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Was ist ein (Anchor) Ankertext?

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Was ist ein (Anchor) Ankertext?

Wer sich im Online-Marketing auskennt, weiß um die Wichtigkeit des Linkbuildings für die Offpage-Optimierung, die sich wiederum stark auf die Suchmaschinen-Rankings einer Website auswirkt. Sogar beim Aufbau einer Backlinkauf-Strategie spielen die Ankertexte eine große Rolle.

Doch auch die Wörter sind wichtig, die verwendet werden, um Webseiten zu verlinken – und zwar sehr! Diese Wörter werden als Ankertext bezeichnet, und die Google-Algorithmen widmen ihnen mehr Aufmerksamkeit, als vielen Neulingen (und sogar einigen Marketing-Veteranen) klar ist.

Früher war es möglich, Google mit Keyword Stuffing zu manipulieren, also übermäßige Verwendung wichtiger Keywords in Ankertexten. Doch Google ergriff Gegenmaßnahmen und beobachtet seither nicht nur sorgfältig, welche Wörter Sie in Ihren Links verwenden, sondern auch, wie oft Sie sie verwenden und wie der umgebende Text zusammengesetzt ist.

Die technischen Details sind kompliziert, aber die Grundlagen sind für jeden leicht zu verstehen und anzuwenden. Indem Sie Ihre Ankertexte optimieren – aber nicht überoptimieren – und die Best Practices lernen, können Sie Ihre SEO verbessern und sich höhere Rankings erarbeiten.

Wenn Sie aber gegen die Regeln verstoßen, kann Google Ihre Website abstrafen. Es ist somit wichtig, dass man die Google Penalty erkennt. Diese Studie "Penalties für unnatürliche Links" zeigt einige Beispiele auf. 

In diesem Beitrag finden Sie:

  • eine Erklärung, was Ankertext ist
  • alle Best Practices für Ankertexte, die Sie kennen sollten
  • eine Erklärung, wie sich Ankertexte auf die SEO auswirken
  • Tipps zur Perfektionierung Ihrer Ankertexte
  • Beispiele für gute und schlechte Ankertexte 

Was ist Ankertext und warum ist er wichtig?

Ein Anker ist ein Text eines Backlinks bzw. Links, den Sie sehen und er ist klickbar. Er sagt aus, was Sie auf der nächsten Seite erwartet.

Der Link oder Backlink verankert zwei Seiten im Internet ineinander. Dabei kann dies eine interne Verlinkung innerhalb einer Webseite oder ein externer von der Seite einer anderen Webseite sein.

Meistens verknüpfen diese Anker Webseiten, doch sie können auch Downloads initiieren und auf Dokumente wie PDFs oder Dateien in Google Drive verlinken. Daher sollten Sie nur auf Anker von Websites klicken, denen Sie vertrauen, und zunächst mit der Maus über den Link fahren, um sicherzustellen, dass die URL seriös aussieht.

Hier ist ein Beispiel:

SEMrush ist ein umfassendes Marketing-Toolkit für Profis im digitalen Marketing.

In diesem Satz ist "SEMrush" der Ankertext. Wenn Sie mit der Maus über den Anker fahren, können Sie sicher sein, dass er auf die SEMrush-Homepage verweist und nicht auf eine mysteriöse schädliche Datei.

Der Text, den Sie für Ihre Anker verwenden, ist aus mehreren Gründen wichtig:

  1. Er lässt Ihre Leser wissen, was sie zu erwarten haben, bevor sie auf den Link klicken. Wie die Nielsen Norman Group erklärt, ist ein Link ein Versprechen. Ankertexte geben ein Versprechen über die Inhalte am Ziel des Links ab und müssen daher von hoher Relevanz sein.
  2. Er teilt auch den Google-Algorithmen mit, worum es im verlinkten Inhalt geht. Diese werten Ihre Ankertexte aus, um sicherzustellen, dass Sie keine Spam-Praktiken anwenden, und um zu bestimmen, welche Themen Ihre Texte behandeln.
  3. Ankertexte nutzt man sogar für die Optimierung der internen Verlinkung

SEO ist eine komplexe Angelegenheit, die aus Tausenden kleiner Details besteht. Viele weitere finden Sie auf unserer großen SEO-Checkliste für den SEO-Audit 2020.

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Ankertext-HTML verstehen

Ankertext-HTML ist simpel. Im Fall von Wordpress SEO können Sie die Links sehr einfach im Editor erstellen. 

anchor text html example

Wenn Sie zum visuellen Editor wechseln, sehen Sie, wie der Link im Frontend nur den Ankertext anzeigt:

anchor text visual example

Ankertext und Backlinks

An dieser Stelle lohnt es sich, zwischen Nofollow- und Do-Follow-Links zu unterscheiden.

Im HTML besteht der einzige Unterschied darin, dass ein Nofollow-Link zusätzlichen Code enthält. Im obigen Beispiel würde ein Nofollow-Link folgendermaßen aussehen:

<a href="https://www.semrush.com/analytics/backlinks/" rel="nofollow">Backlink Analytics</a>

In den Augen der Google-Algorithmen macht dieser winzige Code jedoch einen enormen Unterschied.

  • Nofollow: Weist Google an, den Backlink bei der Bestimmung der Suchmaschinen-Rankings beider Seiten nicht zu berücksichtigen. Seit dem 1. März 2020 zieht Google Nofollow-Links allerdings als "Hinweise" heran, um die Position einer Website in den Suchergebnissen zu bestimmen.

    • Sponsored: Teilt Google mit, dass dieser Link aufgrund einer Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Publisher erhalten wurde.

    • UGC (User Generated Content): Teilt Google mit, dass der Link (und der gesamte Inhalt) von Nutzern auf dieser Seite platziert wurde.

  • Do-Follow: Do-Follow-Links gibt es eigentlich nicht. Zur Unterscheidung von Nofollow werden gewöhnliche Links ohne einschränkendes Attribut umgangssprachlich als Do-Follow-Links bezeichnet. Diese Links werden beim Crawlen von Google verfolgt und wirken sich auf die Autorität der verlinkten Seite aus.

Nofollow-Links sind eigentlich eher ein Thema beim Linkaufbau, aber es lohnt sich, sie im Kopf zu behalten, wenn Sie Ihre Ankertexte auswählen (hierauf kommen wir unten in den Best Practices zurück).

10 Arten von Ankertext und wie sie funktionieren

Wenn es um Suchmaschinenoptimierung und Google-Algorithmen geht, sind die Dinge nie ganz einfach. So auch bei diesem Thema. Google unterscheidet mindestens zehn verschiedene Arten von Ankertext. 

Hier ist eine Momentaufnahme der SEMrush-Anker:

image.png

Quelle: SEMrush

Generische Ankertexte

Ein generischer Anker enthält keine Keywords. Der Leser muss dem umgebenden Text entnehmen, was ihn auf der Zielseite erwartet.

Generischer Ankertext mag spammig erscheinen, kann aber sehr nützlich sein. Er enthält meist direkt umsetzbare Vorschläge und Handlungsaufforderungen oder lenkt Aufmerksamkeit auf den Link.

Beispiele für generische Ankertexte:

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Marken-Ankertexte

Markenanker enthalten Ihren Markennamen und eignen sich hervorragend zum Aufbau von Bekanntheit. Außerdem sind sie sicher davor, von Google als Spam gewertet zu werden.

Allerdings – und das ist ein großes Problem – wird es komplizierter, wenn Sie eine EMD (Exact Match Domain) verwenden, die ein Ziel-Keyword enthält. Google gewährt Ihnen einen gewissen Spielraum. Wenn Sie jedoch überoptimieren, können Sie abgestraft werden.

Wenn Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mit Ihrer Marke in Verbindung stehen, z. B. ein CEO, Journalist, Influencer oder Autor, identifiziert Google vielleicht auch Links mit deren Namen als Marken-Ankertexte.

Beispiele für Marken-Ankertexte:

  • Bill Hartzer von BillHartzer.com ...

  • Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ...

  • SEMrush ...

  • Julia McCoy schreibt in The Write Blog ...

  • Wie CT News Junkie berichtet ...

Genau passende Ankertexte

Genau passende Ankertexte entsprechen exakt dem Keyword, auf das die verlinkte Seite abzielt. Wenn jemand mit dem Wort "Ankertexte" auf diesen Blogartikel verlinken würde, hätten wir ein Beispiel für genau passenden Ankertext, da dies das Keyword ist, das hier im Mittelpunkt steht.

Während es wichtig ist, einige Links mit genau passenden Textankern zu erhalten, können Sie für Spam abgestraft werden, wenn es zu viele sind.

Beispiele für genau passende Ankertexte:

  • Linkaufbau

  • Laufschuhe

  • Conversion-Rate-Optimierung im B2B

  • Gebrauchte Bücher

(In allen Beispielen gehen wir davon aus, dass die verlinkte Seite auf die genaue Phrase des Linktextes abzielt.)

Teilweise übereinstimmende Ankertexte

Teilweise übereinstimmende Ankertexte enthalten Ihre Keyword-Phrase zusammen mit anderen generischen, zufälligen oder Stoppwörtern.

Beispiele für teilweise übereinstimmende Ankertexte:

  • Nützliche SEO-Tools zur Verlinkung einer Seite, die auf "SEO-Tools" abzielt

  • Hier Laufschuhe kaufen für "Laufschuhe"

  • Informativer Leitfaden zur Keyword-Strategie für "Keyword-Strategie"

Verwandte Ankertexte

Verwandte Ankertexte verlinken mit einer Variation des Ziel-Keywords auf eine Seite. Sie ähneln den teilweise übereinstimmenden Keywords, enthalten aber nicht die genaue Keyword-Phrase.

Sie sollten einige Links mit verwandten Ankertexten aufbauen, damit die Crawler von Google besser verstehen, worum es auf Ihren Seiten geht. So sorgen Sie zugleich für ein abwechslungsreiches Linkprofil, das in Googles Augen weniger spamverdächtig ist.

Beispiele für verwandte Ankertexte:

  • Jemens Wasserkrise zur Verlinkung auf eine Seite mit dem Titel "Cholera-Epidemie im Jemen"

  • Adidas Yeezy Boost zur Verlinkung auf "Laufschuhe kaufen"

  • Social Media Marketing zur Verlinkung auf "Content-Strategy für Facebook"

Zufällige Ankertexte

Einige Link-Analyse-Tools stecken zufällige und generische Anker in dieselbe Kategorie. Zufällige Ankertexte können jedoch auch Phrasen enthalten, die nicht ganz so allgemein sind wie "hier klicken", aber auch nicht wirklich mit dem Ziel-Keyword zusammenhängen.

Beispiele für zufällige Ankertexte:

  • Detaillierter Artikel

  • Neuer Stil

  • Die Regeln haben sich geändert

Je nach Kontext können zufällige Ankertexte im Prinzip alle möglichen Wörter enthalten.

Nackte Links als Ankertexte

Ein nackter Link ist einfach eine anklickbare URL. Manchmal werden solche Links zum Beispiel genutzt, um am Ende eines Artikels ein Quellenverzeichnis anzubringen.

Sie sind nicht hübsch, aber Google mag nackte Links, weil sie mit weit geringerer Wahrscheinlichkeit für Spam-Praktiken genutzt werden.

Beispiele für nackte Links als Ankertexte:

  • https://www.mariehaynes.com/eat/

  • matthewwoodward.co.uk/seo/reporting/google-analytics-event-tracking/

  • www.adidas.de

Kombinationen aus Marken und Keywords als Ankertexte

Diese beinhalten Ihren Markennamen (oder Ihre Markenphrase) und ein Keyword. Sie können nützlich sein, um auf ein Keyword zu optimieren, ohne für Google nach Spam auszusehen, und gleichzeitig die Markenbekanntheit zu steigern.

Beispiele für Marken-Keyword-Kombinationen:

  • SEMrush für die Keyword-Recherche

  • Laufschuhe bei Adidas

  • Parfüm von Ulta

Bilder-Links

Wahrscheinlich wissen Sie, dass es für die Bilder-SEO ist, Bilder auf Webseiten mit Alternativtexten auszustatten. Diese Alternativtexte werden von Google auch als Ankertexte ausgewertet, wenn Bilder als Links dienen.

Bildanker sind gut, weil sie Ihr Ankertext-Profil diversifizieren. Außerdem können sie Ihre SEO für die Google-Bildsuche verbessern. Auch aus diesem Grund sollten Alternativtexte anschaulich und beschreibend gestaltet werden.

Beispiele für Bild-Anker:

  • Günstige Katzen-Kratzbäume für die Wohnung

  • SEMrush-Leitfaden für das Link-Building

  • Reisezubehör von LifeStraw

Longtail-Anker

Longtail-Anker ähneln solchen mit Kombinationen aus Keywords und weiteren Wörtern, sind jedoch länger. Sie geben Ihnen die Möglichkeit, Ihr Keyword zusammen mit verwandten, beschreibenden, generischen oder Marken-Keywords zu verwenden.

Manchmal enthalten Longtail-Anker eine ganze Unterüberschrift oder Überschrift als Link. In anderen Fällen verlinken die Autoren ganze Sätze. Longtail-Anker sind nicht immer die richtige Wahl, können aber eine unterstützende Rolle in der Suchmaschinenoptimierung spielen.

Beispiele für Longtail-Anker:

  • Lesen Sie im SEMrush-Blog mehr über Keyword-Recherche

  • Warum doppelte Inhalte schlecht für die SEO sind

  • Erinnern Sie sich noch daran, dass Amazon mal ein Buchhändler war? 

Wie wirken sich Ankertexte auf Ihre SEO aus?

Google hat Ankertexte immer verwendet, um zu ermitteln, worum es auf Webseiten geht, damit sie für die richtigen Keywords angezeigt werden können. Das originale Google-Konzept enthält einen ganzen Abschnitt über Ankertext. Hier ein Auszug:

Linktexte werden in unserer Suchmaschine besonders behandelt. Die meisten Suchmaschinen betrachten den Text eines Links im Zusammenhang der Seite, auf der sich der Link befindet. Wir betrachten ihn außerdem im Zusammenhang der Seite, auf die der Link verweist.

Nach Googles Auffassung bieten Ankertexte objektivere Beschreibungen eines Seiteninhalts, als die Seiten selbst durch Metadaten bereitstellen. Das ist plausibel. Anker für Backlinks stammen aus dritten Quellen.

Laut Google helfen Anker dem Algorithmus auch beim Crawlen von Inhalten, die keinen Text für die Indexierung im Internet bereitstellen, zum Beispiel:

  • Bilder
  • Programme
  • Apps
  • Datenbanken
  • Dokumente

Ankertext spielte früher eine große Rolle für Suchmaschinen-Rankings – tatsächlich eine etwas zu große.

Können Sie sich denken, warum?

Vor 2012 verwendeten Marketer oft gezielt Keywords mit exakter Übereinstimmung, um den Google-Algorithmus zu manipulieren. Wenn Sie für die interne und externe Verlinkung viele keywordreiche Ankertexte nutzten, konnten Sie schnell für diese Keywords auf Platz eins gelangen – auch wenn Ihre Website überhaupt nichts mit dem Thema des Ankertextes zu tun hatte.

Wenn mehrere Websites denselben Ankertext verwendeten, um auf eine Seite zu verlinken, nahm Google an, dass die Seite für diesen Text relevant sein musste. Also erhielt sie einen hohen Rang.

Schließlich wurde Google auf die manipulative Praxis aufmerksam und spielte im April 2012 das erste seiner Penguin-Updates ein, das gezielt gegen manipulative Ankertexte vorging. Viele Webmaster sahen, wie ihre Rankings fielen, und beeilten sich, ihre Ankertext-Strategie zu optimieren. 

Zu viele genau passende Ankertexte meiden

Heutzutage ist es in der SEO-Community ein bekanntes Tabu, nur exakt passende Ankertexte zu verwenden.

Stattdessen gilt es, sich auf eine gewisse Zufälligkeit einzulassen. Google achtet immer noch genau auf Ankertexte und wertet sie aus, um den Inhalt der verlinkten Seite zu beurteilen. Wenn Sie jedoch versuchen, den Algorithmus mit Ankertexten zu manipulieren, sollten Sie damit rechnen, dass Google dies merkt.

Google weiß, dass manche Domainnamen Keywords enthalten. Diese werden als Exact Match Domains (EMDs) bezeichnet. In bis zu 70 % der Fälle gewährt Google Ihnen die Unschuldsvermutung und geht davon aus, dass es sich um einen Marken- statt um einen genau passenden Keyword-Anker handelt.

Beachten Sie, dass Google ständig neue Algorithmen einspielt und vorhandene aktualisiert. Eines Tages könnten Sie aufwachen und feststellen, dass Google nach einem Update plötzlich den Unterschied zwischen Marken- und genau übereinstimmendem Ankertexten für EMDs erkennt. Man weiß es nicht.

Es ist immer am besten, Ihre Anker relevant zu halten, eine Überoptimierung zu vermeiden und vor allem eine positive Erfahrung für Google-Nutzer zu schaffen.

Der Markenname entspricht einem Keyword

Wie Sie Ankertexte für Suchmaschinen optimieren

Wenn wir hier über die Optimierung von Ankertexten sprechen, orientieren wir uns an den Best Practices von Google – es geht nicht um eine Manipulation des Algorithmus.

Im Oktober 2019 hat Google das BERT-Update veröffentlicht, das neue Technologien zur Verarbeitung natürlicher Sprache verwendet, um Seiten zu verstehen und zu bewerten. Was bedeutet das für Ankertexte? Wir wissen es nicht genau, da Google seine Algorithmen wie Staatsgeheimnisse schützt.

Es könnte allerdings bedeuten, dass Google dem textlichen Umfeld eines Links mehr Aufmerksamkeit schenkt. Statt nur den Ankertext zu lesen, könnten Googles Crawler auch die umgebenden Wörter und Sätze stärker scannen und berücksichtigen als zuvor.

Google priorisiert die Nutzererfahrung und die bestmögliche Beantwortung der Suchanfragen vor allem anderen. Das sollten Sie also auch tun.

Deshalb bedeutet Ankertext-Optimierung, die größtmögliche Nutzerfreundlichkeit zu bieten.

Meiden Sie eine Verlinkung toxischer Websites

Google achtet darauf, welche Websites Sie verlinken. Wenn Sie auf Seiten verlinken, die falsche Informationen verbreiten, Hass fördern oder Spam-Praktiken betreiben, kann Google Sie dafür bestrafen. Selbst wenn eine Website gute Absichten verfolgt, kann ein externer Link Ihr Ranking beeinträchtigen.

Dies nennt sich das Co-Citation-Prinzip. Das Alexa-Ranking von Websites zu prüfen und nur solche mit einem Score von 100.000 oder weniger zu verlinken ist eine kluge Praxis.

Google weiß, dass Sie manchmal auf eine minderwertige Website verlinken müssen. Vielleicht ist es die einzige Quelle oder Sie wollen bestimmte Aussagen widerlegen. In diesem Fall können Sie Google über einen Nofollow-Link mitteilen, dass Sie diese Website nicht unterstützen und nicht wünschen, dass sie auf Ihre SEO angerechnet wird.

Stellen Sie sicher, dass Ankertexte relevant sind

Relevanz ist der Schlüssel. Während zu viele genau passende Anker gegen Sie arbeiten können, sollten Ankertexte grundsätzlich dem Thema der verlinkten Seite entsprechen.

Denken Sie daran, dass Google Links als Informationen verwendet, um zu bestimmen, worum es auf Webseiten geht und wie wichtig sie sind, damit für Suchanfragen nach bestimmten Keywords passende Inhalte angezeigt werden können. Wählen Sie also Ankertexte, die für den Link sinnvoll und für Ihre Leser nützlich sind.

Wenn Sie nur um der Vielfalt willen zufällige Wörter für Ankertexte auswählen, kann dies dazu führen, dass die Links als Clickbait wahrgenommen werden und Ihre Leser unzufrieden sind. Auch Google hat dies als potenzielles Problem im Auge. 

Vermeiden Sie genau passende Ankertexte bei internen Links

Eine zu starke Häufung von genau passenden Ankertexten für interne Links birgt ein Risiko. Google weiß, dass Sie keine Kontrolle darüber haben, was andere Websites tun, doch Ihre interne Verlinkung liegt in Ihrer Verantwortung.

Wenn Sie genau passende Anker für interne Links verwenden, kommt Google vielleicht zu dem Schluss, dass Sie versuchen, mit Ihrer Onpage-Optimierung das System zu manipulieren. Eine Abstrafung kann die Folge sein. Verwenden Sie eine Mischung aus verwandten, Longtail- und generischen Ankertexten für interne Links.

Verwenden Sie verschiedene Arten von Ankertexten

Zufälligkeit ist bei Ankertexten von Vorteil. Streben Sie etwa diese Zusammensetzung an:

  • 30 % bis 40 % Marken-Ankertexte

  • 30 % bis 40 % gemischte Ankertexte (Keyword + generische Wörter)

  • 20 % bis 40 % generische, verwandte, nackte, zufällige, genau passende und andere Ankertexte

Hier ist nichts in Stein gemeißelt. Schauen Sie sich die besten Websites in Ihrer Branche an und prüfen Sie ihre Verwendung von Ankertexten für aus- und eingehende Links, um Inspiration für Ihre Linkstrategie zu erhalten.

Beachten Sie den umgebenden Text

Googles BERT-Update hat uns gezeigt, dass die Suchmaschine ihre Strategie auf natürliche menschliche Sprache und den umgebenden Kontext fokussiert.

Wenn Sie etwas online lesen, sehen Sie sich nicht nur Ankertexte an, um zu entscheiden, ob Sie auf einen Link klicken. Sie lesen auch die umgebenden Sätze und Absätze, um sich eine Vorstellung vom Linkziel zu bilden.

Wir können davon ausgehen, dass Google das auch tut. Die meisten Marketer verwenden keine ganzen Sätze als Anker. Es mag jedoch sinnvoll sein, zu berücksichtigen, dass die Google-Bots den gesamten Satz auswerten, während sie unseren Ankertext scannen.

Daher vermeiden Sie es vielleicht auch besser, dieselben Ankerwörter in einem Text immer wieder zu verwenden – selbst wenn Sie jedes Mal auf eine andere Seite verlinken. Google könnte Wiederholung als Überoptimierung einstufen und Sie bestrafen.

Vernachlässigen Sie Ihre Alt-Tags nicht

Alt-Tags für Bilder sind aus mehreren Gründen von Bedeutung:

  • Sie teilen sehbehinderten Lesern mit, was auf einem Bild zu sehen ist.

  • Sie lassen die Google-Bots wissen, was auf einem Bild zu sehen ist.

  • Sie fungieren als Ankertexte für Bilder.

Alt-Tags für Bilder sollten beschreibend sein und wie natürliche Sätze klingen. Früher wurden Alt-Tags oft mit Keywords überfrachtet, aber Google ist schnell dahintergekommen. Beschränken Sie den Einsatz von Keywords hier auf ein Minimum.

Wählen Sie ein Haupt-Keyword und fügen Sie es in einen beschreibenden Satz über das jeweilige Bild ein. 

Schreiben Sie Gastartikel

Einige Vermarkter haben das Schreiben von Gastartikeln als Teil einer Strategie zum Linkbuilding bereits abgeschrieben. Allzu oft wurden Autorenprofile genutzt, um Anker und Backlinks großzügig mit Keywords zu versehen.

Während dies sicherlich keine gute Strategie ist, können Sie dennoch weiterhin Gastartikel auf hochrelevanten und vertrauenswürdigen Websites verwenden, um Backlinks aufzubauen und Ihre SEO zu verbessern.

Beschränken Sie sich dabei auf maßgebliche Websites Ihrer Nische. Google wird es nicht belohnen, wenn Sie auf Content-Farmen veröffentlichen, die bereits ein Dutzend Mal als Spam markiert wurden.

Resümee: Mehr Aufmerksamkeit für Ankertexte

Ankertext ist ein wichtiger Faktor für die SEO Ihrer Website. Ankertexte helfen Google herauszufinden, welche Websites Spam-Taktiken anwenden und welche legitim sind. Ankertexte verraten Ihren Lesern, wo sie weitere Informationen finden und was sich auf verlinkten Seiten befindet. 

Bei der Entwicklung einer Linkbuilding-Strategie sollten Ankertexte kein nachträglicher Gedanke sein. 

Es ist Ihre Aufgabe als Marketingspezialist, sorgfältig zu entscheiden, welche Arten von Ankertext und welche Wörter Sie in welchem Kontext verwenden. Wie bei den meisten SEO-Fragen sind Vielfalt und Mäßigung entscheidend. Verwenden Sie nicht zu viele Keywords, diversifizieren Sie Ihre Ankertexte und verlinken Sie nur auf hochrelevante, seriöse Seiten.

Speichern Sie die wichtigsten Punkte aus diesem Beitrag für später, indem Sie die unseren Praxisleitfaden für Ankertexte herunterladen. Auch eine Infografik haben wir vorbereitet:

Anchor text infographic

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