinen Seiten vornimmst.

Wenn sich diese Metriken verbessern, wirken sich deine Änderungen wahrscheinlich positiv auf die Benutzererfahrung deiner Website aus.

7. Optimiere deine Website für Mobilgeräte

Aktuelle Studien zeigen, dass 9 von 10 Personen über ein Smartphone auf das Internet zugreifen.

Außerdem verwendet Google heute einen Index, der im Wesentlichen nur die mobile Version deiner Website zählt.

Um herauszufinden, ob deine Seiten für Smartphones und Tablets optimiert sind, kannst du Googles Test auf Optimierung für Mobilgeräte verwenden.

Screenshot: Seite ist auf Mobilgeräten nutzbar
Google gibt grünes Licht für die mobile Nutzung

Hier erhältst du aber im Grunde nur eine Einstufung nach dem Motto „bestanden/nicht bestanden“.

Die Optimierung einer Website für Mobilgeräte ist jedoch ein differenzierteres Thema. Das heißt du könntest Googles Test auf Optimierung für Mobilgeräte bestehen … und trotzdem Probleme mit der mobilen Benutzerfreundlichkeit haben.

Zum Beispiel mit der Ladezeit.

Wenn deine Website auf Mobilgeräten langsam geladen wird, ist sie wahrscheinlich nicht wirklich mobilfreundlich.

Im „Core Web Vitals“-Bericht der Search Console siehst du, ob deine Website Probleme mit der Ladegeschwindigkeit hat.

Screenshot: Core Web Vitals im Menü der Search Console
Die Core Web Vitals sind wichtige Metriken der Benutzererfahrung

Die Search Console informiert dich auch über alle gefundenen Probleme mit der mobilen Benutzerfreundlichkeit.

Grafik von Mobile-Problemen in der Search Console
Überblick: Wie viele URLs weisen Probleme auf?

Wenn du diese Daten nutzt, musst du nicht regelmäßig den Test auf Optimierung für Mobilgeräte wiederholen.

Wie du die Performance deiner Website verbessern kannst, hängt stark vom jeweiligen Problem ab – und von der Technologie, auf der deine Website läuft.

Nehmen wir zum Beispiel an, du erhältst den Fehler „Anklickbare Elemente zu nahe beieinander“ – ein ziemlich häufiges Problem bei der Benutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten.

Tabelle mit Fehlermeldung
Fehlermeldung in der Search Console

Dann solltest du dich an einen Entwickler wenden, um die Ursache des Problems zu identifizieren und zu beheben. Wenn du ein CMS wie Wix oder Webflow nutzt, kannst du auch den Support kontaktieren, um Hilfe bei der Lösung des Problems zu erhalten.

8. Optimiere für Onpage-SEO-Faktoren

Hochwertige Inhalte sind in vieler Hinsicht das Fundament der SEO.

Doch wenn du deine hochwertigen Inhalte nicht optimierst, werden sie wahrscheinlich trotzdem nicht gefunden.

Zum Glück ist Onpage-SEO kein Hexenwerk. Dabei geht es im Wesentlichen darum, Keywords strategisch auf deiner Seite zu platzieren.

Verwende dein Keyword im Titel und Artikeltext

Es ist wichtig, dass dein Hauptkeyword im Seitentitel erscheint. Und ein paar Mal im Text der Seite selbst.

Zum Beispiel enthält unser Beitrag, der für das Thema „Bilder-Rückwärtssuche“ gefunden werden soll, genau diesen Begriff im Titel-Tag der Seite:

Screenshot: Überschrift im Semrush-Blog
Das Hauptkeyword kommt im Titel vor

Und ein paar Mal im Body des Artikels:

Screenshot: Das Hauptkeyword im Fließtext
Auch im eigentlichen Text wird es einige Male verwendet

Diese beiden Schritte machen 75 % der Onpage-SEO aus. Alles andere ist mehr oder weniger ein Extra.

Tipp: Verwende ein Tool wie PageImprove, um Verbesserungen der Onpage-SEO direkt in deinem Browser vorzunehmen.

Verwende verwandte Wörter und Sätze

Google wird immer besser darin, das Thema einer Seite selbst herauszufinden. Es ist also nicht mehr wirklich nötig, auf deiner Seite viele Keywords aufzutürmen. Oder dir allzu viele Gedanken über das Vorkommen deines Ziel-Keywords in einem H2-Tag zu machen.

Die Verwendung ähnlicher und verwandter Wörter und Phrasen kann Google dennoch dabei helfen, besser zu verstehen, worum es auf deiner Seite geht.

Du findest diese verwandten Begriffe im Bereich „Verwandte Suchanfragen“ unten in den Desktop-Suchergebnissen von Google.

Verwandte Suchanfragen in der Google-Suche
Hier verstecken sich nützliche Hinweise für die SEO

Die gefetteten Wörter sind Begriffe, die Google als hochrelevant für deinen Suchbegriff einstuft. Es kann also sinnvoll sein, sie in deinen Artikel aufzunehmen.

Auch der Semrush On Page SEO Checker zeigt semantisch verwandte Begriffe an, die du in deinem Content verwenden kannst.

Screenshot: Semantik im On Page SEO Checker
Der On Page SEO Checker empfiehlt verwandte Begriffe

Semrush bezieht diese Keywords aus den ersten 10 Suchergebnissen für das Hauptkeyword, das du für deine Seite ausgewählt hast.

9. Verringere die Ladezeit deiner Seiten

Laut Google ist „Geschwindigkeit gleich Umsatz".

Das ist logisch: Eine langsam ladende Website erhöht die Absprungrate und verringert damit die Wahrscheinlichkeit, dass Benutzer konvertieren.

Wie sich zeigt, ist die Ladegeschwindigkeit von Websites auch ein Google-Ranking-Faktor.

Um die Geschwindigkeit deiner Website sowohl auf Desktop- als auch auf Mobilgeräten zu testen, gib deine Webadresse in das Tool PageSpeed Insights von Google ein.

Screenshot: Semrush-URL in PageSpeed Insights
Googles Test für die Ladezeit

Dieser Bericht zeigt dir, wie schnell deine Website geladen wird und was du verbessern musst.

Wir haben zum Beispiel die URL eines unserer Blogartikel in das Tool eingegeben.

Zum Glück haben wir bestanden.

Screenshot: Core Web Vitals-Bewertung bestanden
Hier fallen viele Websites durch

Aber wie auf fast jeder Webseite gab es auch Verbesserungspotenzial.

Screenshot: Beanstandungen von PageSpeed Insights
Fast jede Website hat Verbesserungspotenzial

Wie du siehst, zeigt dir das Tool nicht nur, wo deine Website schwächelt, sondern es sagt dir ganz konkret, wie du deine Ladezeit verbessern kannst.

Screenshot: Empfehlungen in PageSpeed Insights
Konkrete Tipps für schnelleres Laden von Google​​​​​

10. Verbessere deine Local SEO

46 % der Suchanfragen bei Google zielen auf lokale Informationen. 

Infografik: 46 % der Suchanfragen bei Google zielen auf lokale Informationen
Local SEO ist für lokale Angebote unverzichtbar

Wenn du ein bestimmtes geografisches Gebiet bedienst, ist lokale SEO deshalb sehr wichtig – vielleicht sogar wichtiger als „normale“ SEO.

Aber was genau ist lokale SEO? Und welche Schritte kannst du unternehmen, um dich zu verbessern?

Local SEO ist eine SEO-Strategie, die deinem Unternehmen hilft, in lokalen Suchergebnissen zu erscheinen.

Bei lokalen Suchanfragen wird meist das „Map Pack“ oder „Local Pack“ angezeigt, das Google Maps-Ergebnisse, lokale Unternehmen und organische Suchergebnisse enthält.

Infografik: Das Map Pack
Der Aufbau einer Suchergebnisseite mit lokalem Bezug

Im Idealfall sollte dein Unternehmen hier erscheinen, wenn lokale Benutzer nach einem Begriff suchen, der dein Unternehmen beschreibt.

Hier sind einige unserer wichtigsten Empfehlungen zur Optimierung für die lokale Suche:

  • Erhebe Anspruch auf dein Google Unternehmensprofil
  • Stelle sicher, dass deine Kontaktinformationen überall im Netz übereinstimmen
  • Veröffentliche wöchentlich neue Beiträge oder Angebote in deinem Google Unternehmensprofil 
  • Reagiere auf Erfahrungsberichte
  • Erstelle Standortseiten für deine Website
  • Optimiere deine Website für lokale Keywords
  • Stelle sicher, dass deine Einträge in Online-Verzeichnisse (insbesondere dein Name, deine Adresse und deine Telefonnummer) im gesamten Web einheitlich sind

11. Verwende interne Verlinkung

Bei richtiger Umsetzung kann sich die interne Verlinkung erheblich auf deine Suchmaschinen-Rankings auswirken.

Interne Links sind Links, die auf andere Seiten derselben Website verweisen.

Screenshot: Interner Link als Beispiel
Interne Links kommen in der Navigation, aber auch im Content vor

Jeder interne Link überträgt eine gewisse Autorität von einer Seite zur anderen.

Deshalb solltest du interne Links strategisch einsetzen, um Autorität auf Seiten zu übertragen, die sie am dringendsten brauchen.

Zum Beispiel steht unser Beitrag auf Platz 7 für das Keyword „Longtail-Keywords“.

Screenshot: Google-Suchergebnis für 'Longtail-Keywords'
Hier würde sich ein Ranking-Gewinn lohnen

Um dieser Seite unter die Arme zu greifen, finden wir zuerst eine Seite mit hoher Autorität auf der Semrush-Domain.

Screenshot: Seite mit hohem Authority Score in Backlink-Analytics
Hier findest du Seiten, die viel Autorität weitergeben können

Nun müssen wir nur noch einen internen Link von dieser Seite zu unserem Artikel über Longtail-Keywords setzen. Idealerweise mit einem Ankertext, der unser Ziel-Keyword enthält, wie der Ausschnitt oben.

Wiederhole dies für alle Seiten auf deiner Website, die du bei Google ein Stück weiter nach oben bringen willst. 

Nutze unsere SEO-Checkliste

Du wirst deine Rankings nicht über Nacht drastisch steigern können, aber viele kleine Anpassungen verbessern deine SEO schrittweise und langfristig.

Bleib dran und nimm dir gleich unsere ultimative Checkliste für den SEO-Audit vor, um möglichst alle Lücken in deiner Strategie zu füllen und deine Rankings weiter zu verbessern.

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Seit 5 Jahren verantworte ich das Marketing von Semrush in den deutschsprachigen Ländern. Seit 2010 bin ich ein leidenschaftlicher SEO. Die Kombination aus SEO und Marketing setzte ich bei großen Projekten wie die Implementierung der SEO-Maßnahmen und Marketing-Prozessen bei einem großen Retailer. Dabei betreue ich auch kleine Projekte, denn auch mal Hand anzulegen, das macht mir viel Spass. Meine Erfahrung und mein Wissen teile ich gerne mit dir.
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