SEO-Ranking: Was beeinflusst die Suchmaschinen Platzierungen?

Evgeni Sereda

Nov 10, 202219 min read
SEO-Ranking

Suchmaschinenoptimierung ist ein sehr komplexes Tätigkeitsfeld. Zwei wichtige Hauptziele sind SEO-Ranking und eine für Nutzer interessante Webseite. Bist du dabei erfolgreich, generierst du nachhaltigen organischen Traffic. Das verspricht Interaktionen und Umsätze.

Der Erfolg deiner Webseite hängt dabei davon ab, wie gut du deine Seite auf die Rankingfaktoren ausrichtest. Sprich: Wie perfekt deine Webseite für den Algorithmus von Google und anderen Suchmaschinen optimiert ist. In diesem Ratgeber gehen wir der Sache auf dem Grund. Du erfährst, was SEO Ranking bedeutet, welche Rankingfaktoren es gibt und wie du diese für deine Keywords nutzen kannst. 

Was genau ist SEO-Ranking und wieso unterscheidet sich das nach Suchmaschinen?

SEO-Ranking ist im Grunde das Resultat aus deinen Bemühungen deiner Suchmaschinenoptimierung. Du unterstützt durch SEO den Erfolg deiner Webseite in den Suchmaschinen.

Der Begriff „Ranking“ beschreibt eine Reihenfolge von Webseiten, die Suchmaschinen bei Anfragen von Nutzern zu dem jeweiligen Suchbegriff anzeigen. Je besser deine Webseite zu den Rankingfaktoren passt, desto weiter vorn wird sie angezeigt.

Die Einflussgrößen auf das Ranking sind wichtig. Ziel deiner Arbeit ist es, diese möglichst gut abzudecken. Zusätzlich solltest du die Suchintention von Nutzern durch erstklassigen Content beantworten. Aus diesem Zusammenspiel entstehen gute SEO-Rankings. 

Es gibt einen wichtigen Punkt zu beachten: Die Rankingfaktoren unterscheiden sich von Suchmaschine zu Suchmaschine und von Suchsystem zu Suchsystem. Alle haben einen eigenen Algorithmus und eigene Schwerpunkte. Daher wird deine Webseite in der Regel in den verschiedenen Suchmaschinen unterschiedlich gut abschneiden. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Google mit großem Abstand unangefochtener Marktführer. Daher solltest du speziell die Anforderungen von Google im Blick haben.

Warum ist ein gutes SEO Ranking so wichtig?

Es ist selbst bei gutem SEO-Ranking sehr schwer, Nutzer überhaupt auf deine Webseite zu locken. Zum einen klicken fast alle Nutzer auf Ergebnisse oben auf der ersten Seite der Suchergebnisse. Zum anderen erscheint der erste Platz in der Suche meistens unter mehreren Anzeigen. Jeder weitere Platz weiter hinten kostet dadurch potenziell Klicks. 

Vorderste Plätze bei Suchanfragen sind daher entscheidend für den „organischen Traffic“, also Klicks aus der Suche. Ohne SEO-Bemühungen und ohne Rankings hat deine Seite nur sehr geringe Chancen, überhaupt in die Nähe solcher Besucherströme zu kommen. Genau die sind aber für den Erfolg deiner Webseite wichtig.

Projektstärke unterstützt schnelle Rankings

Ein gutes SEO-Ranking hat einen weiteren großen Vorteil. Wenn deine Seite bereits sehr gute Rankings erzielt hat, wirkt das meistens auch für neue Inhalte förderlich. Du erreichst mit deinem Projekt schneller Top-Platzierungen mit allen weiteren Inhalten. Eine Garantie gibt es nicht, aber das gute SEO-Ranking der restlichen Seite erleichtert den Ausbau der Website.

SEO-Ranking überwachen – mit unseren Tools

Für die Suchmaschinenoptimierung ist es wichtig, das SEO-Ranking zu überwachen. So erhältst du einen Einblick, welche Auswirkungen deine Aktivitäten hatten. Die Rankings deiner Seite kannst du jedoch nicht durch Eingabe in die Suchmaschinen prüfen. Denn die Ergebnisse sind unter anderem vom Standort und deiner Suchhistorie abhängig. Sie sind daher personalisiert und nicht neutral.

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Die Rankingübersicht der deutschen Bundesregierung. Mit unserem Tool Organische Recherche kannst du Top-Keywords und Top-Rankings sowie die Entwicklung schnell erfassen. Ein Klick in den jeweiligen Bereich öffnet detaillierte Übersichten

Um statt personalisierten Ergebnissen die tatsächlichen Rankings abzufragen, sind Monitoring-Tools nützlich. Die Google Search Console liefert dir bereits gute Ergebnisse. Allerdings sind die Resultate als Durchschnittswert dargestellt. Noch besser sind Anwendungen wie unsere Organische Recherche. Damit überwachst du nicht nur die Positionen deiner Platzierungen im Zeitverlauf, sondern du erkennst auch Veränderungen der Platzierungen sowie Details zu den Suchbegriffen. 

Neben Organic Research bietet unsere SEO-Suite viele weitere Funktionen. Mit diesen kannst du unter anderem Unterschiede zu Mitbewerbern (zum Beispiel Keyword Gap) oder Infos zu Keywords (zum Beispiel Keyword Overview und Keyword Magic Tool) abfragen. Auch Position Tracking ist nützlich. Wichtigste Funktionen bieten außerdem Site Audit und der On Page SEO Checker. Diese Tools listen dir Fehler und Hinweise auf, die relevant für das Ranking sein können. Die SEO-Suite bietet eine große Anzahl nützlicher Werkzeuge, um dein SEO-Ranking zu überwachen und zu verbessern. 

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Mit unserem Tool Site Audit kannst du dir Fehler, Warnungen und wie hier Hinweise auflisten lassen. Diese To-do-Liste hat beim Abarbeiten in vielen Fällen einen Einfluss auf Rankingfaktoren

Wie viele Rankingfaktoren gibt es bei Google?

Um deine SEO-Arbeit in die richtige Richtung zu lenken, solltest du dich mit den Rankingfaktoren beschäftigen. Diese sind der Schlüssel für gute Platzierungen. Es gibt nur ein Problem: Google gibt keine Details preis, was der Algorithmus alles umfasst. Verantwortliche von Google erklären zwar immer wieder, wie wichtig hochwertiger Content für Nutzer ist. Das Unternehmen nennt außerdem sporadisch einzelne Faktoren oder bestätigt Dinge, die in den Suchalgorithmus einfließen. Aber es gibt keine offizielle Auflistung oder gar Gewichtung, anhand welcher Faktoren Google die Platzierungen in der Suche bildet.

Was bekannt ist: Es gibt bei Google über 200 einzelne Rankingfaktoren. In der Vergangenheit gab es sogar Äußerungen, dass diese Faktoren teilweise Varianten haben. Es ist daher möglich, dass es bei strikter Abgrenzung der Varianten deutlich mehr als 200 Einflussgrößen gibt. 

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Unser Dashboard (der obere Teil) bietet dir einen Überblick über wichtige Infos und SEO-Metriken. Du erhältst konkrete Vorschläge zur Verbesserung des SEO-Rankings, kannst Fehler erkennen und Daten wie das Position Tracking generieren. Sogar Verknüpfungen mit anderen Anwendungen sind möglich. So erleichterst du dir die Arbeit für ein besseres SEO-Ranking

Da es wenig Konkretes aus offiziellen Quellen gibt, bleibt akribisches Arbeiten ein wichtiger Aspekt guter Suchmaschinenoptimierung. Um ein gutes SEO-Ranking zu erreichen, ist eine Mischung aus Best Practice, eigene Erfahrung und Monitoring sowie Analyse der Änderungen wichtig. An welchen Punkten sich die SEO-Arbeit überhaupt lohnt, zeigt eine Übersicht der bekannten oder vermuteten Rankingfaktoren von Google.

Die wichtigsten Rankingfaktoren für die Suchmaschinenoptimierung

Auch wenn es keine offizielle Liste gibt, lassen sich aus den vergangenen Jahren viele Rückschlüsse aus Äußerungen von Google-Mitarbeitern ziehen. So ergibt sich nach und nach ein Bild, welche Punkte bestätigt sind und welche vermutlich in den Algorithmus einfließen. Die folgende Liste der Rankingfaktoren gibt dir einen guten Überblick, welche Themen besonders relevant für das SEO-Ranking deiner Webseite sind. 

Content Is King – der Inhalt ist mehr als nur ein einziger Rankingfaktor

Der vielleicht wichtigste Punkt für Google ist der Inhalt. Zumindest wiederholen das alle bekannten Repräsentanten des Unternehmens gebetsmühlenartig. Deine Aufgabe sollte es daher sein, hervorragenden, einzigartigen und hilfreichen Content für die Nutzer zu erstellen. Dabei solltest du dich von der Konkurrenz qualitativ abheben und inhaltlich mehr Aspekte einfließen lassen als alle anderen. 

Der Inhalt spielt nicht zuletzt durch die vielen Updates des Algorithmus von Google eine entscheidende Rolle. Die künstliche Intelligenz erkennt immer besser semantische Ähnlichkeiten, eingebundene Medien, Themenrelevanz, Antworten auf Fragen und weitere Faktoren. Dadurch verändert sich die Bewertung des Inhalts stetig – sie wird qualitativer. Ziel von Google ist es, die Nutzerintention und die Suchintention möglichst exakt mit passenden Suchergebnissen zu beantworten. Deine Aufgabe ist es, diese Intention vorherzusehen und durch geeigneten Content zu beantworten.

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Unser On Page SEO Checker hat zu dieser Seite einige Ideen gesammelt. Diese sind potenziell relevant für das Ranking. Neben technischen Vorschlägen findest du hier auch Vorschläge für Semantik und Inhalt, also zum Verbessern des Contents. Dadurch beantwortest du meistens fast automatisch die Nutzerintention besser

Der Ausspruch „Content Is King“ steht sinnbildlich für das, was Google den Nutzern bieten möchte: Antworten auf ihre Fragen. Allerdings ist das Thema zu komplex für einen einzigen Rankingfaktor. Es lässt sich in verschiedene weitere Themen aufsplitten. Unter anderem gehören folgende Faktoren dazu:

  • Hochwertiger Inhalt: Bemühe dich, wirklich gute und informative Texte zu verfassen und hilfreiche Medien bereitzustellen. Achte auf fehlerfreie und grammatikalisch korrekte Texte. Qualität zahlt sich aus.
  • Suchintention: Beantworte die Suchintention mit deinem Text. Wollen Nutzer etwas kaufen oder benötigen sie eine Information oder suchen sie gar eine Adresse? Wenn du diese Intention und die konkreten Fragen beantwortest, hältst Du Nutzer auf deiner Seite. Sie gehen nicht zur Suche zurück. Das wirkt positiv auf deine Rankings und generiert tendenziell Abschlüsse.
  • H1: Die Überschrift, der Seitentitel, ist die wichtigste Formatierung deines Contents. Nutze diese, um das Thema sinnvoll zu beschreiben und deine wichtigsten Keywords in der gebotenen Kürze einzubauen. Die „SEO-H1“ ist ein bestätigter Rankingfaktor.
  • Struktur: Schaffe Struktur in deinem Inhalt. Nutze Formatierungen, Absätze, Listen, Tabellen, Zitate, Medien, Zwischenüberschriften (H2, H3 usw.), um deinen Inhalt leicht erfassbar und konsumierbar zu machen. 
  • Länge: Vergleiche die Textlänge mit der von Mitbewerbern. Die Länge ist vermutlich kein Rankingfaktor. Aber längere Texte schaffen Raum, um mehr adäquate Inhalte unterzubringen. Häufig nützlich: Passe die Länge der von den Top-Suchergebnissen an und ergänze ein oder zwei Absätze zusätzlich. 
  • Lesbarkeit: Achte darauf, dass der Inhalt gut lesbar ist. Nutze zum Beispiel den Fleshindex. Ziel ist es, für die jeweilige Zielgruppe möglichst leicht zu verstehenden Content zu schaffen. Wissenschaftliche Arbeiten dürfen anspruchsvoller zu lesen sein als einfache Bedienungsanleitungen.
  • Keywords: Die Suchbegriffe sollten im Text vorkommen. Damit ist kein Keyword-Stuffing gemeint. Vielmehr solltest du die Keywords an relevanten Stellen – insbesondere vorn, hinten und in Zwischenüberschriften – in gut lesbarer Anzahl einbauen. Nutze dabei auch Synonyme und Beugungen.
  • Relevante Begriffe und Term-Optimierung: Neben deinen Hauptkeywords solltest du relevante Begriffe einbauen, die zum Themenumfeld passen. Diese ergänzen das Keyword durch sinnvolle Wörter. Eine mathematische Term-Optimierung (WDF*IDF) ist möglicherweise ein Ranking-Faktor. Diese Berechnung unterstützt dich aber auch unabhängig davon, nützliche und relevante Begriffe zu finden und im Content zu berücksichtigen. Es ist jedoch nicht erforderlich, dass du genaue Wortzahlen einhältst.
  • Fragen: Stelle und beantworte Fragen. Dadurch kannst du ein Thema aufwerten. Zugleich schaffst du bessere Voraussetzungen, dass deine Seite direkt in der Suche mit passenden Antworten und Infoboxen hervorgehoben wird.
  • Quellen: Nenne deine Quellen. Das Thema ist auch für ausgehende Links wichtig. Durch Referenzen zu Quellen oder Verweise schaffst du zusätzliche Themenrelevanz, Vertrauen und untermauerst die Autorität deiner Seite.

Dein Inhalt kann jedoch auch zu Problemen führen. Ist er zu wenig eigenständig, zu kurz oder mit zu vielen Fehlern versehen, greift der Panda. Dieser Teil des Google-Algorithmus erkennt unter anderem sogenannte schlecht strukturierte Texte, Duplicate Content und „Thin Content“, also „wertlosen“ Inhalt, und schiebt ihn in den Suchergebnissen nach hinten. Das ist ein weiterer Grund, warum du auf erstklassigen Content achten solltest.

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Der On Page SEO Checker listet dir wie für diese verpixelte Webseite übersichtlich alle gefundenen Aufgaben auf, die du abarbeiten kannst. Darunter viele, die deinen Content verbessern können. Die Themen sind nach Kategorie, Ideenbeschreibung, URL und Keyword gruppierbar. So kannst du leichter am SEO-Ranking deiner Webseite arbeiten

Medien: Bilder-SEO für bessere Rankings

Medien sind ebenfalls ein wichtiger Rankingfaktor. Reichere deine Inhalte mit Fotos, Videos und anderen Dateien an. Besonders Bilder sind sehr wichtig. Denn das visuelle Surfen gewinnt nach Einführung der Funktion MUM viele neue Möglichkeiten. Mit guten Bildern kannst du nicht nur deine Themenseite im Ranking stützen, sondern in der Bildersuche neue Zielgruppen erschließen. SEO für Bilder ist ein sehr umfassendes und vielschichtiges Thema. Achte zumindest auf folgende Punkte:

  • Setze Bilder ein, die zum Content passen.
  • Platziere die Bilder in dem Bereich, den sie illustrieren sollen. 
  • Setze Alt-Texte, damit Suchmaschinen und Screenreader eine Beschreibung des Bildmotivs haben. Nutze dabei kurze passende Beschreibungen von ungefähr fünf bis zehn Wörtern, die das Bild beschreiben und deine Keywords beinhalten. 
  • Setze Title-Texte, die das Bildmotiv noch kürzer und prägnanter bezeichnen. Setze auch hier das passende Keyword ein.
  • Setze eine gute Bildunterschrift. Diese sollte die Abbildung beschreiben und Keywords enthalten.
  • Reduziere die Dateigröße so weit, wie es optisch vertretbar ist. Speziell auf Mobilgeräten sind geringe Datenlasten wichtig.
  • Nutze möglichst eigene Fotos, keine Hersteller- oder Stockfotos. Damit punktest du bei Crawlern und Nutzern.
  • Weniger wichtig, aber hilfreich: die richtigen Bildabmessungen. Ideal für Google sind aktuell Seitenverhältnisse von 16:9, 4:3 und 1:1.

E-A-T: Ranking durch Expertise, Autorität, Trust

Das sogenannte E-A-T-Konzept ist seit 2018 ein wichtiger Teil des Google-Algorithmus. Daher sind Expertise, Autorität und Trust (Vertrauen) Rankingfaktoren. Das zugrundeliegende Konzept ist aus den Richtlinien für Quality-Rater herauszulesen. 

E-A-T ist ein sehr komplexes Konzept. Es hängt einerseits sehr eng mit der Qualität des Contents zusammen. Andererseits sind aber auch die Personen dahinter wichtig. Deine Webseite und deine Autoren sollen zu Experten und Autoritäten für ihr Thema werden. Dann vertrauen Nutzer den Inhalten, was Google honoriert. Speziell im sogenannten YMYL-Bereich (Your Money Your Life – unter anderem Gesundheit und Finanzen) ist Expertise zwingend für den Erfolg erforderlich.

Zunächst ist erstklassiger Inhalt erforderlich. Darüber hinaus aber auch eine Zuordnung zu den Autoren und das Anerkennen durch Dritte. Gastartikel, Links, Zitate und Content-Qualität tragen zu einer besseren Bewertung bei. Speziell Brandlinks, also Links mit der Domain oder dem Autorennamen im Linktext, wirken vermutlich positiv. Auch Profilseiten und weitere passende Veröffentlichungen der Autoren tragen zu einem Autoritätsschub bei. 

Es ist nicht einfach, aber arbeite an deiner Expertise zum Thema. Gute thematische Webseiten haben außerdem vermutlich in ihrem Themenfeld Vorteile gegenüber themenoffenen Projekten. Versuche daher, dich mit deinem Projekt zu fokussieren, und vernetze dich in der Branche. 

Absprungrate: Animiere zum Klicken, aber beantworte die Nutzerintention

Ein weiterer Rankingfaktor hängt indirekt mit E-A-T und dem Content zusammen: die Absprungrate. Google misst, wie viele Nutzer nach der Anzeige der Ergebnisse auf welche Seite klicken. Die Annahme: Das angezeigte Snippet hat Nutzer animiert, deine Webseite zu besuchen. Daher ist eine gute Meta-Description wichtig. 

Ebenso misst Google ziemlich sicher aber auch, wie viele Nutzer kurz danach zur Suche zurückkehren. Die Annahme: Die zuerst geklickte Seite hat keine gute oder ausreichend umfassende Antwort auf die Suchintention geliefert. Daher suchen die Nutzer erneut. Aus diesem Grund sollte dein Content hochwertig sein und die Fragen der Nutzer beantworten.

Aus diesem Zusammenspiel ergibt sich die sogenannte Absprungrate oder Bounce-Rate. Je mehr Nutzer nach dem Besuch deiner Webseite zur Suche zurückkehren, umso schlechter ist es. Anders gesagt: Wenn Nutzer nach dem Klick auf dein Snippet nicht zur Suche zurückkehren, ist das ein positives Signal. Deine Seite erreicht dadurch tendenziell ein besseres Ranking. 

Obwohl Google sehr viele Änderungen am Algorithmus zu mehr Nutzerorientierung vollzogen hat, sind nach wie vor Links sehr wichtig. Neben Content sind Verweise zur eigenen Webseite der vielleicht wichtigste bestätigte Rankingfaktor. Das ist auch logisch, denn das gesamte Internet basiert auf ein System aus Verlinkungen von Inhalten. 

Ein Link ist aber mehr als nur ein technischer Verweis. Es spielen viele Details eine Rolle, die auf das Ranking wirken. Die meisten davon hat Google direkt oder indirekt bestätigt. Dazu gehören:

  • Linkziel: Der Link stärkt speziell die verlinkte Seite. Von dort fließt der sogenannte Linkjuice jedoch über dein ganzes Projekt und stützt die gesamte Domain.
  • Linktext: Der verlinkte Text sowie die umliegenden Wörter sind sehr wichtig. Sie fließen in das Ranking der verlinkten Seite für genau diese Begriffe ein. Je häufiger deine Suchbegriffe verlinkt sind, desto eher kann die Unterseite dafür ein gutes SEO-Ranking erreichen.
  • Linkattribut: Manche Links sind mit Linkattributen wie „nofollow“ angereichert. Solche Backlinks haben vermutlich einen geringeren Einfluss. Lange Zeit gab es sogar die Annahme, dass Nofollow-Links gar nicht zählen. Das hat Google inzwischen deutlich abgeschwächt. Sicher ist, dass Nofollow-Links zu einem guten Linkprofil gehören und daher trotz fraglicher Stärke für das Ranking tendenziell positiv zu bewerten sind.
  • Themenrelevanz: Stammt der Link von einer Unterseite oder sogar von einer Domain, die eine enge Themenrelevanz zur verlinkten Seite aufweist, ist das sehr wahrscheinlich ein Pluspunkt für das SEO-Ranking.
  • Stärke der Quelle: Je stärker die Linkquelle ist, desto stärker wirkt ein Link auf deine Seite. Wenn eine Seite gut rankt, viel Traffic hat und eine gewisse Autorität, sind Links besonders wertvoll. 
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Unser Tool Backlink Audit bietet dir eine Übersicht über das Linkprofil deiner Webseite im zeitlichen Verlauf. Du kannst viele Details ergründen. Neben der Anzeige im Bild bietet es dir unter anderem eine Übersicht über die einzelnen Links, die Bewertung der Quellen und die Keywordverteilung. So behältst du die Links zu deinem Projekt im Blick und erkennst Gefahren

Links sind ebenso wie Content auch eine Gefahr. Wirkt das Linkprofil deiner Webseite unnatürlich, droht ein Herabsetzen der Webseite durch den Pinguin-Algorithmus. Gleiches gilt für eine Anhäufung von Linktexten, die aus umkämpften Suchbegriffen bestehen (Money Keys). 

Bei einem Verstoß gegen die Webmaster-Richtlinien, die Links für eine Gegenleistung verbieten, droht sogar ein Penalty. Achte daher auf ein natürliches, organisch gewachsenes Linkprofil, dessen Wachstum du mit guten Inhalten und Content-Marketing unterstützen kannst.

Nicht ganz geklärt ist, ob ausgehende Links ein Rankingfaktor sind. Vermutlich ist das der Fall. Daher ist Linkgeiz der falsche Ansatz, um ein gutes SEO-Ranking zu erreichen. Google betont immer wieder, dass Webseitenbetreiber ihre Quellen nennen und verlinken sollen. Entsprechend sind ausgehende Links sinnvoll. Orientiere dich bei der Umsetzung an den Hinweisen zu Backlinks.

Ähnlich wie die Backlinks haben auch interne Links eine wichtige Aufgabe. Es herrscht in der SEO-Szene weitgehend Einigkeit darüber, dass interne Verweise aus dem Content sich positiv auf das Ranking auswirken. Anders als bei Backlinks besteht dabei keine Gefahr eines algorithmischen Nachteils oder einer Strafe. Zusätzlich kannst du mit einer guten Linkstruktur die Bedeutung deiner Einzelseiten für die Suche steuern. 

  • Linkziel: Der Link stärkt die verlinkte Unterseite. Je mehr interne Links eine Unterseite erhält, desto wichtiger erscheint sie den Suchmaschinen (im Vergleich zu den anderen Projektseiten).
  • Linktext: Der verlinkte Text sowie die umliegenden Wörter stärken das Ranking der Zielseite für die verlinkten Begriffe.
  • Linkattribut: Linkattribute wie „nofollow“ sind bei internen Links ein Nachteil. Setze stattdessen bei Bedarf „noindex“ ein. 
  • Themenrelevanz: Auch bei internen Links spielt das Thema der linkgebenden Seite eine Rolle für die Stärke des Links. Je näher die Themen zusammenhängen, desto besser ist es.
  • Broken Links: Fehlerhafte Links sind ein Problem. User finden das Ziel nicht, sondern landen auf einer 404-Seite. Prüfe daher regelmäßig deine internen Links, um keine Nachteile für das SEO-Ranking deiner Seite befürchten zu müssen.

Die Webseitenstruktur schafft Relevanz für Nutzer und Suchmaschinen

Ein weiterer Faktor, der das Ranking beeinflusst, ist die Webseitenstruktur. Indem du es Crawlern und Nutzern gleichermaßen einfach machst, die Inhalte zu finden, stützt du deine Rankings. Es ist nicht eindeutig, ob und wie stark diese Details in das Ranking einfließen. Sie gehören jedoch zum erprobten „Best Practice“:

  • Navigation: Schaffe eine klare Navigation, über die Nutzer mit maximal zwei, drei Klicks auf jede Unterseite kommen. 
  • Breadcrumbs: Breadcrumbs schaffen Struktur und sorgen für eine zusätzliche interne Verlinkung. 
  • Interne Links: Wie oben erläutert, sind interne Links wichtig, um gezielt Seiten zu stärken.
  • Mikrodaten: Nutze Mikrodaten zur Auszeichnung deines Contents. Diese erleichtern Crawlern das Erfassen deiner Webseite und unterstützen die Anzeige von Infoboxen in den Suchergebnissen.
  • URL-Struktur: Setze sprechende URLs ein. Kurze und prägnante Webadressen erleichtern die Orientierung auf deiner Seite. Keywords in der URL sind jedoch wahrscheinlich kein Rankingfaktor.
  • Sitemap: Eine Sitemap ist kein Rankingfaktor. Aber Crawler finden leichter deine Seiten und erkennen die Hierarchie der Inhalte besser.

Page-Title und Meta-Angaben sind „Pflicht“ für gute Rankings

Meta-Angaben sind teilweise relevant für ein gutes Ranking. Die Meta-Keywords spielen jedoch bei den meisten Suchmaschinen keine Rolle. Google ignoriert diese sogar. Andere Angaben sind indirekt oder direkt wichtig für ein gutes SEO-Ranking. Daher solltest du diese gezielt nutzen. 

  • Page-Title/Meta-Title: Diese Angabe ist ein bestätigter und wichtiger Rankingfaktor. Auf dem kleinen Platz von bis zu ca. 56 – 60 Zeichen solltest du dein wichtigstes Keyword unterbringen. Achte darauf, dass der gesamte Title-Tag nicht „spammy“ wirkt, sondern den Inhalt beschreibt.
  • Meta-Description: Die etwas längere Beschreibung des Seiteninhalts ist kein direkter Rankingfaktor. Nutze diesen Tag, um Nutzer zum Klicken zu animieren. Denn er wird in der Suche eingeblendet. Achte darauf, eine sinnvolle Beschreibung zu nutzen. Sonst ersetzt Google diesen durch eigene Angaben. Da die Klickrate in der Suche wahrscheinlich ein Rankingfaktor ist, sollte die Description optimal sein. 
  • Canonical-Tag: Canonical-Tags kennzeichnen zum einen die korrekte URL der Seite, was Probleme mit Duplicate Content beseitigen kann. Zum anderen verweisen sie auf die zu indexierenden Seiten, sofern dein Projekt mehrere Seiten mit ähnlichem oder gleichem Inhalt oder eine Paginierung für Inhalte hat. Der gezielte Einsatz dieser Angaben hilft dabei, dass die richtigen Seiten ranken und kann daher relevant sein.
  • hreflang: Der Tag zur Spracheinstellung ist wichtig, wenn du eine mehrsprachige Webseite hast. Er fördert keine Rankings. Ein fehlendes oder falsches hreflang-Attribut kann jedoch Rankings negativ beeinflussen. Die korrekte Sprache wird ggf. nicht erkannt oder es entsteht Duplicate Content.

Ladezeiten und technische Details sind Rankingfaktoren

Ein sehr wesentlicher Punkt für das SEO-Ranking sind technische Aspekte. Google weist immer wieder darauf hin, dass die Webseite für mobile Nutzer geeignet sein muss. Das bedingt kleine Dateien, schnelle Ladezeiten und ein responsive Design. Es gibt aber noch mehr. Hier eine Übersicht über einige der wichtigsten technischen SEO-Rankingfaktoren:

  • Mobile first: Google indexiert die mobile Version deiner Webseite. Daher solltest du auch diese optimieren. Die Mobiltauglichkeit ist ein bestätigter Rankingfaktor. Nutze responsive Design, das sich den verschiedenen Displaygrößen harmonisch anpasst. Achte darauf, dass Elemente gut antippbar sind, genug Abstand zwischen den Elementen vorhanden ist und die Schrift groß genug ist. 
  • Ladezeiten: Ein Großteil der Nutzer klickt weg, wenn deine Seite zu langsam lädt. Reduziere die Dateigrößen, lösche nicht benötigte Skripte, reduziere die Bildergrößen und halte deine Webseite schlank. Auch gutes Caching und ein schnellerer Server können hilfreich sein. Die Ladezeit ist ein Rankingfaktor. Wie relevant er für die Suchergebnisse ist, bleibt unklar. Annahmen sind, dass die Ladezeit bei sonst ähnlichen Seiten den Ausschlag gibt und nur bei sehr langsamen Webseiten das Ranking beeinträchtigt.
  • Sichere Verbindungen: Inzwischen laufen die meisten Webseiten auf einer sicheren Verbindung über das Protokoll „https“. Google hat bestätigt, dass die Verschlüsselung der Verbindung ein Rankingfaktor ist. 
  • Aktuelles System: Dein CMS oder Shopsystem ist grundsätzlich kein Rankingfaktor. Halte es jedoch stets aktuell. Das gilt auch für Updates der Plugins und Module. Veraltete Systeme könnten nämlich zu einem Rankingnachteil führen. 
  • Viren/Schadcode: Solltest du gehackt worden sein und deine Webseite Schadcode verteilen, ist dies ein negativer Rankingfaktor. Achte daher auf ein sicheres System und prüfe deine Webseite regelmäßig. Die Ursachen von Hacks solltest du zudem sofort beheben. Denn Google sieht sonst wegen der Gefahr für Nutzer keinen Grund, deine Webseite überhaupt in der Suche zu berücksichtigen.

Zweifelsfall Social Media: wahrscheinlich kein Rankingfaktor 

Es gibt immer wieder Gerüchte, dass Social-Media-Profile und Beiträge relevant für das Ranking sind. Es gibt Studien, die eine klare Korrelation von Rankings und großem Zuspruch in sozialen Netzwerken zeigen. Allerdings ist eine Kausalität bisher unbewiesen. 

Der gesamte Bereich Social Media ist wahrscheinlich kein direkter Rankingfaktor. Das hat auch Google mehrfach erklärt. Aber es ist möglich, dass erfolgreiche Profile, viele Likes und Interaktionen zu einem größeren Vertrauen und zu einem positiven Effekt auf den E-A-T-Ansatz führen können. 

Soziale Netzwerke können aber noch mehr: Du kannst durch gute Postings Links gewinnen, Verkäufe, Leads und Interaktionen erzielen und Besucherströme generieren. All das kann indirekt zu einem besseren SEO-Ranking führen. 

Welche Rankingfaktoren sind für local SEO besonders wichtig?

Die genannten Rankingfaktoren sind relevant für die organische globale Suche. Sie zählen auch für lokale Ergebnisse. Allerdings kommen für lokale Suchergebnisse einige Rankingfaktoren dazu. Mit diesen möchte Google den regionalen oder lokalen Charakter der Suchintention beantworten. Die zusätzlichen Faktoren geben in vielen Fällen den Ausschlag für das lokale SEO-Ranking.

Wenn du ein lokales Business betreibst, ist es dein Bestreben, in deinem Ort oder der Region gut gefunden zu werden. Handwerksbetriebe, Ladengeschäfte und viele andere Unternehmen sind speziell vor Ort aktiv. Das gilt umgekehrt auch für potenzielle Kunden. In vielen Fällen möchten die Menschen nicht wissen, wer deutschlandweit ganz vorn in der Suche platziert ist. Sie suchen vielmehr einen Anbieter vor Ort. 

Die lokale Relevanz von Suchergebnissen lässt sich ebenfalls mit guter Suchmaschinenoptimierung beeinflussen. Zu den vermuteten oder bestätigten Rankingfaktoren zählen unter anderem die folgenden Punkte.

Schaffe und stärke den lokalen Bezug der Webseite

Deine Webseite sollte einen klar erkennbaren lokalen oder regionalen Bezug haben. Nur so kann Google sie für entsprechende Suchanfragen anzeigen. Das erreichst du mit folgenden Maßnahmen:

  • Nennen der Stadt oder Region im Text und in den Meta-Daten,
  • Veröffentlichen und indexieren von Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Anfahrtsplan usw.;
  • Eintrag in Google MyBusiness mit möglichst vielen Angaben. 
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Mit unserem Lokal SEO Listing Management findest du Verzeichnisse und Branchenbücher, um deine lokale Präsenz zu stärken. Bei dieser Webseite ist noch einiges zu erledigen

Zusätzlich ist es ratsam, die Stärke vor Ort herauszuarbeiten. Dabei helfen dir folgende Aktivitäten:

  • Eintrag in weitere örtliche Branchenbücher und Unternehmenslisten;
  • Links von regionalen Webseiten;
  • regionale Presseberichte;
  • Kundenbewertungen bei Google Unternehmensprofil (früher Google My Business) und Bewertungsportalen;
  • Teilnahme an regionalen Netzwerken.

Alle Maßnahmen führen direkt oder indirekt dazu, dass Google die Webseite als relevant für die Region ansieht. Je stärker deine Aktivitäten regional ausgerichtet sind, desto stärker solltest du an diesen Punkten arbeiten. So erreichst du ein gutes lokales und regionales SEO-Ranking.

Aber Achtung: Sei vorsichtig mit einer Vielzahl von lokalen Landingpages. Wenn diese mit gleichem oder ähnlichem Text deine Dienstleistung für verschiedene Städte beschreiben, wirkt das negativ. Lokale Angebotsseiten sind nützlich, aber zu viele zu gleiche Seiten sind ein Spamsignal.

Du kannst das SEO-Ranking deiner Webseite beeinflussen

Wenn du dich mit diesen Rankingfaktoren beschäftigst und das Zusammenwirken von Content und Nutzerintention verstehst, erreichst du ein gutes SEO-Ranking. Es gibt eine Fülle von Details, die sich auf die Platzierung in der Suche auswirken können. Mit unseren Tools behältst du leichter die Übersicht und kannst Schritt für Schritt die kleinen und großen Stellschrauben nachjustieren. Diese kontinuierliche Suchmaschinenoptimierung zahlt sich mit einem guten Ranking aus.

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Seit 5 Jahren verantworte ich das Marketing von Semrush in den deutschsprachigen Ländern. Seit 2010 bin ich ein leidenschaftlicher SEO. Die Kombination aus SEO und Marketing setzte ich bei großen Projekten wie die Implementierung der SEO-Maßnahmen und Marketing-Prozessen bei einem großen Retailer. Dabei betreue ich auch kleine Projekte, denn auch mal Hand anzulegen, das macht mir viel Spass. Meine Erfahrung und mein Wissen teile ich gerne mit dir.
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