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Erika Varagouli

WordPress-SEO: Checkliste 2020 mit Plugin und Tipps

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Erika Varagouli
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WordPress-SEO: Checkliste 2020 mit Plugin und Tipps

Wenn Sie WordPress als Content Management System (CMS) für Ihre Website ausgewählt haben, sind vielleicht die starken SEO-Funktionen der Plattform ein Grund dafür. Tatsächlich genügt ein Blick auf die Liste der "beeindruckenden Funktionen" auf der WordPress-Homepage, um zu sehen, dass sich die Software ihrer SEO-Freundlichkeit rühmt:

WordPress-Funktionen

Das heißt aber nicht, dass die Einrichtung einer WordPress-Website schon ausreichen würde, um Top-Rankings zu erreichen. Es ist immer noch fundiertes Wissen über die richtigen SEO-Taktiken nötig.

ie gute Nachricht ist aber, dass WordPress Ihnen die Umsetzung leicht macht, sodass auch Anfänger damit schnell Traffic von Google gewinnen können.

WordPress verfügt über viele Funktionen zur Umsetzung von Best Practices der SEO, um Ihnen das Leben zu erleichtern. So können Sie sich auf die Aufgaben konzentrieren, die einen echten Unterschied für Ihr Ranking und Ihre organische Sichtbarkeit bedeuten.

Im Folgenden haben wir unsere besten SEO-Tipps für WordPress zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Website für größtmöglichen SEO-Erfolg optimieren können. Vorab ein Wort der Warnung: Diese Tipps und Tricks richten sich an Nutzer mit selbst gehosteten WordPress-Websites. Mit einer auf WordPress.com gehosteten Website lassen sie sich leider nicht umsetzen. 

Was ist WordPress?

WordPress ist das weltweit beliebteste Content-Management-System, das 35 % des gesamten Internets ausmacht und wahrscheinlich vielen Websites zugrunde liegt, die Sie jeden Tag nutzen. Sogar die Rolling Stones verwenden WordPress für ihre offizielle Website.

WordPress begann 2003 als Blogging-Plattform, entwickelte sich jedoch schnell zu einer leistungsstarken und flexiblen Lösung für den Betrieb ganzer Websites. Im Jahr 2020 wird WordPress längst auch als E-Commerce-Lösung verwendet.

Warum ist WordPress so beliebt? 

Viele Seitenbetreiber entscheiden sich aus diesen Gründen für WordPress:

  • Es ist simpel und leicht zu bedienen. Sie müssen kein Entwickler sein, um eine WordPress-Website zu starten, und sie ist selbst für Anfänger äußerst benutzerfreundlich.

  • Es ist flexibel und anpassungsfähig. Mit buchstäblich Tausenden von verfügbaren Themes, viele davon kostenlos, können Sie WordPress ganz an Ihre Bedürfnisse anpassen. Gleichzeitig lässt sich die Kernfunktionalität mit einem von mehr als 55.000 verfügbaren Plugins erweitern. Auch vollständig maßgeschneiderte Themes sind möglich, sodass Sie mit WordPress auch individuelle und einzigartige Websites erstellen können, wenn Sie ein erfahrener PHP-Entwickler sind oder sich von einem Profi helfen lassen.

  • Es ist Open Source und hat eine engagierte Community hinter sich. Von Support-Foren bis hin zu leicht verständlicher Dokumentation gibt es viele Möglichkeiten, sich helfen zu lassen, wie einfach oder komplex das Problem auch sein mag.

Natürlich ist WordPress dennoch nicht für jeden die richtige Plattform. Für manche Bedürfnisse sind andere CMS-Optionen eher geeignet. Häufig genannte Nachteile von WordPress sind etwa die hohe Update-Frequenz, potenzielle Schwachstellen (wenn Sie Ihre Website nicht auf dem neuesten Stand halten) und die relativ steile Lernkurve, wenn es darum geht, selbst entwickelnde Themes zu verwenden. Doch für die meisten Anforderungen ist es eine äußerst leistungsfähige Plattform, die auch eine hervorragende Grundlage für den SEO-Erfolg bietet. 

Was ist WordPress-SEO?

WordPress allein ist noch kein Garant für eine solide SEO-Strategie. Ob Sie gute Ränge erreichen oder nicht, entscheidet sich nicht am CMS, sofern Ihre Website nicht CMS-bedingt unter schweren technischen Problemen leidet. WordPress spart Zeit und hilft, auch ohne viel Erfahrung die Best Practices einzuhalten, doch Sie müssen immer noch die nötige Arbeit investieren, um sich gute Google-Rankings zu verdienen.

Die wesentlichen SEO-Taktiken sind mit WordPress nicht anders als ohne. Hochwertige Inhalte, seriöse Backlinks und eine gut optimierte, technisch fehlerfreie Website sind immer noch unverzichtbar. Mit WordPress können Sie jedoch sofort viele der Grundlagen abdecken, die Ihrer Website beim Ranking helfen. Im Folgenden finden Sie Tipps und Tricks für ein möglichst schnelles Traffic-Wachstum auf WordPress. 

Erste Schritte: Grundlagen der SEO für Wordpress

Bevor Sie lernen, wie Sie Ihre WordPress-Webseite richtig optimieren und Ihren organischen Traffic steigern können, sind einige Grundlagen zu beachten, damit Ihre Website stabil läuft.

1. Einen zuverlässigen Hosting-Provider wählen

Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Website bei einem zuverlässigen Anbieter hosten. Ladezeit (siehe Google Pagespeed Insights ), Erreichbarkeit und Sicherheit der Website sind wichtige Gründe für eine sorgfältige Anbieterauswahl.

Die Ladezeit wirkt sich direkt auf die SEO-Leistung Ihrer Website aus. Sowohl schlechte Verfügbarkeit als auch Sicherheitslücken beeinträchtigen die Performance. Wählen Sie nicht in jedem Fall die günstigste Option, da Sie dann wahrscheinlich nicht die beste Leistung bekommen.

2. Ein SEO-freundliches WordPress-Theme installieren

Wenn Sie WordPress zum ersten Mal installieren, sehen Sie mit ziemlicher Sicherheit das aktuelle Standard-Theme "Twenty Twenty". Wahrscheinlich ist dieses aber nicht das Theme Ihrer Wahl.

Direkt vom Dashboard aus sind buchstäblich Tausende von kostenlosen Themes sowie Premium-Themes verfügbar. Wählen Sie sorgfältig ein passendes aus, das fehlerfrei ist, noch gewartet wird und SEO-freundlich ist.

Während viele Themes als SEO-freundlich deklariert sind, enthalten viele davon Skripte und Plugins, die Sie nicht verwenden werden und die die Leistung Ihrer Website beeinträchtigen. Führen Sie vor der Installation eines Themes dessen Demo über das web.dev-Tool von Google aus, um Informationen über potenzielle Leistungs- und SEO-Probleme zu erhalten.

Measuring SEO best practices

Dies sollte Ihnen zumindest die Sicherheit geben, dass Ihnen Ihr Theme keine Steine in den Weg legt. 

3. Ein kostenloses WordPress-SEO-Plugin installieren 

Bevor Sie mit der Optimierung Ihrer Website beginnen, benötigen Sie ein SEO-Plugin. Glücklicherweise gibt es zwei empfehlenswerte Optionen, die kostenlos zur Verfügung stehen:

  • Yoast SEO

  • All in One SEO Pack

Für die Zwecke dieser Anleitung nutzen wir Yoast. In unserem Leitfaden Best WordPress Plugins for SEO finden Sie weitere kostenlose und kostenpflichtige Optionen.

Beachten Sie, dass ein Plugin nicht die Optimierung für Sie übernimmt. Es erleichtert jedoch die Einhaltung der Best Practices.

Um in WordPress ein Plugin zu installieren, melden Sie sich im Admin-Bereich an und wählen Sie im Menüpunkt "Plugins" die Option "Installieren".

Suchen Sie dann nach dem gewünschten Plugin und klicken Sie auf "Jetzt installieren".

image.png

Nach der Installation muss jedes Plugin noch aktiviert werden. Wir werden noch weitere Plugins installieren, während wir unsere WordPress-SEO-Tipps durchgehen.

4. Ihre bevorzugte Domain einrichten

Ob Sie als bevorzugte Domain https://domain.com oder https://www.domain.com auswählen, hat keinen Einfluss auf Ihre SEO. Stellen Sie jedoch sicher, dass Ihre Website nur auf einer dieser Domains erreichbar ist, denn die beiden Varianten werden von Google als unterschiedliche URLs angesehen.

Wählen Sie unter "Einstellungen" den Menüpunkt "Allgemein". Hier können Sie Ihre bevorzugte Domain auswählen:

Domain festlegen in Wordpress

Die andere Domain-Version wird dann zu Ihrer bevorzugten Domain weitergeleitet. Wenn Sie eine neue Website erstellen, können Sie eine der beiden Optionen auswählen. Wenn Sie jedoch eine vorhandene Website ersetzen, wählen Sie immer dieselbe Version, die in der Vergangenheit verwendet wurde.

Stellen Sie auch sicher, dass Sie über ein SSL-Zertifikat verfügen und Ihre Website mit HTTPS ausführen. Wenn Sie kein Zertifikat installiert haben, sprechen Sie mit Ihrem Hosting-Anbieter oder Entwickler oder machen Sie sich mit der kostenlosen Lösung Let’s Encrypt vertraut. Hier erfahren Sie, wie Sie sie in WordPress einrichten. 

5. Die Sichtbarkeitseinstellungen Ihrer Website prüfen

Mit WordPress können Sie Suchmaschinen von der Indexierung Ihrer Website abhalten. Sie taucht dann nicht in den Suchergebnissen auf. Diese Möglichkeit wird häufig von Entwicklern genutzt, während sich eine Website in der Entwicklung befindet, um zu verhindern, dass eine unvollständige Version indexiert wird.

Es kommt häufiger vor, als man denkt, dass diese Sperre nach dem Launch versehentlich aktiv bleibt. Überprüfen Sie daher die Sichtbarkeitseinstellungen Ihrer Website unter "Einstellungen" > "Lesen".

Dort sehen Sie ganz unten auf der Seite ein Kontrollkästchen:

Die Sichtbarkeitseinstellung in WordPress

Wenn hier ein Häkchen gesetzt ist, entfernen Sie es.

6. SEO-freundliche Permalinks aktivieren

WordPress bietet Ihnen eine Reihe verschiedener Optionen für die Strukturierung von URLs. Stellen Sie sicher, dass Sie die SEO-freundlichste Option verwenden.

Standardmäßig generiert WordPress URLs wie diese: https://beispiel.de/?p=123. Diese URLs sind nicht suchmaschinenfreundlich und lassen nicht erkennen, worum es auf der Seite geht.

Zum Glück können Sie unter dem Punkt "Permalinks" im Menü "Einstellungen" eine benutzerdefinierte URL-Struktur auswählen.

Für die meisten Websites empfiehlt sich die Option "Post name" (Deutsch: "Beitragsname"). image.png


7. Ihre Seite bei Google Search Console bestätigen & Ihre XML-Sitemap hochladen

Wenn noch nicht geschehen, bestätigen Sie Ihre Website mit der Google Search Console. 

Befolgen Sie die dort angegebenen Schritte und wählen Sie die Methode "HTML-Tag". Wechseln Sie von dort zum Yoast-SEO-Plugin: "SEO" > "Allgemein" > "Webmaster-Tools".

Geben Sie dort den Inhalt des HTML-Tags in das Feld "Google-Verifizierungscode" ein:

Website in Google Search Console verifizieren

Nachdem Sie Ihre Website bestätigt haben, übermitteln Sie Ihre XML-Sitemap, indem Sie in der Google Search Console auf den Menüpunkt "Sitemaps" klicken. (Yoast generiert standardmäßig eine XML-Sitemap – sehen Sie unter beispiel.de/sitemap.xml nach.) Falls Sie keine Sitemap haben, können Sie eine XML-Sitemap generieren.

Sitemaps im GSC-Menü

Dann können Sie die URL Ihrer Sitemap übermitteln:

Sitemap in GSC hochladen

Checken Sie Ihre Website durch

Mit SEMrush Site Audit

Bitte geben Sie eine korrekte Domain ein.


WordPress-SEO-Tipps: Seiten und Beiträge optimieren

Wenn alle Grundlagen der WordPress-SEO abgedeckt sind, können Sie mit der Optimierung Ihrer Website beginnen und diverse Punkte abarbeiten, die sich wirklich auf Ihre Rankings auswirken.

Sehen wir uns zunächst an, wie Sie bei der Optimierung von Seiten und Posts vorgehen können, bevor wir einige fortgeschrittene Tipps und Taktiken für eine erstklassige WordPress-SEO mit Ihnen teilen.

8. Keyword-Recherche durchführen

Eine Keyword-Recherche ist unverzichtbar, um herauszufinden, für welche Suchbegriffe Sie Ihren Content optimieren sollten. Die Keyword-Recherche erfolgt im Idealfall zu Beginn eines SEO-Projekts und ist Grundlage der Content-Planung und Optimierung.

Mit unserer Keyword-Übersicht können Sie geeignete Keywords für Ihre Seiten identifizieren.

Keyword-Übersicht

In unserem Blog finden Sie einen Leitfaden für eine ausführliche Keyword-Analyse.

Unabhängig davon, ob Sie Ihre Website von Grund auf optimieren oder neue Inhalte erstellen, müssen Sie genau wissen, mit welchen Keywords Sie Google-Rankings gewinnen wollen.

9. SEO Writing Assistant von SEMrush als Plugin installieren & exzellenten Content erstellen

Installieren Sie das Plugin unseres SEO Writing Assistant, bevor Sie mit der Erstellung oder Optimierung von Inhalten auf Ihrer Website beginnen. (Der Writing Assistant ist alternativ auch als Add-on für Google Docs verfügbar.)

Das Plugin prüft während des Schreibens oder der Optimierung von Inhalten deren SEO-Freundlichkeit und generiert Empfehlungen auf Basis einer Analyse Ihrer Top-10-Konkurrenten in Google für ein bestimmtes Keyword.

WordPress-Plugin SEO Writing Assistant

Geben Sie einfach Ihre Ziel-Keywords ein und klicken Sie auf "Get recommendations", um Empfehlungen für Ihren Content zu erhalten:

Das SWA-Plugin erstellt Empfehlungen

Vielleicht ist es selbstverständlich, aber um mit Ihrer WordPress-Website an die Spitze der Google-Suchergebnisse zu gelangen, sind erstklassige Inhalte nötig.

Der SEO Writing Assistant stellt sicher, dass Ihr Content suchmaschinenfreundlich optimiert und strukturiert ist, und empfiehlt zusätzliche Keywords, die Sie einarbeiten können, um die Relevanz Ihres Textes zu erhöhen.

Erfolgreichen Content auswerten

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, Inhalte zu analysieren, die bereits für Ihre ausgewählten Keywords sichtbar sind. Ohne eine konkrete Vorstellung davon, wie ein erfolgreiches Content-Stück aussieht, arbeiten Sie blind. Und warum Inhalte erstellen, die nicht funktionieren?

Wir haben für Sie einen ganzen Artikel verfasst, wie Sie die SEO Texte schreiben können, welche auch die Leser begeistern. Wenn es um den Content geht, können Sie mit dem Content Audit noch tiefer in die Materie einsteigen. 

10. Benutzerdefinierte URLs Für Seiten & Beiträge einrichten

Standardmäßig verwendet WordPress den Titel Ihrer Seite, um die URL zu erstellen. Dadurch wird diese manchmal sehr lang und auf den Suchergebnisseiten abgeschnitten.

Angenommen, Sie haben einen Text mit dem Titel "Die besten Hundebetten zum Kaufen im Jahr 2020" veröffentlicht. Wenn Sie Ihre Permalinks festgelegt haben wie oben empfohlen, erhalten Sie wahrscheinlich die URL https://beispiel.de/die-besten-hundebetten-zum-kaufen-im-jahr-2020/.

Aus URL generierter Titel

Uns geht es hier jedoch um das Ziel-Keyword "beste Hundebetten". Die gute Nachricht ist, dass Sie die automatisch generierte URL der Seite mit einer selbst gewählten Zeichenfolge überschreiben können. 

Klicken Sie einfach auf "Bearbeiten" und geben Sie die gewünschte URL ein.

Benutzerdefinierte URL eingeben

11. Optimierte Seitenüberschriften verwenden

Der Seitentitel bildet sich nicht nur in der Standard-URL Ihrer Seite ab, sondern definiert auch Ihre H1-Überschrift. Was das ist?

Die H1-Überschrift einer Seite ist die Hauptüberschrift, die Benutzer und Suchmaschinen darüber informiert, worum es auf der Seite geht, etwa so wie ein Buchtitel.

Best Practice ist, genau eine H1 als Hauptüberschrift der Seite zu verwenden. Ziehen Sie immer auch in Betracht, Überschriften der Ebenen H2 bis H6 einzubauen. Sie geben Ihrem Inhalt eine Struktur und erleichtern das Lesen.

Wenn Ihre H1 der Titel des Buches ist, sind die H2-Überschriften Kapitel und die weiteren Tags dementsprechend Unterüberschriften. Die Hauptüberschrift ist der beste Ort, um das Ziel-Keyword und Varianten zu platzieren. Übertreiben Sie es jedoch nicht und erzwingen Sie niemals ein Keyword-Vorkommen, das inhaltlich nicht passt.

In WordPress können Sie Ihrem Inhalt Überschriften-Tags der Ebenen H2 bis H6 hinzufügen, indem Sie auf einen Block klicken, den Stil "Überschrift" auswählen und dann die Ebene auswählen:

Überschriftenebenen in WordPress zuweisen

12. Individuelle, optimierte Title-Tags & Meta-Beschreibungen erstellen

Das Title-Tag Ihrer Seite informiert Benutzer und Suchmaschinen darüber, worum es auf Ihrer Seite geht, und gilt als wichtiger Ranking-Faktor. Es liefert den anklickbaren Seitentitel, den Sie in den Google-Suchergebnissen sehen.

Yoast legt das Title-Tag Ihrer Seite automatisch anhand Ihrer Seitenüberschrift fest. Sie können dieses automatisch generierte Title-Tag jedoch auch überschreiben, um es zu verbessern und Keyword-Variationen aufzunehmen, die Sie in der Überschrift Ihrer Seite nicht gebrauchen können:

Seitentitel eingeben mit Yoast

Sie können Variablen, benutzerdefinierten Text oder Kombinationen von beidem als Titel-Tag nutzen.

Ziehen Sie in Betracht, beim Umschreiben Ihres Title-Tags Varianten aufzunehmen, die den Ort oder die Absicht bestimmen:

Optimierter Seitentitel mit Yoast

Greifen Sie auf Ihre Keyword-Recherche zurück, um die Title-Tags aller Seiten zu optimieren. 

Meta-Beschreibungen sind zwar kein direkter Ranking-Faktor mehr, wirken sich jedoch über die Klickrate indirekt auf die organische Leistung Ihrer Website aus. Es lohnt sich, die nötige Zeit in attraktive Beschreibungen zu investieren. Diese können beliebig lang sein, werden jedoch meist nach etwa 160 Zeichen abgeschnitten. Sie können Meta-Beschreibungen im selben Abschnitt bearbeiten wie Ihre Title-Tags:

Meta-Beschreibung in Yoast bearbeiten

13. Interne Verlinkung nutzen

Eine gute interne Verlinkung Ihrer Inhalte ist nötig, um thematische Relevanz für Ihre Seiten herzustellen, die durch externe Links empfangene Autorität weiterzugeben und Benutzern eine effiziente Navigation zu ermöglichen.

Das Einfügen interner Links zu anderen Seiten in WordPress ist einfach. Markieren Sie dazu den Text, den Sie verlinken wollen (dies ist der Ankertext Ihres Links), und klicken in der Symbolleiste auf die Schaltfläche "Link", um entweder eine URL einzufügen oder nach einer bestimmten Seite Ihrer Website zu suchen.

Link setzen in WordPress

Lesen Sie hierzu auch unseren Leitfaden Interne Verlinkung prüfen und optimieren für bessere Rankings.

14. Optimierte Dateinamen für Bilder verwenden

Durch Bilder und Rich Media können Sie Ihre Inhalte aufwerten und mit Bilder SEO für die Suchmaschinen auffindbar machen. Tatsächlich stellte eine Studie von Backlinko eine Korrelation zwischen der Verwendung mindestens eines Bildes auf einer Seite und dem Ranking fest. image.png

Es ist allzu einfach, einen Screenshot oder ein Bild mit einem nichtssagenden Dateinamen hochzuladen. Doch es lohnt sich, hier ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu investieren.

Stellen Sie vor dem Upload eines Bildes in die WordPress-Medienbibliothek sicher, dass Sie optimierte Dateinamen verwenden. Diese tragen zur inhaltlichen Profilierung der Seite bei. Verwenden Sie anstelle von /image123.jpg für ein Bild eines großen Hundebettes als Dateinamen /grosses-hundebett.jpg. Die Regel ist einfach: Der Dateiname des Bildes entspricht dem Bildinhalt.

Hier erfahren Sie, wie Sie Bilder nach dem Upload umbenennen können.

15. Alternativtexte für Bilder hinterlegen

Hinterlegen Sie grundsätzlich für jedes Bild einen Alternativtext. Alt-Tags verbessern nicht nur die Barrierefreiheit im Internet, indem sie sehbehinderten Benutzern mit Lesegeräten den Bildinhalt vermitteln, sondern sie liefern auch Suchmaschinen eine nützliche Bildbeschreibung.

Füllen Sie Ihre Alt-Tags mit einer klaren Beschreibung des Bildinhalts. In WordPress können Sie jedem Bild im Abschnitt "Bildeinstellungen" des Menüs "Blöcke" Alternativtext hinzufügen:

Alternativtext in WordPress festlegen

Formulieren Sie Ihre Alternativtexte sorgfältig. Wenn dies Ihr Bild ist: An example of an image to optimize with alt-tags - a dog bed... verwenden Sie eher einen Text wie "Rechteckiges Hundebett mit Sternemuster" als nur "Hundebett". Beschreiben Sie den Inhalt so treffend wie möglich und verwenden Sie eine individuelle Beschreibung für jedes Bild. 


WordPress-SEO-Tipps für Fortgeschrittene: Spitzenleistung für Ihre Website

Wenn Sie die obigen Tipps befolgen, bekommen Sie die Grundlagen der WordPress-SEO schnell in den Griff. Verwenden Sie diese Schritte als Checkliste für jede Seite und jeden Beitrag. Dann können Sie wenig falsch machen.

Aber was könnten Sie noch tun, um die Leistung Ihrer Website zu verbessern und sich von Ihren Mitbewerbern abzuheben? Abschließend einige fortgeschrittene Techniken der WordPress-SEO, die Sie anwenden können.

16. Mit einem Cache-Plugin die Ladezeit verkürzen

WordPress bietet schon in der Standardversion eine gute Leistung. Doch für fast alle Websites sind Verbesserungen der Ladezeit möglich, die bekanntlich ein wichtiger Ranking-Faktor ist. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Pagespeed Insights Score verbessern.

Sie können bei der Ladezeit an vielen Stellschrauben drehen. Eine der effektivsten Möglichkeiten, sie zu verbessern, ist die Verwendung eines Caching-Plugins. Caching dient dazu, Ihre Beiträge und Seiten als statische Dateien zwischenzuspeichern. Diese statischen Dateien werden Ihren Benutzern bereitgestellt, sodass sie nicht jedes Mal dynamisch generiert werden müssen. Dies kann die Leistung Ihrer Website erheblich verbessern.

WordPress empfiehlt die Verwendung von W3 Total Cache, WP Super Cache oder Cache Enabler.

17. Bilder optimieren

Ein weiterer bewährter Weg, um die Geschwindigkeit und Leistung Ihrer Website zu verbessern, ist die Optimierung Ihrer Bilder, da diese einer der Faktoren sind, die am häufigsten zu langen Ladezeiten beitragen.

Wenn Sie viele Bilder und Rich Media in Ihren Inhalten verwenden, wird dies die Größe der Seite merklich erhöhen. Durch Bildoptimierung können Sie dem entgegenwirken. Ein häufiges Problem ist die Verwendung von Bildern, die in größeren Abmessungen vorliegen, als sie tatsächlich angezeigt werden. Hier ist dringend eine Optimierung geboten.

Die gute Nachricht ist, dass Sie mit dem Plugin Smush eine bequeme Möglichkeit haben, die gesamte Medienbibliothek Ihrer WordPress-Website sowie alle zukünftig hochzuladenden Bilder schnell zu optimieren.

18. Seiten geringen Werts mit Noindex ausschließen

WordPress verwendet eine Reihe verschiedener Seitentaxonomien, einschließlich Kategorien und Schlagwörter. Kategorien dienen zur thematischen Gruppierung von Inhalten:

Beispiel: Sie bieten eine Rezeptesammlung an und verwenden Kategorien für verschiedene Länderküchen.

Schlagwörter unterscheiden feiner und konzentrieren sich meist auf bestimmte Themen.

Beispiel: Ein Rezept wird mit den Schlagwörtern "Parmesankäse", "Pasta" und "Butter" ausgezeichnet. 

WordPress generiert automatisch Kategorien- und Schlagwörter-Seiten, auf denen standardmäßig Snippets der Beiträge aufgelistet werden, die mit diesen Kategorien und Schlagwörtern gekennzeichnet sind.

Diese Seiten sind selten nützlich für Personen, die sich noch nicht auf Ihrer Website befinden. Auch aus SEO-Sicht bieten sie selten etwas Wertvolles. In der Regel ist es besser, wenn sie nicht indexiert werden und keinen Traffic von Google erhalten. Die Qualität dieses Traffics ist meist gering.

Das Gleiche gilt für Medienseiten und andere Beitragsformate von WordPress. Normalerweise ist vorzuziehen, dass diese nicht von Google indexiert werden. Um das sicherzustellen, können Sie direkt in Yoast "noindex"-Tags hinzufügen.

Öffnen Sie dazu das Menü "SEO" und klicken dort auf "Darstellung in der Suche", dann auf "Taxonomien".

Hier können Sie auswählen, ob der Taxonomietyp in den Suchergebnissen angezeigt werden soll.

Schlagwortseiten nicht indexieren

Setzen Sie alle Taxonomien, Inhaltstypen und Archivseiten (die Sie auf einer anderen Registerkarte finden) auf "Nein", die Google nicht indexieren soll.

Noch ein Hinweis: Öffnen Sie die Registerkarte "Medien" und setzen Sie die Option "Anhangs-URLs auf die Anhangs-Datei weiterleiten?" auf "Ja". Dies hilft, ein Problem zu vermeiden, das im Jahr 2018 bei Yoast aufgetreten ist, bei dem individuelle Anhangs-URLs indexiert wurden.

Anhangs-URLs weiterleiten in WordPress mit Yoast

19. Ihre Seiten mit Schema-Markup auszeichnen

Schema-Markup kann Ihre SEO verbessern, indem es Ihren Inhalten und Daten weiteren Kontext gibt. Strukturierte Daten helfen Google, Ihre Inhalte zu verstehen und als nützliche Rich Snippets zu präsentieren, was die Nutzerfreundlichkeit der Suchergebnisse verbessert.

Indem Sie Ihre Inhalten mit Markup auszeichnen, erhöhen Sie Ihre Chancen auf höhere Rankings und auf mehr Klicks, wenn Ihre Seite im Suchergebnis erscheint.

Glücklicherweise wird seit Yoast 11.0 für jeden Beitrag und jede Seite auf Ihrer Website ein vollständig strukturiertes Datendiagramm erstellt. Manchmal wollen Sie vielleicht darüber hinaus spezielle Textblöcke in WordPress mit Markup auszeichnen. Wählen Sie dazu bei der Erstellung eines neuen Blocks einen Formattyp unter "Yoast strukturierte Datenblöcke" aus. 

Yoast strukturierte Datenblöcke

20. Daten für letzte Aktualisierung hinzufügen

Es lohnt sich, beliebte Inhalte regelmäßig zu aktualisieren, um sicherzustellen, dass sie relevant bleiben. Viele Seitenbetreiber fragen sich an dieser Stelle, ob sie das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum Ihrer Seiten und Beiträge ändern, das Datum ganz entfernen oder noch eine andere Lösung wählen sollten.

Eine Möglichkeit besteht darin, eine Angabe wie "zuletzt geändert" oder "aktualisiert am" zu verwenden, um Benutzern und Suchmaschinen anzuzeigen, wann Ihr Inhalt zuletzt aktualisiert wurde. Mit dem Plugin WP Last Modified Info können Sie diese Angabe ganz einfach zu Ihren WordPress-Seiten und -Beiträgen hinzufügen.

Frohes Optimieren!

Es ist nicht zu bestreiten, dass WordPress eines der SEO-freundlichsten CMS ist, und das ist sicher einer der Gründe für seine Beliebtheit. Damit ist es einfach, anhand einer kleinen Anzahl starker Plugins eine ganze Reihe von SEO-Taktiken zu implementieren.

Mit WordPress haben Sie eine gute Wahl getroffen. Wenn Sie die obigen Schritte umsetzen, haben Sie hervorragende Startbedingungen, um Ihre Konkurrenten zu übertreffen.

Erika Varagouli
SEMrush

SEMrush-Mitarbeiter.

I create local and global content marketing strategies here at SEMrush. I started my career as a journalist, but gradually the world of SEO and content marketing won me over. I am obsessed with creating content people love, Nick Cave, and Italian films. Fueled by caffeine.
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