SEO-Check — schneller Überblick über den Website-Zustand

Evgeni Sereda

Oct 18, 202212 min read
seo check

Deine Webseite soll erfolgreich sein. Du möchtest Umsatz, Zugriffszahlen oder Interaktionen generieren. Dazu ist eine regelmäßige Optimierung erforderlich. Die ersten Ansatzpunkte liefert dir ein SEO-Check. 

Viele Agenturen und SEO-Profis beginnen bei der Suchmaschinenoptimierung mit einem SEO-Check. Das Ziel: Einen schnellen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen gewinnen. Meistens kommen dabei Tools zum Einsatz, die mit festgelegten Abfragen potenzielle Mängel und Fehler auflisten. Dadurch erhältst du Ansatzpunkten zur schnellen Verbesserung. Das können Hinweise auf nicht optimal genutzte Optionen sein, aber auch konkrete Fehlerbeschreibungen oder gravierende Probleme. 

In diesem Artikel geben wir dir Antworten auf folgende Fragen:

  • Was genau ist ein SEO-Check? 
  • Welche Tools kommen zum Einsatz? 
  • Welche Relevanz hat ein SEO-Score? 
  • Welche Bereiche sind zu prüfen? 

Was ist ein SEO-Check und warum ist er so wichtig?

Es gibt drei Bereiche der Suchmaschinenoptimierung: Onpage-SEO, Offpage-SEO und technisches SEO. Technisches SEO ist streng genommen ein Teil der Onpage-Optimierung. Aber dieses Arbeitsfeld ist inzwischen so groß geworden, dass es häufig als eigenständig betrachtet wird. Die Übergänge sind jedoch fließend. 

Bei einem SEO-Check geht es darum, in allen drei Bereichen einen schnellen Überblick über den Ist-Zustand der Seite zu bekommen. Es geht nicht um tiefgreifende Analysen, sondern um das Abklopfen von Standards und SEO-Metriken. Du nutzt für die Arbeit in der Regel Tools, um Fehler zu erkennen, Chancen zu ermitteln und potenzielle Probleme ausfindig zu machen. 

Die Webseite mit den Augen eines Suchmaschinen-Crawlers betrachten

Ziel ist es, eher technische Details aus der Sicht einer Suchmaschine zu betrachten. Denn dein Wunsch ist es, deine Webseite in der Websuche möglichst weit nach vorn zu bringen. Das funktioniert jedoch nur, wenn der Crawler deine Webseite ungehindert besuchen, vollständig indexieren und richtig interpretieren kann. Jeder Fehler auf deiner Seite kann das Indexieren erschweren. Außerdem fließen einige Aspekte wie Ladezeiten und Serverprobleme in den Algorithmus ein. Daher ist es wichtig, den Blick der Crawler auf deine Webseite zu verstehen. 

Ein SEO-Check soll die vorrangig technischen Eckpunkte prüfen, die für Crawler relevant sind. Dennoch gehören auch Nebenfelder wie das Sichten von Backlinkprofilen sowie die Überschriftenstruktur und die Keyword-Verteilung zu den Aufgaben bei einem SEO-Check.

Verbesserungspotenziale erkennen und die Webseite stärken

Für einen ersten, schnellen Überblick ist ein SEO-Check Gold wert. Denn er zeigt dir genau die Probleme auf, die du wirklich angehen solltest. Wenn du dein Projekt regelmäßig durchleuchtest, kannst du gute Rankings sichern oder die aktuellen Platzierungen verbessern. Dadurch sicherst du deine Umsätze ab und kannst sie ausbauen.

Abgrenzung zur SEO-Analyse

Durch diese Arbeit erkennst du fast immer bereits Potenziale, die du schnell ausschöpfen kannst und solltest. Erst nach dem SEO-Check lohnt sich eine umfassende Analyse, die vor dem Hintergrund deiner Ziele und Besucherströme auf der Webseite stattfindet. 

Eine SEO-Analyse geht deutlich tiefer und beleuchtet jedes einzelne Detail umfassend. Anders als eine schnelle Prüfung handelt es sich um ausführliche Audits. 

Wichtig: Beide Verfahren lassen sich nicht exakt voneinander trennen. Der Übergang ist fließend. Je nach Sichtweise gehören einige Aufgaben noch zum SEO Check oder schon zur SEO-Analyse.

Welche Tools kommen bei einem SEO-Check zum Einsatz?

Tools unterstützen dich bei deiner Arbeit. Es gibt eine riesige Auswahl an Monitoring-Programmen und kleinen Helfern. Nützlich sind vor allem Angebote, die technische Eckwerte prüfen und in übersichtlicher Form umsetzen. Viele Tools, auch unsere, bieten dir sogar einen SEO-Score.

Wir haben eine kleine Liste von guten Tools zusammengestellt, die dich bei deinem SEO-Check unterstützen:

  • Google Search Console und Bing Webmaster Tools: Diese beiden Angebote sind kostenlos nutzbar. Du benötigst einen Account und musst deine Webseite dort eingetragen haben. Nach einigen Tagen bekommst du dann eine fortlaufend aktualisierte Übersicht über technische Daten. Diese stammen aus der Suche von Google bzw. Bing. Der Vorteil dieser Angebote: Neben Traffic-Daten liefern dir beide Tools Hinweise auf technische Probleme. Du solltest entsprechende Warnungen oder Fehlermeldungen prüfen und durch Verbesserungen auf der Webseite abstellen. Dadurch stützt du die Rankings deiner Seite.
  • Web.dev-Tools von Google: Die Entwicklertools von Google sind kostenlos nutzbar. Besonders wichtig ist das Angebot PageSpeed Insights. Du erhältst einen technischen Score zur Ladezeit. Außerdem listet dir das Tool viele Aspekte auf, wie du die Ladezeit verbessern kannst. 
  • Screaming Frog: Das Tool kannst du für kleine Webseiten kostenlos nutzen. Für größere Projekte ist die Premiumversion erforderlich. Screaming Frog scannt deine Webseite. Es liefert dir eine tabellarische Übersicht über eine Vielzahl von Kennzahlen. Dazu gehören Meta-Title, Description, H1 und H2, interne Links, URL, Server-Antworten und viele weitere Details. Das Beste daran: Du kannst die Daten in Excel-Form herunterladen und mit anderen Programmen verknüpfen. 
  • Seoquake Chrome-Erweiterung: Wenn du eine einzelne Seite prüfen möchtest, unterstützt dich unsere Chrome-Erweiterung Seoquake. Du erhältst wichtige Daten direkt im Browser eingeblendet. Dazu zählen unter anderem Meta-Angaben, Keyworddichte und Links. Für einen schnellen Check von einzelnen Seiten ist dieses Tool genau richtig.
  • Semrush: Unsere Toolsammlung bietet dir eine nützliche Unterstützung bei deiner SEO-Arbeit. Für einen schnellen Check eignet sich zum Beispiel Site Audit. Über dieses Tool sammeln wir für sich viele relevante Daten. Diese präsentiert das Tool übersichtlich in Grafiken. Je nach Bereich kannst du direkt aus der Übersicht in eine vertiefte Analyse einsteigen. Ebenso erlaubt Backlink Audit eine Übersicht auf deine Links. Hier erhältst du ebenfalls eine grafische Übersicht, über die eine vertiefte Analyse möglich ist. Für den SEO-Check reichen bereits die Übersichtsseiten sowie die konkreten Warnungen und Fehlermeldungen aus. Für den ersten Schritt sind diese beiden Funktionen besonders hilfreich. Wir haben jedoch viele weitere Tools, die du bei Bedarf hinzuziehen kannst. 
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Mit unserem Tool Site Audit erhältst du eine grafische Übersicht über den Allgemeinzustand. Jeder Punk bietet bei Bedarf relevante Informationen oder Handlungsmöglichkeiten, die du dir genau ansehen kannst

Tipps für die Arbeit mit Tools beim SEO-Check und die Sache mit dem SEO-Score

Tools sind nützlich, um schnell eine gute Übersicht zu bekommen. Über zwei Punkte solltest du dir bei deiner Arbeit jedoch im Klaren sein:

  1. Tools sind nur Helfer. Daher solltest du alle Warnungen, Fehlermeldungen und Hinweise genau prüfen. Die Schlussfolgerungen und die Umsetzung liegen bei dir. Erscheinen dir einzelne Angaben nicht plausibel, solltest du ein weiteres Tool nutzen, um die Ergebnisse gegenzuchecken.
  2. Viele SEO-Tools liefern einen Score. Du kannst die Scores verschiedener Tools nicht miteinander vergleichen. Sie basieren auf verschiedenen Datensätzen. Der Score allein beschreibt zwar den geprüften Zustand der Seite. Aber die hinterlegte Gewichtung der Fehler muss nicht mit den tatsächlichen Erfordernissen übereinstimmen.

Typische Prüfung: Welche Details gehören zum SEO-Check?

Damit du einen Eindruck von der praktischen Anwendung bekommst, stellen wir dir typische Eckwerte vor, die du beim SEO-Check abfragen solltest. Sie sind mit Unterstützung von Tools schnell zu ermitteln.

Server und Antwortzeiten: Gibt es Probleme beim schnellen Seitenaufruf?

Bevor Nutzer eine Webseite überhaupt betrachten können, muss der Server die Daten ausspielen. Bereits hier kann es zu ersten technischen Problemen kommen. Das registrieren auch Suchmaschinen-Crawler. Die Folge kann eine Abwertung der Webseite in der Suche sein. Typische Problembereiche für deine Checkliste sind:

  • Reagiert der Server schnell genug?
  • Ist die Serverantwort 200 (okay) und nicht 403/404 (nicht erlaubt/nicht gefunden) oder 500/502-504 (Serverfehler)?
  • Gibt es eine sichere Weiterleitung von „http“ auf „https“?
  • Wird die Domain korrekt nur auf eine Version (mit oder ohne „www“) weitergeleitet? 
  • Blockieren oder verlangsamen Skripte das Laden der Seite?
  • Werden CSS-Dateien korrekt abgerufen?
  • Gibt es zu viele Code oder große Bilder?
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Ein Crawling-Bericht aus der Google Search Console. Links der Gesamtumfang. Rechts Details. Speziell die Server-Antworten sind wichtig, idealerweise sollten diese „200“ lauten

Du kannst solche Punkte zum Beispiel anhand der Search Console prüfen. Dort findest du entsprechende Hinweise von Google, sofern sich Fehler häufen. Die Ladegeschwindigkeit kannst du direkt im Browser mit Google Lighthouse oder mit PageSpeed Insights testen. Dabei erhältst du viele nützliche Hinweise. So erfährst du, wie du Probleme beseitigen und die Geschwindigkeit verbessern kannst. Eine ähnliche Auflistung erhältst du auch über den Punkt „Website Performance“ unseres Tools Site Audit.

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Mit Site Audit kannst du detaillierte Performancebericht deiner Webseite abrufen

Wichtig: Modernes Webdesign ist responsive und funktioniert auf allen Geräten. Dennoch sind viele Webseiten nicht perfekt für mobile Nutzer aufgebaut. Beim Prüfen der Ladezeiten solltest du unbedingt die Mobilversion checken und diese bei Bedarf optimieren.

Meta-Angaben, Robots und URLs — Bausteine für eine gute Indexierung

Den nächsten Blick solltest du auf Faktoren der Onpage-SEO richten, besonders auf die Meta-Angaben deines Projekts. Häufig sind hier bereits ungenutzte Potenziale zu erkennen. Sehr übersichtlich ist besonders bei sehr vielen Unterseiten ein Scan mit Screaming Frog.

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Nach einem Scan erhältst du eine komfortable Übersicht über relevante Meta- und Onpage-Daten. Darunter auch Title und Meta-Description sowie ihre jeweilige Länge und viele weitere Daten wie Canonicals, Robots, Serverantworten usw.

Auf deine Checkliste gehören unter anderem:

  • Meta-Titel bzw. Page-Title: Ist dieser zu kurz oder zu lang? Enthält er die wichtigsten Keywords der Seite? Beschreibt der den Inhalt korrekt? Gibt es Dopplungen mit dem Title anderer Seiten? Da der Meta-Title ein Rankingfaktor ist, sollten Länge, Keywords und Beschreibung perfekt sein. SEO-Tools zeigen dir insbesondere Dopplungen oder eine nicht optimierte Länge an.
  • Meta-Description: Ist die Beschreibung zu kurz oder zu lang? Animiert sie zum Klicken? Passt sie zum Inhalt? Die Meta-Description ist deine Chance, User in der Websuche zum Klick auf das Snippet deiner Webseite zu animieren. 
  • Canonical-Tag: Fehlt ein Canonical-Tag oder ist er falsch gesetzt, kann das zu Indexierungsproblemen führen. Bei einem Check entdeckst du, welche Seiten betroffen sind.
  • Robots-Angaben und robots.txt-Datei: Ein „noindex“ in der Robots-Angabe oder ein Ausschluss von Crawlern unterbindet das Indexieren. Durch SEO-Tools erhältst du eine Auflistung, welche Seiten derzeit nicht indexiert werden können. Diese Liste solltest du abarbeiten und den Status ggf. prüfen. Gleiches gilt für „nofollow“. Diese Angabe verhindert ggf. das Crawlen (genauer das Folgen von Links) auf deiner eigenen Seite. Es ist aus SEO-Sicht ein Nachteil, eigene Seiten mit diesem Attribut auszustatten. 
  • hreflang: Die Angaben sind wichtig, um die verschiedenen Sprachversionen einer mehrsprachigen Webseite korrekt miteinander zu verknüpfen. Auch diese Angaben solltest du prüfen. 
  • URLs: Die Webadressen deiner Seiten sollten kurz und prägnant sein. Bei einem Check geht es darum, überlange oder sehr verschachtelte URLs ausfindig zu machen. Wenn du diese änderst, solltest du eine 301-Umleitung der alten auf die neue Adresse setzen.

In den Meta-Angaben können viele weitere Angaben stecken. Je nach Projekt sind sie ebenfalls für einen SEO-Check relevant. 

Ein weiterer wichtiger Punkt bei einem SEO-Check ist der Content. Anders als bei einer SEO-Analyse geht es dabei nicht sehr in die Tiefe. Dennoch gibt es einige Qualitätsmerkmale, die du prüfen solltest. Die folgenden Punkte gehören auf deine Checkliste:

  • Strukturierte Daten: Mikrodaten unterstützen Crawler beim Erfassen der Inhalte. Sie müssen jedoch zum Inhalt passen und fehlerfrei sein. 
  • H1 und Zwischenüberschriften: Stimmen Länge und Hierarchie der Überschriften? Enthalten die H-Tags die relevanten Keywords? Sind ausreichend Zwischenüberschriften gesetzt und gibt es nur eine H1? Eine gute Seitenstruktur unterstützt Suchmaschinen und Leser, Inhalte besser zu erfassen.
  • Keywordverteilung: Einige Tools bieten dir einen Überblick über die Verteilung relevanter Keywords auf deiner Seite. Bei einem SEO-Check geht es in erster Linie darum, zu viele Wiederholungen von Suchbegriffen oder zu selten vorkommende Wörter zu entdecken. 
  • Duplicate Content: Potenziell problematisch sind doppelte Inhalte auf deiner Seite. Wenn eine Seite unter verschiedenen Adressen erreichbar ist oder große Teile des Inhalts sich auf mehreren Seiten wiederholen, kann das zu Index- und Rankingproblemen führen. Der Check sollte diesen Punkt umfassen.
  • Links: Gibt es zu viele Links auf einer Seite? Gibt es Dopplungen? Stimmt das Verhältnis von internen und externen Verweisen? Solche Dinge lassen sich ebenfalls bei einem SEO-Check beleuchten. Noch interessanter kann es aber sein, die Anzahl der eingehenden internen Links zu betrachten. Je mehr es gibt, desto relevanter ist diese Seite aus Suchmaschinensicht für das Projekt. Durch solche Infos kannst du nachsteuern.
  • Bilder: Auch Bilder können ein Problem sein. Du solltest prüfen, ob die Dateigröße das schnelle Laden beeinträchtigt. Ebenso sind sprechende Dateinamen, verbreitete Dateiformate und beschreibende Alt-Texte vorteilhaft. Gute Tools zeigen dir, ob es hier Verbesserungsbedarf gibt.

In diesem Bereich geht es in erster Linie darum, Fehler und Mängel zu entdecken. Die inhaltliche Optimierung des Contents ist eine Aufgabe nach einer umfassenden SEO-Analyse. Denn dabei spielen auch Traffic Daten und die Verteilung der Besucherströme über die Seite eine Rolle. 

Rankings: Wie steht die Webseite in der Suche da?

Zum SEO Check gehört ein Blick auf die Rankings. Gibt es hier besonders gute Platzierungen? Wo ist deine Seite für die Keywords zu finden, die du als besonders wichtig betrachtest? Gab es Veränderungen? 

Mit einem Tool wie unserem Position Tracking kannst du deine Platzierungen überwachen. Das trägt dazu bei, dass du starke Veränderungen schnell bemerkst. Fallen Rankings plötzlich ins Bodenlose, kann das neben anderen potenziellen Ursachen ein Hinweis auf technische Probleme sein. Im Zusammenspiel mit weiteren Daten kannst du Rückschlüsse für das weitere Vorgehen ziehen.

Offpage-Check: Gibt es Auffälligkeiten im Linkprofil?

Bisher hast du dich mit den Eckwerten eines SEO-Checks auf der eigenen Seite befasst. Diese Onpage-Betrachtung ist sehr wichtig, denn die Crawler registrieren Fehler und erkennen Probleme. Dennoch solltest du auch einen Offpage-Check durchführen. Dabei prüfst du das Linkprofil deiner Webseite. Die externe Links sollen deine Webseite stützen und ihr Kraft verleihen. Sie können jedoch durchaus das Potenzial haben, das gesamte Projekt negativ zu beeinflussen. 

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Mit unserem Backlink-Analytics erhältst du schnell eine Übersicht, wie viele Links zu deiner Webseite zeigen, wie die Anzahl sich entwickelt hat und ob diese gefährlich wirken

Es gibt mehrere Faktoren, die du zum Beispiel durch unsere Tools Backlink-Analytics und Backlink Audit schnell und komfortabel prüfen kannst. So erkennst du potenzielle Probleme oder gar toxische Links. Folgende Daten gehören zur Checkliste:

  • Anteil der Nofollow-Links: Ein Linkprofil wirkt umso unnatürlicher, je weniger Nofollow-Links davon zu deiner Seite gesetzt sind. Beim SEO-Check prüfst du diesen Anteil mit einem Link-Checker und setzt ihn ins Verhältnis mit Konkurrenzseiten aus der gleichen Branche. 
  • Anteil der Links zur Startseite: Sind fast alle Links auf deine Startseite gesetzt, spricht das außer bei Marken ebenfalls für ein unnatürlich wirkendes Linkbild. Suchmaschinen können darin eine Manipulation sehen. Natürliche Linkprofile haben einen spürbaren Anteil von Verweisen auf Unterseiten eines Projekts. Wie bei „nofollow“ kommt es stark auf die Branche an, deren Anteil üblich ist.
  • Gestaltung der Ankertexte: Links sind besonders wirksam, wenn sie Keywords enthalten. Das kann jedoch dann zu Problemen führen, wenn der Anteil von verlinkten „Moneykeywords“ besonders groß ist. Das sind besonders umkämpfte Begriffe, die viel Umsatz und Traffic versprechen. Je diverser die Ankertexte der Links sind, desto besser ist es. 
  • Qualität der Links: Eine qualitative Bewertung der eingehenden Links ist Aufgabe einer SEO-Analyse. Dennoch solltest du dir die Linkquellen ansehen. Gibt es viele Links aus dem Footer oder der Sidebar von Webseiten? Gibt es auffällige Domains in großer Zahl? Gibt es viele Links von ausländischen Webseiten? Sind die URLs ungewöhnlich lang? Das können Hinweise darauf sein, dass Dritte deine Webseite mit toxischen Spamlinks bombardieren. In diesem Fall solltest du mit einem Tool wie unserem Link Audit die Quellen analysieren. Sind es wirklich Spamlinks und ist die Zahl zu groß, können sie deine Rankings beeinträchtigen. Ein möglicher Weg ist das Disavov-Tool von Google. Damit kannst du unerwünschte Links entwerten lassen. Aber bei diesem Vorgehen ist eine tiefere Analyse mit Sachverstand erforderlich. 
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Mit unserem Tool Backlink Audit kannst du dein Linkprofil unter anderem auf Toxizität prüfen. Die Funktionen erlauben detaillierte Bewertung

Fazit: Ein SEO-Check ist nützlich, um den Ist-Zustand einer Webseite zu bewerten

Bei einem SEO-Check betrachtest du deine Webseite in erster Linie mit den „Augen“ eines Suchmaschinen-Crawlers. Ein regelmäßiges Monitoring der wichtigsten Eckdaten unterstützt dich dabei, Fehler und Probleme schnellstmöglich ausfindig zu machen. So kannst du die technischen Werte verbessern und deine Seite für Suchmaschinen optimieren. 

Einige der gefundenen Daten sind eine gute Ausgangsbasis für weitere Optimierungen. Diese kannst du mit einer SEO-Analyse betrachten. Aus einer eher technischen und quantitativen Betrachtung des SEO-Checks wird dabei eine qualitative Optimierung. 

Im ersten Schritt ist ein regelmäßiger SEO-Check mit Unterstützung von Tools der einfachste und effektivste Weg, deine Webseite für Crawler und Menschen zugänglich zu halten. Das ist die Grundvoraussetzung für gute Rankings und zufriedene Nutzer.

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Seit 5 Jahren verantworte ich das Marketing von Semrush in den deutschsprachigen Ländern. Seit 2010 bin ich ein leidenschaftlicher SEO. Die Kombination aus SEO und Marketing setzte ich bei großen Projekten wie die Implementierung der SEO-Maßnahmen und Marketing-Prozessen bei einem großen Retailer. Dabei betreue ich auch kleine Projekte, denn auch mal Hand anzulegen, das macht mir viel Spass. Meine Erfahrung und mein Wissen teile ich gerne mit dir.
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