Google's Benutzerdefinierte Zielgruppen richtig und erfolgreich nutzen

Kelechi Ibe

Jan 25, 202115 min read
Google's Benutzerdefinierte Zielgruppen richtig und erfolgreich nutzen

Wenn du praxisnahe, Schritt für Schritt umsetzbare Markteintrittsstrategien schätzt, die du sofort anwenden oder mit begeisterten Kunden teilen kannst, ist dieser Artikel genau das Richtige für dich.

Seien wir ehrlich: Das moderne Werbe-Ökosystem leidet unter dem Gesetz der sinkenden Renditen.

Als Verbraucher werden wir täglich mit (größtenteils irrelevanten) Anzeigen von Unternehmen bombardiert, die uns davon überzeugen sollen, ihre Produkte zu kaufen, ihre Tools zu verwenden oder ihre Dienstleistungen anzufordern. Die meisten Marken schrecken damit genau diejenigen ab, die sie zu Kunden machen wollten.

Auf der anderen Seite sind wir als digitale Vermarkter und Kundenbetreuer von der Verfügbarkeit vielfältiger digitaler Werbeprodukte verwöhnt. Leider hat dies zu einer massiven Verschwendung von Werbebudgets und einer Inflation irrelevanter und regelrecht ärgerlicher Online-Werbemittel geführt, da Marken und Werbeagenturen weiterhin die Gießkannnenmethode verwenden, um neue Kunden zu gewinnen.

Smarte Zielgruppen-Empfehlungen

Auf die richtigen Interessen, Geschlechter, Altersgruppen etc. zielen

ADS illustration

Was ist also die Lösung? Wie können Marken sicherstellen, dass ihr Anzeigenbudget bestmöglich genutzt wird und dass ihre Anzeigen IMMER die richtigen Kunden erreichen, die an ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung interessiert sind?

Benutzerdefinierte Zielgruppen

Doch die absolute Erfolgsstrategie ist nicht die Nutzung von benutzerdefinierten Zielgruppen allein, sondern ihre Kombination mit Multi-Channel-Retargeting-Strategien.

Lies weiter, um zu erfahren, wie du folgende Strategien anwendest:

  • Benutzerdefinierte Zielgruppen + Remarketing-Listen für Suchanzeigen (RLSA)
  • Benutzerdefinierte Zielgruppen + Facebook Video Ads
  • Benutzerdefinierte Zielgruppen + YouTube TrueView for Action
  • Benutzerdefinierte Zielgruppen + LinkedIn Sponsored InMail

Was sind Benutzerdefinierte Zielgruppen?

In aller Kürze sind benutzerdefinierte Zielgruppen ein Google-Produkt, mit dem Marketer durch Display-, Discovery-, Gmail- und Videokampagnen gezielt Personen ansprechen können, die derzeit im Web nach bestimmten Themen, Produkten und Lösungen suchen oder bestimmte Websites und Apps nutzen.

Menschen verwenden Keywords, besuchen Seiten, schauen sich Videos an und entscheiden sich später für einen Kauf. Im Wesentlichen sind dies die Personen, die mehr oder weniger kaufbereit sind und derzeit den Markt für die betreffenden Produkte und Dienstleistungen bilden.

Zum Jahreswechsel 2020/2021 herum hat Google Ads die frühere Trennung von benutzerdefinierten Zielgruppen mit gemeinsamer Absicht und benutzerdefinierten Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen aufgehoben. Die benutzerdefinierten Zielgruppen werden seitdem einfach vom Nutzer über Keywords und URLs festgelegt - alles Weitere erfolgt automatisch.

Wie du benutzerdefinierte Zielgruppen einrichtest

Das Vorgehen zur Einrichtung benutzerdefinierter Zielgruppen ist Schritt für Schritt bei Google erklärt. Du benötigst zunächst eine Display-, Discovery-, Gmail- oder Videokampagne. Wenn eine solche eingerichtet ist, rufe sie auf, klicke im linken Seitenmenü auf "Zielgruppen" und dann weiter rechts auf "Zielgruppenverwaltung":

Google Ads: Zielgruppenverwaltung aufrufen

Wähle in der Zielgruppenverwaltung den Reiter "Benutzerdefinierte Zielgruppen" und klicke auf das Pluszeichen, um eine neue benutzerdefinierte Zielgruppe einzurichten.

Neue Zielgruppe erfassen

Vergib im neuen Fenster einen Namen für die Zielgruppe, wähle den Typ gemäß der Erklärung aus und gib die Keywords und/oder URLs ein, die deine Zielgruppe am besten beschreiben.

Zielgruppe benennen und Keywords eingeben

Fertig! Nach dem Speichern kannst du die Zielgruppe für deine Kampagnen nutzen.


5 starke Vorteile benutzerdefinierter Zielgruppen

1. Mit benutzerdefinierten Zielgruppen kannst du die Daten deiner Konkurrenten aus erster Hand für das Targeting nutzen

First-Party-Daten sind Informationen, die Marken von ihren eigenen Zielgruppen sammeln, z. B. Kundennamen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Postanschriften, Website-Besuchsdaten usw.

Wusstest du, dass du durch eine einfache Wettbewerbs- und Traffic-Analyse Einblicke in die meistbesuchten (und wertvollsten) Seiten deiner Mitbewerber sowie in die Keywords erhalten kannst, die den Traffic auf diese Seiten bringen - und diese Einblicke für eine benutzerdefinierte Zielgruppe verwenden kannst?

Schritte um noch wichtige Daten zu erhalten

So richtest du gewissermaßen ein Targeting auf die Besucher der Website deiner Konkurrenten ein, ohne dass sie es wissen, und kannst ihnen damit Marktanteile abringen.

Da kein vernünftiges Unternehmen einem Konkurrenten erlauben würde, ein Werbebanner auf seiner Website zu platzieren, ist das Targeting seiner Website-Besucher über benutzerdefinierte Zielgruppen die nächstbeste Option!

2. Vermarkte mit benutzerdefinierten Zielgruppenan die tatsächlichen KÄUFER deiner Mitbewerber

Warum sollte man Retargeting nur auf die Besucher der eigenen Website anwenden (insbesondere bei geringem eigenen Traffic), wenn man an die Käufer seiner Mitbewerber vermarkten kann? 

Dies ist dem ersten Punkt oben sehr ähnlich, aber folgendes Beispiel zeigt den Unterschied:

Die meisten Unternehmen führen eine "Retargeting-Liste" von Nutzern, die einzelne Seiten ihrer Website besuchen. Verwenden wir ein hypothetisches Beispiel, ein Unternehmen namens "Marys Bio-Leckerlis für Hunde".

Mary hat ein neues Bio-Produkt für Hunde entwickelt, von dem die Vierbeiner gar nicht genug bekommen können. Deshalb hat sie einen brandneuen Online-Shop eröffnet. Wie die meisten versierten Unternehmen erstellte sie eine Retargeting-Liste ihrer beliebtesten Produkte für Retargeting.

Ihre brandneue Website erhält nicht genug Traffic, um ihre Retargeting-Kampagne zu starten. Welche Möglichkeiten hat sie nun? Sie kann eine Retargeting-Liste erstellen, indem sie eine Such- und Shopping-Ads-Kampagne einrichtet. Sie könnte auch Hundeliebhaber auf Facebook ansprechen und sie in ihren Shop leiten. Alles Standard.

Aber wie wäre es mit einer Möglichkeit, aus Basis der Traffic-Daten anderer Anbieter von Hunde-Leckerlis ein Publikum von ausgewiesenen, kaufbereiten Hundehaltern aufzubauen?

Hier kommen benutzerdefinierte Zielgruppen ins Spiel.

  • Mary kann die Produktseiten beliebter Hundemarken wie Chewy, Petco, PetSmart und anderer großer Einzelhandelsgeschäfte wie Walmart für ihre benutzerdefinierte Zielgruppe nutzen.

  • Anhand der Produktseiten von deren meistverkauften Hunde-Produkten kann sie eine benutzerdefinierte Zielgruppe von Käufern für das Targeting aufbauen.

Führen wir eine einfache Analyse des Wettbewerbs-Traffics durch, um URLs von großen Marken zu identifizieren, die Mary verwenden könnte. 

HINWEIS: An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass benutzerdefinierte Zielgruppen, die nur anhand von URLs erstellt wurden, nur in einer Display-Werbekampagne genutzt werden können. Benutzerdefinierte Zielgruppen, die mit Keywords erstellt wurden, können sowohl für Anzeige- als auch für YouTube-Werbekampagnen verwendet werden.

Semrush Organische Recherche

Der nächste Schritt ist die Erstellung einer benutzerdefinierten Zielgruppe in Google Ads anhand dieser URLs.

Hier ein Beispiel, wie Marys benutzerdefinierte Zielgruppe aussehen könnte.

Du verstehst das Prinzip?

Jetzt kann Mary ihre Produkte gezielt an Nutzer vermarkten, die tatsächlich Hundenahrung kaufen. Als zusätzlichen Bonus kann sie auch sehen, welche Marken ihr die meisten Kunden einbringen. Wer weiß - mit einer Präsentation ihrer Targeting-Strategie könnte sich irgendwann eine der großen Marken gezwungen sehen, Marys Produkte anzubieten (oder ihr Geschäft zu übernehmen).

3. Benutzerdefinierte Zielgruppen geben Marken die seltene Chance, bei einem Thema Meinungsführer zu sein

Wenn es darum geht, bei bestimmten Branchenthemen Meinungsführer zu werden, würden die meisten SEO und Content-Marketing als bestgeeignete Mittel empfehlen. Es gibt jedoch noch einen besseren (und schnelleren) Weg: benutzerdefinierte Zielgruppen.

SEO ist ein langfristiges Spiel mit einem massiven ROI, an dem jedes ernstzunehmende Unternehmen teilnehmen sollte. Doch überhaupt auf die erste Seite der Suchergebnisse zu gelangen dauert selbst bei bester Content-Pflege und Optimierung bereits durchschnittlich 2 bis 6 Monate, oder je nach Wettbewerb sogar noch länger.

Wie können Unternehmen also Google-Nutzer erreichen, ohne ewig warten zu müssen? Richtig geraten ...

Benutzerdefinierte Zielgruppen + Responsive Display-Anzeigen (mehr dazu später).

Durch die Verwendung der URLs von Seiten, die sich bereits unter den Top 10 von Google befinden, kannst du dieselben Suchenden kostengünstig über eine Display-Kampagne mit benutzerdefinierter Zielgruppe erreichen, ohne auf ein organisches Ranking warten zu müssen. Diese Suchenden leitest du dann zu deinem Artikel, während du eine Retargeting-Liste aufbaust, die du später in anderen Marketingkanälen verwenden kannst.

Sieh es einfach als Abkürzung zum Erfolg - das ist es nämlich.

Diese Strategie hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie deinen Artikel schneller in die Suchergebnisse bringen kann, da du dem Algorithmus positive Nutzersignale für deinen Content sendest, die seine Position im Suchergebnis verbessern können.

Da es sich um Suchende mit starker Kaufabsicht handelt, die derzeit das von dir beworbene Thema recherchieren, verbringen sie mit größerer Wahrscheinlichkeit mehr Zeit auf deiner Website, was ein hervorragendes Nutzersignal ist.

Ein Beispiel:

Nehmen wir an, wir haben gerade ein SaaS-Produkt für Marketingautomatisierung auf den Markt gebracht und wollen uns als Vordenker für das Thema "Marketingautomatisierung" profilieren. 

Wir beginnen damit, die URLs zu ermitteln, die derzeit für dieses Keyword bei Google auf der ersten Seite platziert sind. Dies sind einige dieser URLs:

Jetzt können wir zu Google Ads wechseln und mit diesen URLs eine benutzerdefinierte Zielgruppe erstellen. So erreichen wir mit unseren Display-Anzeigen jeden, der diese Seiten besucht (bedenke, dass sich unser Display-Anzeigenmotiv und unsere Ziel-URL um Marketingautomatisierung drehen).

HINWEIS: Vor dem Start dieser Kampagne sollte das Analytics-Team des Unternehmens bereits Retargeting-Listen auf Google, Facebook und LinkedIn erstellt haben. Dies ist sehr wichtig, da das Ziel darin besteht, den Kontakt zu denselben Personen über mehrere Marketingkanäle hinweg aufrechtzuerhalten. Die Namenskonvention für jede Retargeting-Liste auf jeder Plattform könnte so etwas wie "Zielgruppe Marketingautomatisierung" sein.

BONUS-TIPP: Durch die Implementierung des LinkedIn Insight-Tags auf einer Website und die Verwendung von LinkedIn Website Demographics können Marketer auch die Berufsbezeichnungen und Firmennamen dieser Google-Nutzer anzeigen!

Diese Erkenntnisse können für Account-basiertes Marketing verwendet werden oder einfach dazu beitragen, zukünftige Remarketing-Inhalte so anzupassen, dass sie hochrelevant für bestimmte Spezialisten sind. 

Ist dir aufgefallen, dass wir nicht mehr nur Personen erreichen, die bestimmte Themen bei Google recherchieren, sondern dazu übergegangen sind, Berufsbezeichnungen und Arbeitgeber zu identifizieren?

Wenn du im B2B-Vertrieb tätig bist, glaubst du, dass deine Vertriebskollegen an diesen Daten interessiert wären?

Davon kannst du ausgehen! Dies sind hochwertige Intent-Daten; darum geht es bei der Marketing-Sales-Alignment.

  • Der Vertrieb liefert dem Marketing Kundenfeedback und die Unternehmen (auch als "Accounts" bezeichnet), um die er sich bemühen will.

  • Das Marketing kann datengesteuerte Marketingstrategien wie oben erläutert implementieren und Analytics-Wissen verwenden, um potenzielle "MQAs" (Marketing Qualified Accounts) zu identifizieren.

Die Strategie zusammengefasst:

  • Erstelle eine Retargeting-Liste auf Google, Facebook und LinkedIn durch eine Display-Kampagne mit benutzerdefinierter Zielgruppe.

  • Stelle diesen Zielgruppen plattformübergreifend qualitativ hochwertige Inhalte zur Verfügung. Überprüfe gleichzeitig deine Analytics, um Unternehmen und Käufer zu identifizieren, die sich den Content ansehen (mithilfe von LinkedIn Website Demographics).

  • Baue in den Köpfen deiner potenziellen Kunden allmählich thematische Autorität auf, verkürze Verkaufszyklen und Pipelines und identifiziere neue Großkunden in großem Maßstab.

4. Benutzerdefinierte Zielgruppen reduzieren Verschwendung von Anzeigenbudget

Ein weiterer Vorteil benutzerdefinierter Zielgruppen besteht darin, dass weniger Schwund entsteht. Hier unterläuft den meisten Marketern ein Fehler.

Die Tatsache, dass eine Gruppe von Menschen "digitales Marketing" in ihrer Berufsbezeichnung hat und sich für Website-Analytics interessiert, bedeutet nicht, dass sie derzeit potenzielle Käufer für ein Analytics-Tool sind. Daher würde ein Werbetreibender Geld verschwenden, wenn er Anzeigen an sie ausspielte.

Benutzerdefinierte Zielgruppen bieten dir die Möglichkeit, nur potenzielle Kunden mit relevanten Motiven und Angeboten anzusprechen.

Richtige Zielgruppe + Richtiges Werbemittel + Richtiger Content = Höhere Performance

Da Anzeigen nur an bestimmte Kohorten von Personen geliefert werden, die an einem Thema interessiert sind, werden keine Anzeigenimpressionen verschwendet, wie es häufig bei der Ausrichtung auf breite Kategorien wie Interessen, Berufsbezeichnungen, Branchen usw. geschieht.

5. Targeting für benutzerdefinierte Zielgruppen ist günstiger

Ein "Nachteil" von Suchanzeigen besteht darin, dass die durchschnittlichen Kosten pro Klick beim Targeting von High-Intent-Suchen meist sehr hoch sind.

Bei Kampagnen mit benutzerdefinierten Zielgruppen sind die Kosten pro Klick viel günstiger, während immer noch dieselben Suchenden mit starker Absicht angesprochen werden.

TIPP: Verwende beim Erstellen einer Display-Kampagne mit benutzerdefinierten Zielgruppen die Funktion für responsive Display-Anzeigen. Dies führt dazu, dass im Vergleich zu statischen Image-Anzeigen mehr Impressionen, Klicks und eine höhere Klickrate zu geringeren Kosten erzielt werden.


Benutzerdefinierte Zielgruppen richtig verwenden

4 Multichannel-Marketing-Taktiken mit benutzerdefinierten Zielgruppen und Retargeting

Nachdem wir uns nun allgemein mit den Möglichkeiten benutzerdefinierter Zielgruppen befasst haben, sehen wir uns einige geschickte Taktiken ihrer Nutzung an. Der Spaß kann beginnen!

1) Benutzerdefinierte Zielgruppen + Remarketing-Liste für Suchanzeigen (RLSA)

RLSA ist eine Retargeting-Strategie für Google Ads, mit der Suchkampagnen auf frühere Website-Besucher zugeschnitten werden. Zum Beispiel legt ein Kunde eine Gucci-Armbanduhr in seinen Warenkorb, bricht den Kauf aber ab. Zwei Wochen später sucht derselbe Nutzer auf Google nach "Gucci-Uhren niedrigster Preis". Deine Anzeige erscheint auf dem ersten Platz mit dem Text "Günstige Gucci-Uhr | Sparen Sie zusätzlich 75 US-Dollar - nur heute | Dein Markenname".

Da dieser Kunde deine Website bereits besucht hat, klickt er eher auf deine Anzeige, insbesondere wenn konkurrierende Werbetreibende keine Rabatte oder Werbeaktionen auf ihren Anzeigen anbieten.

Durch die Kombination von benutzerdefinierten Zielgruppen mit RLSA können Vermarkter potenzielle Kunden erreichen, die ihre Marke bereits gesehen haben und sich in der Entscheidungsphase ihrer Käuferreise befinden.

Sehen wir uns eine weitere Taktik an.

Nehmen wir für dieses Beispiel an, wir haben kürzlich eine neue Software für Account-basiertes Marketing (ABM) eingeführt.

  • Zunächst erstellen wir in Google Ads eine Retargeting-Liste "Zielgruppe Account-basiertes Marketing" und setzen einen Cookie bei Nutzern, die über unsere Display-Anzeige mit benutzerdefinierter Zielgruppe kommen.

  • Als Nächstes erstellen wir eine benutzerdefinierte Zielgruppe mit Keywords und URLs von Seiten, die bei Google für verschiedene Keywords aus dem Account-basierten Marketing auf der ersten Suchergebnisseite platziert sind.

  • Anschließend starten wir eine Display-Kampagne mit benutzerdefinierter Zielgruppe, die Besucher zu einem detaillierten Content-Stück über Account-basiertes Marketing leitet, in dem die einzigartigen Funktionen unserer ABM-Software erwähnt werden.

  • Gleichzeitig starten wir eine RLSA-Google-Suchkampagne mit Modifizierern für weitgehend passende Keywords: +account +basierte +marketing +software.

Dies bedeutet, dass unsere Anzeige immer dann auf der Top-Anzeigenposition erscheint, wenn jemand auf unserer Retargeting-Liste "Zielgruppe Account-basiertes Marketing" eine Google-Suche nach einem Ausdruck im Zusammenhang mit Account-basiertem Marketing durchführt (z. B. beste Software für Account-basiertes Marketing). Die Anzeige enthält ein Direct-Response-Angebot für unsere ABM-Software.

2) Benutzerdefinierte Zielgruppen + Facebook Video Ads

Wenn es um Social-Media-Werbung geht, hat Facebook die beste interessenbasierte Targeting-Option auf dem Markt. Wenn du eine benutzerdefinierte Zielgruppe von Google mit Facebook-Retargeting einbindest, "störst" du die Social-Media-Aktivität eines Nutzers nicht mehr, indem du nur seine Interesse ansprichst. Vielmehr setzt du die Konversation fort, die er bei Google begonnen hat.

Auf Facebook stehen verschiedene Anzeigenformate zur Auswahl. Ich glaube aber, dass die Verwendung von Videos die besten Ergebnisse liefert. Hier sind fünf Gründe dafür:

  1. Der Facebook-Algorithmus wurde darauf optimiert, möglichst viele Aufrufe für Videoinhalte zu erzielen, da Videos bei den Nutzern immer beliebter werden. So halten Videos die Nutzer auch länger auf Facebook.
  2. Videoaufrufe sind weitaus billiger als Linkklicks von Text- und Bild-Anzeigen und sind genauso gut (wenn nicht besser) geeignet, Interessenten in Kunden zu verwandeln.
  3. Videos erzielen in der Regel mehr Interaktionen und helfen Werbetreibenden, die Menschen emotional anzusprechen. Hinzu kommt, dass die höhere Zahl an Interaktionen den Relevanz-Score von Facebook verbessert, was zu noch günstigeren Kosten pro Ansicht führt. (Umso mehr Grund, Googles benutzerdefinierte Zielgruppen von Anfang an zu nutzen! Da wir Nutzerdaten von Google verwenden, sind die Nutzer eher geneigt, sich für den Videoinhalt auf Facebook zu interessieren. Dies führt zu günstigeren Werbekosten und einem höheren ROAS. Diese Kombination macht diese Strategie leistungsfähiger als das reguläre interessenbasierte Targeting auf Facebook!)
  4. Video verleiht einer Marke Gesicht und Persönlichkeit.
  5. Mit Abstand der größte Vorteil: Mit Facebook-Videoanzeigen können Werbetreibende benutzerdefinierte Zielgruppen für Personen erstellen, die bestimmte Längen eines Videos ansehen (d. h. 3 Sekunden, 10 Sekunden, 25 %, 50 %, 75 % und 95 %).

Warum ist das wichtig?

Es hilft Werbetreibenden dabei, bestimmte Kohorten von Personen zu identifizieren und ins Retargeting aufzunehmen, die am wahrscheinlichsten zu zahlenden Kunden werden. Je mehr Zeit jemand damit verbringt, ein Video anzusehen, desto stärker ist seine Kaufabsicht.

Im Folgenden siehst du, wie du auf Facebook eine benutzerdefinierte Zielgruppe von Personen erstellst, die ein Video angesehen haben.

Wenn du dies mit der Tatsache kombinierst, dass es sich um dieselben Personen handelt, die bei Google nach einem bestimmten Thema suchen, dann wird klar, wie gefährlich diese Taktik werden kann.

Strategie für Facebook und Google:

  • Starte über Google eine Display-Kampagne mit benutzerdefinierter Zielgruppe. Stelle vor dem Start sicher, dass ein Facebook-Pixel auf der Website installiert ist und eine Retargeting-Liste für dieselbe Zielgruppe auf Facebook erstellt wurde.
  • Wenn diese Suchenden mit starker Absicht auf die Display-Anzeige klicken, um Inhalte abzurufen, werden sie der Facebook-Retargeting-Liste hinzugefügt.
  • Erstelle als Nächstes eine Facebook-Videoanzeige mithilfe der Retargeting-Liste. Diese Videoanzeige sollte weitere kostenlose Inhalte zu dem Thema enthalten, das die Nutzer zuvor bei Google recherchiert haben.
  • Baue schließlich auf Facebook eine benutzerdefinierte Zielgruppe von Video-Betrachtern auf (z. B. von Personen, die 95% deines Videos angesehen haben - dies sind deine "superheißen" Interessenten), und bewirb ein Direct-Response-Angebot.

Verwende Kunden-Testimonial-Videos, um diejenigen Video-Zuschauer ein Stück in Richtung Conversion zu bewegen, die nur zwischen 10 Sekunden und 75 Prozent deines Videos angesehen haben.

3) Benutzerdefinierte Zielgruppen + YouTube TrueView for Action

Mit TrueView for Action und benutzerdefinierten Zielgruppen können Marketer Personen auf YouTube erreichen, nachdem sie bei Google nach einem bestimmten Keyword gesucht haben.

Hier sind einige Taktiken, die du nutzen kannst:

  • Verwende den Markennamen deines Konkurrenten, den Markennamen + das Produkt / die Dienstleistung und den Markennamen + das Produkt + den Standort als Keywords für deine benutzerdefinierte Zielgruppe. Dies ist eine kostengünstige Möglichkeit, mit Videos deine Markenbekanntheit unter potenziellen Kunden (die vielleicht noch nicht wissen, dass dein Unternehmen existiert) zu steigern, die derzeit die Website deiner Mitbewerber besuchen.

    Das ist extrem günstig im Vergleich zu direkten Geboten auf die Markennamen deiner Konkurrenten in der Google-Suche. Darüber hinaus ist es eine unauffällige Methode, um ihre Besucher anzusprechen, ohne dass sie deine Anzeigen in den Google-Suchergebnissen für ihren Markennamen sehen.

  • Richte ein Retargeting für Nutzer ein, die nach Anleitungen suchen ("wie mache ich ...") und stelle ihnen beim nächsten Besuch auf YouTube hilfreiche Videoinhalte zur Verfügung. Dies ist eine einfache Möglichkeit, YouTube-Abonnenten zu gewinnen und deine thematische Autorität aufzubauen, während deine Inhalte relevant bleiben.
  • Richte ein Retargeting für Nutzer ein, die bei Google nach bestimmten Produkten suchen, so dass sie beim nächsten Besuch auf YouTube kurze Produktdemos oder Kundenreferenzen zu denselben oder ähnlichen Produkten erhalten, und biete ihnen mit einem starken CTA einen schönen Rabatt an.

4) Benutzerdefinierte Zielgruppen + LinkedIn Sponsored InMail

Ich habe das Beste für den Schluss aufgehoben!

Wenn du im B2B-Vertrieb tätig bist, wirst du diese Taktik lieben, da sie den Vertriebsteams erfolgreichere Kontaktaufnahmen ermöglicht. Betrachte sie als Upgrade vom ungefragten Versand von Nachrichten an eine "Konktaktliste" (auch bekannt als kalte E-Mails).

Wie bei obiger Taktik für Account-basiertes Marketing können Marketing-Teams hier den Traffic aus Display-Anzeigen mit benutzerdefinierten Zielgruppen mit dem aus bezahlten Suchanzeigen kombinieren, um eine Retargeting-Liste auf LinkedIn zu erstellen - für Personen, die eine bestimmte Software oder einen bestimmten Service erwerben wollen.

Wenn die LinkedIn-Retargeting-Liste wächst, können Marketer eine Sponsored InMail-Kampagne erstellen (mit ihren Vertriebskollegen als Absender), die auf diese Personen abzielt und nur 0,20 US-Dollar pro Versand kostet!

Das Beste an LinkedIn Sponsored InMail ist, dass Nachrichten nur dann in den Posteingang eines Benutzers gelangen, wenn er angemeldet und auf LinkedIn aktiv ist. Dadurch erreicht deine Nachricht eine Öffnungsrate von fast 99 %. Diese Zahl ist höher als bei jeder herkömmlichen E-Mail-Marketing-Kampagne!

Diese Taktik eignet sich hervorragend für Initiativen im Account-basierten Marketing sowie für Unternehmen, deren Vertriebsstrategie darauf ausgelegt ist, über Vertriebsteams an bestimmte Branchen zu verkaufen. Jeder Vertriebsmitarbeiter kann als Absender für das relevante kaufbereite Zielgruppensegment fungieren.

Wie du dir vorstellen kannst, ist das besser als eine Liste unbekannter Kontakte zusammenzustellen und ihnen kalte E-Mails zu senden, denn so setzt du einfach eine Konversation auf LinkedIn fort, die die betreffenden Nutzer bei Google gestartet haben. Du bist von vornherein relevant.

Unterm Strich

Abschließend ist zu sagen, dass sich in Plattformen und Marketingkanälen noch viele weitere datengesteuerte Techniken verstecken, die ich hier nicht behandelt habe. Dazu gehört etwa die Erstellung einer benutzerdefinierten Zielgruppe unter Verwendung des Besucher-Traffics deines Konkurrenten und der Versand einer Sponsored InMail, um diese Nutzer für dich zu gewinnen.

Der Schlüssel liegt in dem Wissen, wie du die Besuchsdaten von Erstanbietern zu deinem Vorteil nutzen kannst. Wie das Sprichwort sagt:

Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.

Nutze Sie diese Strategien mit benutzerdefinierten Zielgruppen vorsichtig - sie sind sehr effektiv.

Und jetzt kommst du!

Hast du schon mal eine Kampagne mit benutzerdefinierten Zielgruppen gestartet? Wenn nicht, wirst du es jetzt ausprobieren? Welche anderen Strategien kannst du dir noch vorstellen?

Teile gerne deine Ideen und Kommentare mit uns. Wir sind gespannt!

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