Onpage SEO: Der Leitfaden für die Optimierung von A bis Z

Evgeni Sereda

May 15, 20219 min read
Optimiere deine Seite mit einer exzellenten Onpage-SEO, so dass Suchmaschinen deine Inhalte finden und im Suchergebnis hoch platzieren.

Der organische Traffic von Suchmaschinen macht den größten Traffic-Anteil vieler Websites aus. Wie viele Nutzer im Suchergebnis klicken, hängt davon ab, ob deine Seite dort hoch oder weniger hoch platziert ist.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) dient dazu, deine Rankings auf den Suchergebnisseiten zu verbessern.

Eine effektive SEO-Strategie umfasst Onsite- und Offsite-Maßnahmen. Offsite, also außerhalb deiner Website, geht es vor allem um den Aufbau deines Backlink-Portfolios. Die Offpage-SEO wird oft mit Backlinkaufbau gleichgesetzt, doch sie umfasst weitaus mehr.

Onsite- oder Onpage-Strategien konzentrieren sich auf die Optimierung einer Reihe von Elementen technischer SEO, beispielsweise Meta-Tags und Keywords. 

In diesem Leitfaden beschäftigen wir uns mit der Frage, warum qualitativ hochwertiger Onpage-Content sowohl für deine SEO Zielgruppe als auch für Suchmaschinen wichtig ist. Außerdem erklären wir einige wichtige Onpage-SEO-Faktoren, die zur Verbesserung deiner Rankings beitragen können:

Was ist Onpage- und Offpage-SEO?

Onpage- und Offpage-SEO bestimmen zusammen die Reputation und das Ranking einer Website. Wenn sie einander ideal ergänzen, entsteht eine starke Ressource, die für Nutzer leicht zu finden ist.

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Was ist Onpage-SEO?

Onpage-SEO, auch als Onsite-SEO oder Onsite-Optimierung bezeichnet, ist die Praxis, den Inhalt deiner Seite (sowohl den Textinhalt als auch den HTML-Quellcode) zu optimieren, um sie so gut auffindbar wie möglich zu machen.

Dein Ziel muss es sein, Google, Bing und anderen Suchmaschinen das Verständnis des Materials auf der Seite zu erleichtern, damit sie es relevanten Suchanfragen zuordnen können.

Onpage-SEO organisiert den Inhalt einer Seite so, dass Suchmaschinen-Crawler das Material verstehen und entsprechend einordnen können.

Was ist Offpage-SEO?

Offpage-SEO umfasst Maßnahmen, die außerhalb deiner eigenen Website stattfinden und deren Sichtbarkeit im Web beeinflussen. Suchmaschinen wollen wissen, dass die Seiten, die sie für ihre Nutzer auflisten, vertrauenswürdig sind.

Um die Autorität einer Seite besser einschätzen zu können, untersuchen Suchmaschinenalgorithmen die Reputation der Website innerhalb ihres digitalen Ökosystems. Dazu werten sie auch alle Backlinks aus, die auf die Seite als Ressource verweisen.

Der wichtigste Baustein der Offpage-Optimierung ist das Linkbuilding. Wenn andere seriöse Websites auf deine Seite verlinken, sehen Suchmaschinen daran, dass diese Seite von anderen geschätzt wird.

Warum ist Onpage-SEO wichtig?

Derzeit sind weit über eine Milliarde Websites online. Suchmaschinenalgorithmen müssen enorme Datenmengen sortieren, um Webinhalte zu organisieren und den Nutzern die Inhalte bereitzustellen, die am besten auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Mit einer hochwertigen Onpage-Optimierung hilfst du Suchmaschinen, die Relevanz deines Contents mit dem Keyword zu verknüpfen, für das du ein Ranking gewinnen willst. 

Google aktualisiert seinen Algorithmus regelmäßig und verbessert so seine Fähigkeit, nicht nur die Absichten hinter den Nutzeranfragen zu verstehen, sondern auch die Zwecke hinter Websites sowie die Erfahrungen, die sie den Nutzern bieten.

Zum Beispiel hat Google Updates eingespielt, um doppelte Inhalte aufzudecken und zu bestrafen, mobilfähige Websites zu begünstigen und die Nutzerfreundlichkeit zu priorisieren

Was gehört alles zur Onpage-Optimierung?

Die Optimierung für Suchmaschinen und Benutzer erfordert die richtige Strategie. Im Folgenden gehen wir die wichtigsten Punkte durch, die dir dabei helfen, deine Onpage-SEO zu verbessern:

Schritt 1: Die Kriterien von Google verstehen

Um die Onpage-SEO zu verbessern, gilt es zu verstehen, wie die Google-Suche funktioniert - insbesondere der Algorithmus. Der Suchmaschinenriese prüft eine Reihe von Kriterien, um den besten Content für den Nutzer zu ermitteln, der eine Suchabfrage stellt:

  • Erst einmal bewertet Google die Gesamterfahrung der Person, wenn sie zum ersten Mal auf der Seite landet. Seit dem Core-Web-Vitals-Update widmet Google dem ersten Eindruck der Website größere Aufmerksamkeit. Wichtig ist hier vor allem, wie schnell sie geladen wird und Nutzer damit interagieren können.
  • Google schaut sich genau den Content an. Ziel ist, den für die Abfrage relevantesten Inhalt zu identifizieren. Dazu werden die im gesamten Material verwendeten Keywords und Phrasen ausgewertet.
  • Die Suchmaschine registriert, wie Menschen mit den Inhalten interagieren. Klicken sie sich sofort wieder weg? Oder verbringen sie Zeit auf der Website? Daran lässt sich ablesen, ob Nutzer die Seite hilfreich finden.
  • Schließlich sucht Google nach qualitativ hochwertigen Inhalten, die vertrauenswürdig sind. Das angezeigte Material sollte Autorität haben.
  • Beachte auch: E-A-T als Maßstab für die Relevanz des Suchergebnisses für sogenannten YMYL-Webseiten (your money your life). Es sind Finanz- und Medizinwebsites die nach den Kriterien der Expertise, Authorität und Vertrauenswürdigkeit gemessen werden.

Geeignete Tools und Strategien für die Onpage-Optimierung helfen dir, die Kriterien von Google besser zu erfüllen und höhere Rankings zu erzielen. Unser On Page SEO Checker hilft bei bestimmten technischen Details wie Titel-Tags und der Vermeidung von Duplicate Content. 

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Schritt 2: Im ersten Absatz dein Ziel-Keyword verwenden

Indem du dein Haupt-Keyword im ersten Absatz verwendest, stellst du gleich zu Beginn das Thema und den Zweck der Seite klar. Denk daran: Der Algorithmus sucht nach Keywords und Begriffen, die Hinweise auf die Themen deines Contents und die Art der enthaltenen Informationen liefern. 

Mit einem zentralen Keyword im ersten Content-Absatz sollst du die Suchintention des Nutzers möglichst genau treffen. Wenn du dann deinen Content erstellst, integriere semantische Keywords und/oder Synonyme mit engem Bezug zum Haupt-Keyword, die Google erwartet.

Führe eine Keyword-Recherche durch und hilf den Suchmaschinen zu erkennen, welche Wörter in der Branche wichtig sind. Die Keyword-Dichte (Achtung: Kein SEO-Kriterium!) des Materials sollte natürlich bleiben, sodass der Text nicht holprig wird.

Schritt 3: Titel und Untertitel mit H1- und H2-Tags auszeichnen

Mithilfe von H1- und H2-Tags lenkst du die Aufmerksamkeit der Suchroboter auf deinen Seitentitel und die inhaltliche Hierarchie deines Contents. Dies macht die Textstruktur für den Algorithmus transparent, sodass er erkennt, wie du deinen Text organisiert hast. 

Haupt- und Zwischenüberschriften enthalten außerdem wichtige Hinweise zu dem Material in den jeweiligen Absätzen, sodass die Suchmaschine dieses leichter einordnen kann.

Denk daran, dass Google Wert auf die User Experience legt. Inhalte, die als riesige Textwand erscheinen, können schwer zu lesen sein. Eine klare Strukturierung verbessert die Lesbarkeit und erleichtert es Lesern, die Textabschnitte zu finden, die für sie und ihre Abfrage am relevantesten sind.

Eine klare Struktur von H1- und H2-Tags kommt bei Suchmaschinen und Benutzern gut an. Ergebnisse aus unserer Studie über das Content Marketing zeigen, dass gut strukturierte Inhalte mit größerer Wahrscheinlichkeit eine hohe Leistung erzielen.

Durch Verlinkung kannst du Google zeigen, in welcher Beziehung dein Material zu deiner übrigen Website und dem weiteren digitalen Ökosystem steht. Verlinkungen auf externe Quellen werden als ausgehende Links bezeichnet.

Content-Autoren verwenden ausgehende Links häufig, um zusätzliche hilfreiche Informationen oder maßgebliche Quellen zu ihrem Thema bereitzustellen. Da ausgehende Links dazu beitragen können, deiner Website mehr Autorität zu verleihen und ihre Nutzerfreundlichkeit zu verbessern, sollten Marketer sie strategisch einsetzen. 

Interne Links dagegen verweisen auf Inhalte deiner eigenen Website. Wenn du ein bestimmtes Thema erwähnst, zu dem du ausführlichere Inhalte hast, ist es sinnvoll, auf diese zu verlinken. Interne Verlinkung erleichtert es den Nutzern, sich auf deiner Website zurechtzufinden, und macht deine Inhalte sichtbarer. Dies reduziert Absprungraten und fördert die Wertschätzung deiner Marke. 

Außerdem vermitteln diese Links Informationen über deine Website-Architektur an Google. Sie zeigen der Suchmaschine, wie sich die Inhalte auf der Website zueinander verhalten und wie tief sie in bestimmte Themen vordringen, was die Autorität der Website steigern kann.

Schritt 5: URLs optimieren

Auch die URL-Struktur deiner Webseite kann dir SEO-Vorteile bringen. Wenn deine URL wichtige Keywords enthält, wird noch einmal deutlicher, welches Thema die Seite behandelt.

Sowohl Suchmaschinen als auch Benutzer können der URL entnehmen, worum es auf der Seite geht. Dies kann Letzteren die Entscheidung erleichtern, im Suchergebnis auf dein Snippet zu klicken, was für dich Traffic bedeutet.

Schritt 6: Titel-Tags optimieren

Das Titel-Tag wird im Suchergebnis zwischen URL und Meta-Description angezeigt. 

Es vermittelt Nutzern bei Ansicht der Suchergebnisse wichtige Informationen zum Inhalt deiner Seite. Sie entscheiden wesentlich anhand des Titels, ob deine Inhalte ihren Anforderungen entsprechen. Ein starker Titel, der wichtige Keywords enthält, kann daher die Klickrate (Click Through Rate - CTR) und den Traffic erhöhen.

Schritt 7: Meta-Beschreibungen hinzufügen und verbessern

Die Meta Description im Quelltext deiner Seite wird von Google als Kurzbeschreibung unter der URL und dem Titel im Suchergebnis angezeigt. Diese Beschreibung liefert weitere Informationen zu den Inhalten der Seite. Wenn die Worte bzw. Keywords in deiner Beschreibung gut mit der Suchanfrage eines Nutzers übereinstimmen, zeigt ihm dies, dass deine Seite relevante Informationen für ihn enthält.

Betrachte die Meta-Beschreibung als Chance, deine Seite für den Nutzer zu bewerben. Kommuniziere den Mehrwert der Seite und ermutige Leser zum Klicken. 

Schritt 8: Optimierte Inhalte schreiben und überarbeiten

Der Google-Algorithmus wird regelmäßig aktualisiert, um den Suchabsichten der Nutzer und neuen Suchmethoden wie der Sprachsuche besser entgegenzukommen. Da sich der Algorithmus wandelt, müssen Marken auch ihre SEO-Praktiken regelmäßig anpassen, um mit den Veränderungen Schritt zu halten.

Überprüfe regelmäßig deine früher erstellten Inhalte und suche nach Möglichkeiten, sie zu verbessern. Die Verwendung eines On-Page-SEO-Checkers hilft dir dabei.

Beachte dabei, dass sich der Algorithmus ändern mag, das Ziel aber das gleiche bleibt: qualitativ hochwertige Inhalte für Benutzer bereitzustellen.

Schritt 9: Bilder hinzufügen und optimieren

Kunden schätzen Bilder und danken ihre Verwendung mit höheren Interaktionsraten. Nutze Bilder, die deinen Inhalt aufwerten, einschließlich solcher, die du selbst erstellen kannst und die abbilden, was du auf einer bestimmten Seite besprichst.

Die genutzten Bilder ( Bilder SEO) sollten stets optimiert sein. Das heißt:

  • Stelle sicher, dass sie schnell geladen werden, indem du Strategien wie Komprimierung und verzögertes Laden verwendest.
  • Erstelle exzellente Alt-Tags, die der Suchmaschine mitteilen, was auf deinen Bildern zu sehen ist, damit Google sie als nützlichen Inhalt deiner Website verstehen kann. Alternativtext hilft sehbehinderten Personen, die Website zu nutzen und die Inhalte zu verstehen.
  • Wähle Titel und Dateinamen für deine Bilder aus, die den Bildinhalt und die Keywords widerspiegeln, um die der Inhalt kreist.

Schritt 10: Für Benutzerinteraktionen optimieren

Der Inhalt deiner Seite sollte den Leser ansprechen und binden. Das Ziel ist, die Sitzungsdauer zu erhöhen und die Absprungrate zu verringern. Diese Faktoren zeigen Google, dass Nutzer deine Inhalte schätzen. Die Interaktion mit deiner Website legt den Grundstein für eine Beziehung zu diesem Besucher, der hoffentlich später zu einem Lead wird.

Folgendes sind bewährte Mittel, um die Interaktion mit deiner Website zu maximieren:

  • Verwende klare Überschriften, die das Thema jedes Abschnitts deines Contents widerspiegeln, um die Lesbarkeit zu verbessern.
  • Verwende Aufzählungslisten, um das Überfliegen des Materials zu vereinfachen. 
  • Binde Videos in deine Inhalte ein.
  • Erstelle relevante Handlungsaufforderungen (Call-to-Action, CTAs), die Benutzer dazu bringen, auf Gated Content zuzugreifen.
  • Sorge für ein sauberes und klares Layout, das Benutzer nicht von deinen Inhalten ablenkt.
  • Stelle sicher, dass die Seite schnell lädt, indem du Pagespeed optimierst und Best Practices für die Ladezeit umsetzt.

Du musst kein SEO-Experte sein, um deine Onpage-SEO zu verbessern

Du musst kein Experte für technische SEO sein und deinen eigenen HTML-Code schreiben, um eine starke Website zu erstellen, die gute Plätze auf den Suchergebnisseiten erreicht.

Wenn du ein gutes Verständnis des Grundkonzepts hast, was der Google-Algorithmus sehen will und als Ranking-Faktor betrachtet, kannst du bessere Entscheidungen für deine Website treffen und deine Rankings verbessern.

Indem du dich mit den richtigen Hilfsmitteln wie unserem SEO-Toolkit und den richtigen Metriken ausstattest, schaffst du beste Voraussetzungen, um kontinuierlich neue Inhalte zu erstellen, die für Suchmaschinen und Suchende optimiert sind.

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Evgeni SeredaSeit 5 Jahren verantworte ich das Marketing von Semrush in den deutschsprachigen Ländern. Seit 2010 bin ich ein leidenschaftlicher SEO. Die Kombination aus SEO und Marketing setzte ich bei großen Projekten wie die Implementierung der SEO-Maßnahmen und Marketing-Prozessen bei einem großen Retailer. Dabei betreue ich auch kleine Projekte, denn auch mal Hand anzulegen, das macht mir viel Spass. Meine Erfahrung und mein Wissen teile ich gerne mit dir.
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