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Weiterleitungen und URL-Redirects: Die große und einfache Erklärung

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Weiterleitungen und URL-Redirects: Die große und einfache Erklärung

Weiterleitungen bzw. die URL-Redirects sind dazu da, sowohl Website-Besucher als auch Suchmaschinen von einer Seite auf eine andere zu führen, wenn Content an einen neuen Ort verschoben, eine Seite von einer Website gelöscht oder auch die Domain gewechselt wurde.

Für verschiedene Szenarien wurden eine Reihe unterschiedlicher Arten von Weiterleitungen (Englisch "Redirects") geschaffen, und für Seitenbetreiber ist es wichtig, jeweils die richtige auszuwählen.

In diesem Leitfaden verrate ich dir alles, was du über das Thema wissen musst, beantworte häufig gestellte Fragen und erkläre dir, welchen Typ von Redirect du in verschiedenen Szenarien verwenden solltest.

Im Einzelnen gehe ich auf Folgendes ein:

Was sind URL-Redirects und Weiterleitungen?

Weiterleitungen sind ganz einfach eine Möglichkeit, Traffic (oder Suchmaschinen-Bots) von einer URL zu einer anderen weiterzuleiten, wenn das Original nicht mehr vorhanden ist.

Wird dies versäumt, sehen Nutzer eine Fehlermeldung, die auf einer verschobenen oder gelöschten Seite landen.

404-Fehlerseite von Semrush

Warum sind Weiterleitungen wichtig? 

Sie sind sowohl im Hinblick auf die SEO als auch die Nutzerfreundlichkeit von entscheidender Bedeutung, da weder Besucher noch Suchmaschinen ins Leere laufen wollen, weil eine Seite nicht mehr existiert.

Auf eine Fehlerseite zu stoßen, wenn man eine bestimmte Content-Seite erwartet, ist kein positives Erlebnis. Es kann dazu führen, dass diese Nutzer die Website verlassen, und senkt massiv die Chancen, sie in Kunden oder auch nur Newsletter-Abonnenten zu verwandeln.

Wenn du aber eine Weiterleitung zur neuen URL verwendest, hast du einen zufriedenen Besucher, der immer noch dort landet, wo er hin wollte, nur unter einer anderen URL. Du hast ihn direkt von Seite A auf Seite B geführt.

Verwechsle die Weiterleitung nicht mit den Canonicals. Die Canonical URLs sind mehr oder weniger eine Empfehlung für Google. Er muss dieser Anweisung nicht folgen. Dagegen sind Weiterleitungen eine sicherere Variante.

Wenn eine Seite einen 404-Statuscode zurücksendet (oder einen anderen Nicht-gefunden-Fehler, etwa einen 410er), wird sie von Suchmaschinen schnell aus dem Index entfernt. Ihre ehemaligen Rankings sind dann verloren.

Auch wenn eine Seite nur vorübergehend verschoben wird, solltest du die Suchmaschinen-Bots darüber informieren.

Vergessen wir auch nicht, dass Backlinks, die auf eine 404-Seite verweisen, vom Algorithmus nicht gezählt werden und daher vergeudet sind. Dies kommt tatsächlich vor - eine Analyse von Websites weltweit beliebter Marken ergab, dass buchstäblich Tausende von Links aufgrund dieses Problems wertlos sind.

Ob du deine Website umbaust und die URL-Struktur sich ändert, ob du auf eine neue Domain wechselst oder alte Inhalte routinemäßig bereinigst - in jedem Fall solltest du wissen, wie wichtig Weiterleitungen sind, wann du sie verwenden solltest und welcher Typ für jedes Szenario der richtige ist. 

Wann Weiterleitungen einsetzen?

Schicke Besucher per Redirect zur neuen Adresse, wenn:

  • Du die URL einer Webseite verschiebst (von URL A nach URL B).
  • Du eine Seite löschst, die Traffic empfängt oder Ziel von Backlinks ist.
  • Du deine Website renovierst und die Struktur sich ändert.
  • Du deine Website auf eine neue Domain verschiebst.
  • Zu zwei oder mehr Websites zusammenführst.
  • Du von HTTP zu HTTPS migrierst.
  • Du verhindern willst, dass Seitenversionen mit abschließenden Schrägstrichen oder Nicht-WWW-URLs als doppelte Inhalte gewertet werden.

Manchmal wirst du nur eine einzelne URL, einige wenige URLs oder ein Verzeichnis weiterleiten wollen. In anderen Fällen sind ganze Domains betroffen. Je nach Situation und Ziel sind verschiedene Arten von Redirect zu verwenden.

Welche Arten von Redirects gibt es?

Die richtige Art des Redirects hängt davon ab, warum die Maßnahme überhaupt nötig ist und ob der Umzug vorübergehend oder dauerhaft ist.

Wenn du die verschiedenen Optionen für Weiterleitungen kennst, verwendest du in jedem Szenario die richtige und vermeidest Probleme mit SEO oder User Experience. 

Beachte jedoch, dass die Verwendung einer falschen Art von Weiterleitung in seltenen Fällen zu einem Verlust der Suchmaschinen-Rankings führen kann, ebenso wie das Versäumnis, überhaupt Redirects zu implementieren.

Wenn du in einer komplexen Situation nicht weißt, welchen Typ du verwenden musst, um Probleme zu vermeiden, oder ob überhaupt Handlungsbedarf besteht, hole am besten den Rat eines erfahrenen SEO-Spezialisten ein.

HTTP-Weiterleitungen

Die vielleicht am häufigsten verwendete Art von Redirect sind HTTP-Weiterleitungen.

Das W3C erklärt diese wie folgt: "Eine HTTP-Weiterleitung ist eine umfassendere Möglichkeit zur Weiterleitung, da der User-Agent mehr Informationen als nur die neue Adresse erhält: Der Server gibt auch einige Informationen über den Zweck und die Art der Weiterleitung an, was es dem User-Agent ermöglicht sich je nachdem unterschiedlich zu verhalten."

Und es sind diese Informationen, die HTTP-Weiterleitungen so beliebt machen.

Doch welches sind nun die verschiedenen Arten von HTTP-Weiterleitung und welche solltest du wann verwenden?

Welche URL-Redirect/Weiterleitung ist dir richtige? Welche URL-Redirect/Weiterleitung ist dir richtige?

Statuscode 301 (dauerhaft verschoben)

Eine 301-Weiterleitung zeigt an, dass der Inhalt der ursprünglichen URL dauerhaft auf eine neue URL verschoben wurde.

Verwende sie, wenn du Benutzer und Suchmaschinen an einen neuen Ort weiterleiten musst und die ursprüngliche URL nicht wiederhergestellt wird.

Dies sind bei Weitem die gebräuchlichsten Weiterleitungen und eine der wichtigsten Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung, da sie nicht nur Benutzer weiterleiten, sondern auch PageRank vererben können. 

Dies bedeutet, dass sie in den meisten Fällen die Seitenautorität weitergeben, die von den Backlinks hereinkommt, sofern das Thema der neuen Seite gut mit dem Original übereinstimmt.

Statuscode 302 (gefunden und vorübergehend verschoben)

Eine 302-Weiterleitung führt einen Benutzer von Seite A auf Seite B, signalisiert dabei jedoch, dass die Verschiebung des Inhalts nur vorübergehend ist und die ursprüngliche URL später wiederhergestellt wird.

In der Vergangenheit haben 302-Weiterleitungen keinen PageRank weitergegeben und waren daher dafür bekannt, SEO-Probleme zu verursachen. 

Im Jahr 2016 wurde bestätigt, dass dies nicht mehr der Fall war und dass 302er tatsächlich Link-Autorität weitergeben. John Mueller von Google erklärte:

Es ist nicht korrekt, dass 302-Weiterleitungen keinen PageRank weitergeben. Das ist ein Mythos.

— John Mueller, Google

302er sollten nur verwendet werden, wenn die Verschiebung vorübergehend ist, zum Beispiel, weil du ein neues Seitentemplate A/B-testest oder Nutzer basierend auf ihrem Standort oder genutzten Gerät zu einer anderen URL weiterleiten willst.

Viele SEO-Spezialisten glauben auch, dass Google 302-Weiterleitungen wie 301er behandelt, wenn sie für längere Zeit unverändert bestehen bleiben. Ihr Zweck und die Art und Weise, wie mit ihnen umgegangen wird, sind jedoch sehr unterschiedlich, auch wenn PageRank fließt.

Wenn ein Statuscode 301 gesendet wird, werden die URLs im Google-Index konsolidiert. Mit 302ern bleibt das Original dagegen indexiert und behält seine Rankings. Überlege dir also sorgfältig, ob ein Umzug dauerhaft ist oder nicht, bevor du dich für die 301 oder die 302 entscheidest.

Dies sind bei weitem die beiden häufigsten Arten der Weiterleitung, aber es gibt auch andere Varianten, auf die man gelegentlich stößt.

Statuscode 303 (See Other)

Während im Zusammenhang mit SEO selten darüber gesprochen wird (weil sie einfach wenig damit zu tun haben), können 303-Weiterleitungen verwendet werden, um anzuzeigen, dass die Weiterleitungen nicht auf die kürzlich aktualisierten Ressourcen führen, sondern auf eine andere Seite, etwa eine Bestätigungs- oder eine Upload-Fortschrittsseite.

So lässt sich beispielsweise verhindern, dass der Inhalt eines Formulars erneut gesendet wird, wenn ein Benutzer auf die Zurück-Schaltfläche seines Browsers klickt.

Statuscode 307 (vorübergehend verschoben)

Eine 307-Weiterleitung ist einer 302er sehr ähnlich und ihr Äquivalent in HTTP 1.1. Sie kann verwendet werden, wenn eine URL vorübergehend weitergeleitet werden muss.

Die Verwendungsszenarien sind größtenteils dieselben wie bei der 302er. Es wird jedoch angenommen, dass 307er keinen PageRank weitergeben, und daher sollten sie nach Möglichkeit vermieden und stattdessen 302er verwendet werden.

Statuscode 308 (dauerhaft verschoben)

Wie du dir vielleicht schon dachtest, ist eine 308-Weiterleitung das dauerhafte Äquivalent einer 307er und sollte aus denselben Gründen aus SEO-Sicht nach Möglichkeit vermieden werden.

Bleibe bei 301-Weiterleitungen, soweit möglich.

JavaScript

Du kannst auch JavaScript verwenden, um Benutzer und Suchmaschinen von einer Seite zur anderen weiterzuleiten. Google konnte diese Weiterleitungen lange Zeit nicht so gut erkennen wie die serverseitigen HTTP-Varianten.

John Mueller bestätigte jedoch 2019: "Wir unterstützen JavaScript-Weiterleitungen verschiedener Art und folgen ihnen ähnlich wie serverseitigen."

Google ist ziemlich gut darin geworden, JavaScript zu rendern. Daher sollten die Bedenken über diese Art von Redirects nicht mehr im selben Maß angebracht sein wie früher. Es gibt Beweise dafür, dass sie auch PageRank weitergeben. 

Meta Refresh

HTTP-Weiterleitungen werden serverseitig behandelt. Im Unterschied dazu ist es auch möglich, Nutzer auf Client-Seite (im Browser) zu einer anderen Adresse weiterzuleiten.

Dies wird als Meta-Refresh-Weiterleitung bezeichnet. Dabei weist ein Meta-Tag im Abschnitt <head></head> einer Seite den Browser an, nach einer bestimmten Zeit zu einer anderen Seite zu wechseln.

Dies wird oft in Verbindung mit einem Countdown umgesetzt, der den Nutzer darüber informiert, dass er in einigen Sekunden zu einer anderen Seite gelangt.

Google hat bestätigt, dass diese Weiterleitungen wie alle anderen behandelt werden. Probleme bestehen hier nur bei der Nutzerfreundlichkeit, weil der Prozess Zeit braucht und die Originalseite im Browserverlauf gespeichert bleibt.

Damit Meta Refreshs wie 301er behandelt werden, sollte die festgelegte Dauer entweder 0 oder 1 Sekunde(n) betragen.

Beliebte Möglichkeiten der Implementierung von Weiterleitungen

Wie Weiterleitungen implementiert werden, hängt von der Konfiguration des Webservers und dem CMS ab. Folgendes sind einige der am häufigsten genutzten Methoden:

Wie oben erwähnt, sind auch Meta-Refresh- und JavaScript-Weiterleitungen (sowie PHP-Weiterleitungen) mögliche Alternativen. Sie gelten jedoch nicht als SEO-freundliche Lösungen.

Wie richtet man Weiterleitungen korrekt ein?

Auch wer die Bedeutung von Weiterleitungen verstanden hat, kann bei der Umsetzung noch Fehler machen, die sich auf die SEO und die Nutzerfreundlichkeit auswirken. Es ist nützlich, über einige Probleme Bescheid zu wissen, die immer wieder auftreten, um sie auf eigenen oder Kunden-Websites vermeiden zu können.

Stets zu passenden Inhalten weiterleiten

Wenn du von einer Seite auf eine andere weiterleitest, sollte der Inhalt der neuen Seite möglichst genau mit dem der alten übereinstimmen. Andernfalls wird die Weiterleitung wahrscheinlich als weicher 404-Fehler behandelt.

Wenn ein Nutzer auf einen Link klickt, um eine Shop-Seite zu besuchen, auf der rote Kleider verkauft werden, will er diese Kleider sehen - und nicht auf eine Jeans-Seite weitergeleitet werden. Wenn keine roten Kleider mehr im Sortiment sind, könnte beispielsweise eine Weiterleitung zur Kleider-Kategorie sinnvoll sein.

Weiterleitungsketten und -schleifen vermeiden

Weiterleitungsketten und -schleifen treten relativ häufig auf. Eine Studie über Fehler bei der internen Verlinkung hat gezeigt, dass 8,3 % der Websites mit diesen Problemen behaftet sind.

Chart showing redirect chain and loop mistakes

Eine Weiterleitungskette ist ganz einfach gegeben, wenn ein Nutzer zwischen der ursprünglichen und der Ziel-URL mehr als einmal weitergeleitet wird. Dazu kommt es häufig infolge von Website-Migrationen.

Angenommen, deine Über-uns-Seite befand sich früher auf /ueber-das-unternehmen/ (A) und wechselte dann zu /wir-ueber-uns/ (B). Nun hast du eine neue Website gestartet und die URL dieser Seite in /ueber-uns/ (C) geändert.

Wenn A zu B und dann B zu C weiterleitet, ist eine Weiterleitungskette entstanden.

Dies ist unnötig und sollte vermieden werden. Wenn du Weiterleitungsketten auf deinen Websites vorfindest, aktualisiere die Redirects so, dass Nutzer direkt von A nach C gelangen, auch wenn es zusätzlich nötig ist, von B nach C weiterzuleiten.

Eine Weiterleitungsschleife zeichnet sich dadurch aus, dass das Ziel nicht erreicht wird. Stell dir vor, du willst von A auf C weiterleiten, aber C leitet auch auf A weiter. Auch dies sollte vermieden werden, da Besucher und Suchmaschinen so nicht zum Ziel kommen.

Mit dem Semrush Site Audit kannst du Probleme aufspüren und analysieren, die durch Weiterleitungsketten und -schleifen verursacht werden.

redirect chains and loops

Interne Weiterleitungen meiden

Wenn man die URL einer Seite ändert, ist es manchmal allzu leicht zu vergessen, interne Links zu aktualisieren, damit sie auf die neue Adresse verweisen, insbesondere wenn Weiterleitungen vorhanden sind.

Diese Weiterleitungen sind aber unnötig, da du die volle Kontrolle über deine internen Links hast. Aktualisiere interne Links also besser direkt, statt Nutzer weiterzuleiten.

302-Weiterleitungen nur für vorübergehende Umzüge verwenden

Oben wurde bereits erwähnt, dass Suchmaschinen 301- und 302-Weiterleitungen unterschiedlich behandeln. Hier gilt es sorgfältig den geeigneten Typ für jedes Szenario auszuwählen.

Dies bedeutet im Allgemeinen, 302-Weiterleitungen nur dann zu verwenden, wenn die Verschiebung vorübergehend ist und nicht langfristig erhalten bleibt.

Einer der praktischen Gründe dafür ist, dass Seiten mit 302-Weiterleitungen nicht aus dem Google-Index verschwinden.

Die oben genannte Semrush-Studie ergab, dass 32,2 % der Websites vorübergehende Weiterleitungen falsch verwenden, wobei eine durchschnittliche Website auf 1,42 % ihrer Seiten eine solche einsetzt.

A chart showing temporary redirect issues

Duplikate vermeiden mit Weiterleitungen

Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Website unter mehreren URL-Varianten (mit und ohne WWW, unter HTTP und HTTPS usw.) erreichbar ist. Dies ist leicht zu beheben, indem alle Varianten auf eine einzige kanonische URL weitergeleitet werden.

Richte in jedem Fall Weiterleitungen ein, um die Dopplung von URLs durch folgende Faktoren zu vermeiden:

  • Versionen mit und ohne WWW
  • HTTP und HTTPS
  • URLs mit und ohne abschließenden Schrägstrich (/)
  • URLs mit und ohne Großbuchstaben

Mit Weiterleitungen 404-Fehler durch Links vermeiden und verlorene Linkautorität zurückgewinnen

Wusstest du, dass Google Backlinks ignoriert, deren Ziel 404-Fehler zurückgibt?

Mit Semrush Backlink-Analytics findest du Seiten, auf denen eingehende Links einen 404-Fehler erzeugen.

Rufe einfach im fertigen Bericht die Registerkarte Indexierte Seiten auf und setze ein Häkchen bei der Option "Fehler in Ziel-URL". Du erhältst nun eine Liste mit URLs, auf die Links verweisen und die einen 404-Fehler zurückgeben. Richte 301-Weiterleitungen ein, um Nutzer und Robots von diesen nicht mehr vorhandenen Seiten auf ähnliche Inhalte zu führen und die verlorene Linkautorität zurückzugewinnen.

Semrush: Linkziele, die einen 404-Fehler zurückgeben

Häufig gestellte Fragen zu Weiterleitungen

Wir haben uns angesehen, was Weiterleitungen sind, welche verschiedenen Typen es gibt und wie sich häufige Probleme in diesem Zusammenhang vermeiden lassen. Nun wollen wir noch einige der am häufigsten gestellten Fragen zum Thema beantworten.

Geben Weiterleitungen PageRank weiter?

Ja.

Wenn die Inhalte der ursprünglichen und der neuen Seite stark übereinstimmen, wird der PageRank durch die Weiterleitung vererbt, sogar wenn es eine 302-Weiterleitung ist. Wenn die Inhalte nicht übereinstimmen, wird die Weiterleitung als weicher 404-Fehler klassifiziert und kein PageRank vererbt.

Bevorzugt sollten jedoch 301-Weiterleitungen verwendet werden, wenn Linkautorität auf eine neue URL übergehen soll.

Sind Weiterleitungen schädlich für die SEO?

Nein, Weiterleitungen sind nicht schädlich für die SEO.

In vieler Hinsicht sind sie bei richtiger Verwendung genau das Gegenteil.

Stell es dir so vor: Wenn du bei der Verschiebung oder Entfernung einer URL keine Weiterleitungen einrichtest, gelangen weder Nutzer noch Suchmaschinen von der alten URL auf die neue. Dies kann dazu führen, dass du Keyword-Rankings verlierst und Benutzer die Website schnell wieder verlassen.

Weiterleitungen helfen, diese Probleme zu vermeiden.

Sie sollten aber auch nicht im Übermaß vorkommen. Weiterleitungsketten und -schleifen sollten vermieden werden. 

Wie lange sollten Weiterleitungen bestehen bleiben?

Dies ist ein häufig diskutiertes Thema unter SEO-Spezialisten. John Mueller von Google hat bestätigt, dass "nach einigen Jahren häufig nicht mehr auf die alten URLs zugegriffen wird und diese Weiterleitungen gelöscht werden können".

Basierend auf Johns Ratschlag und anderen Erfahrungen empfehlen wir, Weiterleitungen mindestens drei Jahre lang beizubehalten. Wenn es um keine hohe Anzahl geht, schadet auch ein längerer Zeitraum nicht. 

Wie teste ich Weiterleitungen?

Manchmal sieht man, dass eine Weiterleitung vorhanden ist, da man beim Aufrufen einer URL zur einer anderen gelangt. Doch wie kannst du Weiterleitungen testen, um herauszufinden, ob sie richtig funktionieren, oder auch, ob es 301er oder 302er sind?

Du siehst sowohl vorübergehende als auch dauerhafte Weiterleitungen in deinem Site Audit und in der Google Search Console.

Wenn du eine bestimmte URL testen willst, kannst du ein Tool wie httpstatus.io verwenden.

Fazit

Weiterleitungen sind ein wesentlicher Bestandteil der SEO, aber ihre Verwendung geht weit darüber hinaus.

Weiterleitungen sind nötig, wann immer sich die Adresse einer Webseite ändert. Wenn sie fehlen, gelangen Nutzer und Suchmaschinen nicht an ihr (neues) Ziel. Dies kann zu SEO-Problemen und abspringenden Besuchern führen.

Nimm dir Zeit, um zu verstehen, wie Weiterleitungen funktionieren, lerne die verschiedenen Typen kennen, die zur Auswahl stehen, und probiere sie aus. Dann kannst du sie bald richtig implementieren und die häufig auftretenden Probleme in diesem Zusammenhang vermeiden.


Vergiss nicht, das Semrush Site Audit auszuprobieren, das eventuelle Probleme deiner Website mit Weiterleitungsketten und -schleifen aufzeigt - und vieles mehr.

James Brockbank
Legende

Es hierhin zu schaffen, ist ganz und gar nicht leicht!

James is Managing Director of award-winning digital PR and SEO agency, Digitaloft, and has been involved in search marketing since the mid-2000s. He's a regular writer on topics including link building, content marketing and eCommerce, having previously contributed to the likes of Search Engine Journal.
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