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James Brockbank

Leiden Ihre Rankings unter Keyword-Kannibalismus?

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James Brockbank
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Beitragsbild:Keyword-Kannibalismus

Keyword-Kannibalismus ist einer der am häufigsten missverstandenen SEO-Begriffe.

Manche SEO-Experten bestreiten sogar, dass er überhaupt existiert, was zur weiteren Verwirrung und Mythenbildung beiträgt. Fakt ist aber, dass Keyword-Kannibalismus für viele Websites ein echtes Problem darstellt und sie daran hindert, höhere Rankings zu erreichen.

Nur ist Keyword-Kannibalismus wahrscheinlich etwas anderes, als Sie dachten.

Lassen Sie uns also mit den Mythen aufräumen und erklären, was Keyword-Kannibalismus ist, was er nicht ist und wie Sie Probleme finden und beheben können, die verhindern, dass Ihre Website ihr volles Potenzial entfaltet.

Was ist Keyword-Kannibalismus in der Suchmaschinenoptimierung?

Viele verstehen unter Keyword-Kannibalismus, dass mehrere Seiten einer Website auf dasselbe Keyword abzielen, sodass jede von ihnen die Chancen der anderen vermindert, ein hohes Ranking zu erreichen. In der Folge bleiben alle betroffenen Seiten hinter ihrem Potenzial zurück.

Das ist jedoch nicht ganz zutreffend.

Wenn zwei oder mehr Seiten Ihrer Website für dasselbe Keyword optimiert sind, bedeutet dies nicht automatisch, dass keine davon einen guten Rang im Suchergebnis erreichen kann.

Keyword-Kannibalismus entsteht durch übereinstimmende Absichten

Bei Keyword-Kannibalismus dreht sich alles um Absichten.

Daher ließe sich das Problem besser als "Keyword-Absichts-Kannibalismus" beschreiben.

Hier sehen Sie ein Suchergebnis für 'Macbook Pro':

Beispiel: Keyword-Kannibalismus

Apple.com ist für diese Suchanfrage mit zwei verschiedenen Seiten auf den organischen Positionen eins und zwei vertreten. Der erste Platz für Apple ist wohl keine Überraschung. Doch wenn es wahr wäre, dass zwei Seiten, die für dasselbe Keyword optimiert wurden, sich gegenseitig die Sichtbarkeit rauben, sollten wir die Domain nicht noch einmal auf der Zwei sehen.

Doch nehmen wir die beiden Seiten einmal genauer unter die Lupe.

Dies ist die erstplatzierte:

https://www.apple.com/macbook-pro/

Screenshot: Apple.com

Wir sehen, dass es sich um Apples Hauptseite für das Macbook Pro handelt, die einen Überblick über das Produkt einschließlich eines einfachen Modellvergleichs bietet.

Die Seite richtet sich an Besucher, die im Zuge ihrer Recherche vor einem eventuellen Kauf nach weiteren Informationen zum Produkt suchen. Es ist eine Informationsseite.

Das andere Ergebnis, das darauf direkt folgt, ist die Seite "Macbook Pro kaufen":

https://www.apple.com/shop/buy-mac/macbook-pro

Screenshot: MacBook Pro kaufen

Dies ist eher eine traditionelle Kategorieseite für Nutzer, die ihre Recherchen abgeschlossen haben und sich dem Kauf nähern. Hier sehen wir nähere Details zu Preisen, technischen Daten und mehr. Die Seite dient eher der Transaktion als der Information - sie ist ein Teil des Kaufprozesses.

Hinter den beiden Seiten stehen völlig verschiedene Absichten.

Die erste stellt das Macbook Pro vor und ermöglicht einen bequemen Vergleich der verfügbaren Modelle, die zweite hilft kaufinteressierten Nutzern, die gewünschte Spezifikation zu finden und den Kauf durchzuführen.

Die beiden Seiten können nebeneinander existieren (und im Suchergebnis erscheinen), ohne bei Nutzern oder Suchmaschinen Verwirrung entstehen zu lassen.

Ein Kannibalismusproblem entsteht durch mehrere Seiten mit derselben Absicht

Als Faustregel gilt, dass mehrere Seiten, die für dasselbe Keyword optimiert sind, nur dann Kannibalismus auslösen, wenn hinter diesen Seiten dieselbe Absicht steht.

In diesem Fall machen Sie sozusagen sich selbst Konkurrenz.

Vor einigen Jahren gab John Mueller von Google während einer Fragestunde auf Reddit ein Statement zum Thema ab. Ein Teilnehmer wollte wissen: "Wie sieht Google Keyword-Kannibalismus? Viele nehmen an, dass mehrere Seiten zum gleichen Thema Suchmaschinen verwirren und Ranking-Chancen vermindern."

Johns Antwort:

Wir bringen einfach den Content, wie wir ihn vorfinden, in eine Rangfolge. Wenn mehrere Seiten grob den gleichen Inhalt haben, konkurrieren sie miteinander, ein bisschen wie Kinder, die sich um den ersten Platz streiten, bis ihn sich jemand anderes schnappt :). Persönlich rate ich eher zu wenigen stärkeren Seiten als zu vielen schwächeren - verwässern Sie nicht den Wert Ihrer Website.

— John Mueller, Google

Stellen Sie es sich so vor:

Welche Seite sollte im Suchergebnis erscheinen, wenn Sie zwei oder mehr Seiten mit derselben Absicht bereitstellen? Welche bringt Nutzern den größeren Mehrwert?

Wahrscheinlich können Sie diese Fragen nicht beantworten, weil es keine richtige Antwort gibt. Keyword-Kannibalismus geschieht fast immer zufällig – indem Seitenbetreiber im Lauf der Zeit neue Seiten veröffentlichen, ohne den bereits vorhandenen Content zu berücksichtigen.

Wenn Sie sich selbst nicht entscheiden können, welche Seite das Ranking erhalten sollte, wie sollte Google es dann können?

Wenn echter Keyword-Kannibalismus gegeben ist, bitten Sie letztlich den Algorithmus der Suchmaschine, die bessere Seite auszuwählen und sichtbar zu machen.

Manchmal weist eine der betreffenden Seiten stärkere Ranking-Signale auf, doch oft ist dies auch nicht der Fall. Dann kann keine von ihnen ihr volles Ranking-Potenzial ausschöpfen. Die Seiten rauben einander die Chancen.

Dies ist ein ernstes Problem, von dem viele Websites betroffen sind, und die Bereinigung solcher Probleme sollte Teil jeder umfassenderen SEO-Strategie sein.

Beispiele für Keyword-Kannibalismus und seine Auswirkungen auf die Website-Performance

Keyword-Kannibalismus kann diverse Probleme verursachen und die Leistung Ihrer Website auf verschiedene Weise beeinträchtigen.

Einige der häufigsten Kannibalismusprobleme sind folgende:

Im Suchergebnis erscheinen wechselnde URLs

Haben Sie festgestellt, dass im Suchergebnis für ein bestimmtes Keyword immer wieder eine andere URL ausgegeben wird? Dies ist ein häufiges Zeichen für Keyword-Kannibalismus. Es weist darauf hin, dass Google nicht klar entscheiden kann, welche Seite das Ranking erhalten sollte.

Hier sehen Sie ein Beispiel dafür - mehrere URLs derselben Domain tauchen im Wechsel für ein Keyword auf und verschwinden wieder.

Position Tracking: Ranked URLs

Der Grund ist, dass verwirrende und widersprüchliche Signale im Spiel sind.

Dies kann zu schwankenden Positionen führen und sich auch negativ auf die Benutzerfreundlichkeit und den Conversion-Pfad auswirken - vor allem, wenn die eine Seite erheblich besser konvertiert als die andere.

Ihre Rankings schwanken über längere Zeiträume

Starke Ranking-Schwankungen treten häufig zusammen mit wechselnden URLs auf. Wenn Ihre Position für ein Keyword ständig schwankt, vielleicht sogar in ungewöhnlichem Ausmaß, kann dies eine Folge von Keyword-Kannibalismus sein.

Wenn eine Seite mehr eingehende Links aufweist als eine andere und beide hinsichtlich ihrer Absicht und Qualität klar miteinander konkurrieren, kann es zu starken Schwankungen Ihres organischen Traffics kommen, wenn jeweils eine der URLs für einen Begriff mit hohem Suchvolumen eine hohe Position einnimmt.

Sie haben Schwierigkeiten, das Ranking für ein Keyword zu verbessern

Manchmal rechnen Sie vielleicht mit einem Anstieg eines Rankings, weil Sie starke Links gewonnen und hochwertige Inhalte erstellt haben, doch Ihre Website scheint auf ihrer Position festzustecken. Dies kann frustrierend sein und ist häufig ebenfalls eine Folge von Keyword-Kannibalismus.

In solchen Fällen wird die Autorität Ihres Contents auf zwei oder mehr Seiten aufgeteilt, statt sich auf eine zu konzentrieren, und keine Seite wird so hoch platziert, wie Ihre Website es verdient hätte.

Links sind ein wichtiger Ranking-Faktor. Wenn sich die Autorität eingehender Links auf mehrere URLs aufteilt, kann dies zu Verwirrung und widersprüchlichen Signalen führen.

Wenn Ihr Ranking einfach nicht steigen will, prüfen Sie Ihre Website auf Keyword-Kannibalismus.

Im Suchergebnis erscheint die falsche URL

Manchmal werden Sie feststellen, dass für ein Keyword die falsche URL im Suchergebnis erscheint.

Vielleicht ist eine Produktseite für ein Keyword sichtbar, das Sie einer Kategorie oder Unterkategorie zuordnen, oder einfach eine andere Seite als die, die Sie im Suchergebnis erwartet hätten - vielleicht eine, die schon vor Jahren veröffentlicht wurde.

Hier ist ein anschauliches Beispiel: An erster Stelle steht nicht etwa eine kürzlich veröffentlichte Seite, sondern ein Blogartikel von 2011:

Beispiel: falsches Keyword für URL

Wieder ist wahrscheinlich Kannibalismus die Ursache - die "falsche" URL wird als relevanter angesehen als die, die der Seitenbetreiber im Suchergebnis platzieren will.

Wenn Nutzer auf der falschen Seite ankommen, kann sich dies stark negativ auf die Conversion-Raten auswirken.

Fälle, die kein Keyword-Kannibalismus sind

Zum wichtigen Wissen über Keyword-Kannibalismus gehört auch, zu wissen, welche Fälle kein Problem darstellen.

Erinnern wir uns noch einmal an das Apple-Beispiel oben.

Apple hält die erste und zweite Position für eine Suche nach "Macbook Pro" - dies ist kein Keyword-Kannibalismus.

Mehrere Rankings mit einem Keyword zu erzielen, insbesondere ganz an der Spitze, ist kein Kannibalismus, und hier gibt es nichts zu beheben.

Vielmehr ist es ein schöner Gewinn für jeden Webmaster, mehrere Positionen im Suchergebnis zu besetzen.

So prüfen Sie Ihre Website auf Keyword-Kannibalismus

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihre Website auf Kannibalismusprobleme zu prüfen, sowohl mit kostenlosen Tools als auch mit SEMrush.

SEMrush Position Tracking

Wenn Sie das Guru- oder Business-Paket nutzen, wird im Position Tracking eine Registerkarte "Cannibalization" angezeigt. Dies ist ein guter Ausgangspunkt, um Probleme auf Ihrer Website zu finden:

Screenshot: Cannibalization in Position Tracking

Sie haben zwei Möglichkeiten, das Tool zu verwenden. Sie können potenzielle Probleme nach Seiten oder nach Keywords anzeigen, um schnell Ansätze für die Fehlerbehebung zu finden.

Es ist sinnvoll, mit der Keyword-Ansicht zu beginnen, da Sie bei der Prüfung auf Kannibalismus wahrscheinlich eher nach Keywords vorgehen werden.

Sie können jedes Keyword analysieren, um herauszufinden, wo mehrere URLs im Suchergebnis erscheinen und an welchen Positionen. Angaben zu Suchvolumen, geschätztem Traffic und aktuellen Rankings helfen Ihnen, Ihre Maßnahmen zu priorisieren.

Screenshot: Kannibalismus-Bericht

Mit Position Tracking können Sie ebenso URL-Schwankungen auf die Spur kommen, die womöglich auf Keyword-Kannibalismus hinweisen. Betätigen Sie den Pfeil neben einem Suchbegriff, um die Ansicht zu erweitern und den Verlauf eines Keywords anzuzeigen.

Screenshot: Kannibalisierung-Betroffene Keywords

Mithilfe dieser Funktionen identifizieren Sie Probleme auf höchster Ebene und stellen genau fest, welche Seiten miteinander konkurrieren und seit wann.

Neues Projekt einrichten

In SEMrush Position Tracking

Bitte geben Sie eine korrekte Domain ein.

Google Search Console

Die Google Search Console kann beim Auffinden von Keyword-Kannibalismus eine große Hilfe sein.

Im Leistungsbericht sehen Sie standardmäßig eine Liste der Suchanfragen, bei denen Ihre Website Impressionen und Klicks erzielt hat. Klicken Sie in der Registerkarte "Seiten" auf eine dieser Anfragen, um eine Liste der URLs zu erhalten, die dafür gefunden werden, zusammen mit dazugehörigen Statistiken.

Wenn hier mehr als eine URL auftaucht wird, kann dies auf Keyword-Kannibalismus zurückzuführen sein.

Screenshot: Google Search Console

Der Suchoperator "Site:"

Verwenden Sie den Suchoperator "site:[Domain] Keyword" direkt bei Google, um Seiten einer Domain zu finden, die Google als relevant für ein bestimmtes Keyword ansieht.

Screenshot: Suchoperator site:

Wenn Sie Kannibalisierung vermuten, analysieren Sie die Absichten dieser Seiten und überarbeiten Sie sie gegebenenfalls, sodass immer nur eine Seite auf jede Absicht abzielt.

Wie Sie Keyword-Kannibalismus auf Ihrer Website beheben

Wenn Sie Keyword-Kannibalismus auf Ihrer Website festgestellt haben, ist es Zeit, das Problem zu beheben.

Hierfür gibt es keine einheitliche Lösung, die in jeder Situation passt. Die optimale Vorgehensweise hängt von den individuellen Umständen ab.

Dennoch gibt es Lösungen, die in vielen Fällen von Keyword-Kannibalismus zur Abhilfe geeignet sind. Dazu gehören ...

Von Keyword-Kannibalismus betroffene Seiten entfernen und umleiten

Wenn Sie feststellen, dass mehrere Seiten Ihrer Website auf dieselbe Absicht abzielen, und Sie nur eine dieser Seiten behalten wollen, sind 301-Weiterleitungen meist die beste Lösung.

Zuerst gilt es natürlich die stärkste der von Kannibalismus betroffenen Seiten zu identifizieren. Berücksichtigen Sie dabei eingehende Links, organische Sichtbarkeit über alle Keywords hinweg und die bisherigen Traffic-Verläufe. Dann entfernen Sie einfach die übrigen Seiten und leiten ihre URLs an die verbleibende Seite weiter.

Dies ist meist der einfachste Weg, um Kannibalismusprobleme zu beheben.

Aktualisieren Sie auch alle internen Links, die auf die URLs der entfernten Seiten verweisen. In den nächsten Wochen sollten Sie beobachten können, wie diese URLs aus dem Google-Index verschwinden.

Kanonisierung

Manchmal haben Sie nicht die Möglichkeit, alle kannibalisierten Seiten bis auf eine zu entfernen.

Gründe dafür können sein, dass eine der Seiten eine dedizierte PPC-Landing-Page ist oder einfach wertvollen Content für die Nutzer enthält, dass die Funktionsweise des CMS zu Seitenverdopplungen führt und viele andere.

Ziehen Sie in solchen Fällen Kanonisierung in Betracht, um die Probleme zu lösen.

So können Sie eine Seite als primäre (kanonische) auswählen und damit anzeigen, dass es diejenige ist, die im Suchergebnis erscheinen sollte. So stellen Sie außerdem sicher, dass Ranking-Signale wie Linkautorität der kanonischen Seite zugeordnet werden.

Bei dieser Vorgehensweise brauchen Sie keine Seite zu entfernen, und Ihre Besucher können weiterhin auf alle Inhalte zugreifen.

Noindex

Wenn Sie aus irgendeinem Grund die problematischen Seiten nicht löschen und umleiten können, bietet das Tag rel="noindex" (oder ein HTTP-Antwortheader) eine ähnlich effektive Lösung wie die Kanonisierung. Binden Sie diese Tags auf allen Seiten außer derjenigen ein, die Sie als primäre Seite ausgewählt haben.

Bei diesem Ansatz bleiben alle Seiten auf der Website erhalten, verschwinden jedoch aus dem Suchindex - bis auf eine. Damit ist das Kannibalismusproblem behoben.

In der Regel ist die Kanonisierung dem “Noindex” vorzuziehen, denn hier werden Ranking-Signale anderer Seiten der kanonisierten zugeordnet, was mit “Noindex” nicht der Fall ist.

Verwenden Sie diesen Ansatz mit Bedacht.

Begehen Sie jedoch nicht den Fehler, Kanonisierung und Noindex zu kombinieren. Damit würden Sie widersprüchliche Signale aussenden, wie John Mueller erklärt:

Noindex (allein) und das Disallow in robots.txt (im Allgemeinen) sind keine eindeutigen Anzeichen für Kanonisierung. Der bloße Noindex auf einer Seite sagt uns nicht, dass Sie ihn mit etwas anderem kombinieren wollen und Signale weitergeleitet werden sollen.
Daher rührt auch die Richtlinie, dass Sie Noindex & rel=canonical nicht mischen sollten. Sie enthalten für uns stark widersprüchliche Informationen. Wir räumen im Allgemeinen dem rel=canonical Priorität vor dem Noindex ein, doch jedes Mal, wenn Sie sich auf die Interpretation durch ein Computerskript verlassen, reduzieren Sie Ihre Möglichkeiten der Einflussnahme :) (und bei SEO geht es zum großen Teil darum, Computerskripten Ihre Präferenzen mitzuteilen).

— John Mueller, Google

Wenn Sie nicht aufpassen, senden Sie am Ende widersprüchliche Signale und setzen die Autorität Ihrer Primärseite aufs Spiel.

Noindex kann nützlich sein, wenn Sie Kannibalismus-Effekte beheben müssen, die durch inhaltlich schwache Seiten verursacht werden, auf die keine Links verweisen und die keinen organischen Traffic erhalten. Die Tag-Seiten vieler Blogs sind Beispiele dafür.

Seiten neu optimieren

Oft stellen Webmaster fest, dass sie versehentlich Kannibalismus auf Metadatenebene verursachen, indem sie nicht für Keyword-Variationen optimieren.

Angenommen, Sie betreiben einen Onlineshop und bieten ein Produkt in drei verschiedenen Farben an.

Immer wieder sind Produktvariationen auf Seiten mit individuellen URLs verpackt, die jedoch dieselben Titel- und H1-Tags verwenden und außer dem Bild keine klare Unterscheidung zwischen den Varianten bieten.

In diesem Fall können Sie die Seiten neu optimieren, um die Variationen eindeutiger abzubilden und so den Kannibalismus zu beheben.

Die interne Verlinkung überarbeiten

In manchen Fällen können Sie zur Behebung von Keyword-Kannibalismus beitragen, indem Sie die Struktur Ihrer internen Verlinkung überarbeiten. Insbesondere ist dies eine Möglichkeit, wenn Sie mit genau passenden Ankertexten auf verschiedene Seiten verweisen.

Die Überarbeitung interner Links mit dem Ziel, dass diese auf die richtige Seite anstelle einer kannibalisierten Version verweisen, kann zur Behebung von Problemen beitragen. Diese Maßnahme allein genügt jedoch meist nicht, um das Problem zu beheben.

Um bessere Erfolge zu erzielen, bereinigen Sie Ihre Website zugleich von Seiten, die aufgrund gleicher Absichten miteinander konkurrieren.

Seiten zusammenführen und konsolidieren

Wenn Sie feststellen, dass zwei (oder mehr) schwächere Seiten Ihrer Website miteinander konkurrieren, ist es sinnvoll, diese zu einer Seite zusammenzuführen und zu konsolidieren. So erstellen Sie aus mehreren schwächeren Seiten eine stärkere.

Wenn Sie keine eindeutige Primärseite identifizieren können, deren Content herausragend ist, die eingehende Links besitzt oder Traffic generiert, ist dies normalerweise der beste Ansatz.

Es kann auch bedeuten, dass Sie neuen Content hinzufügen müssen, um die ausgewählte Seite zu verbessern. Dann sind auch 301-Weiterleitungen für alle gelöschten Seiten oder geänderten URLs nötig, um bestehende Ranking-Signale weiterzugeben.

Neue Inhalte mit Fokus auf Absichten erstellen

Ein häufiges Kannibalismusproblem bei Onlineshops kommt dadurch zustande, dass einzelne Produktseiten Suchbegriffe enthalten, die sich auf die gesamte Produktpalette beziehen.

Wenn dies passiert, weil eine bestimmte Unterkategorie nicht durch eine eigene Seite vertreten ist, können Sie das Problem einfach lösen, indem Sie eine erstellen.

Wenn keine Seite vorhanden ist, die der Suchabsicht entspricht, erhält einfach die nächstbeste ein Ranking. Erstellen Sie also eine Seite gezielt für die betreffende Suchabsicht. Da Sie die Nachfrage nun richtig bedienen, sollte das Problem damit verschwinden.

Wie Sie Keyword-Kannibalismus von vornherein vermeiden

Probleme mit Keyword-Kannibalismus zu beheben kann zeitaufwändig sein, insbesondere wenn sich auf einer großen Website im Lauf der Zeit mehrere Probleme angesammelt haben.

Der beste Weg, Keyword-Kannibalismus zu beheben, besteht darin, ihn von vornherein zu verhindern und sicherzustellen dass gelöste Probleme in Zukunft nicht erneut auftreten.

Was können Sie also tun, um Keyword-Kannibalismus zu verhindern? Es ist eigentlich ganz einfach …

Suchen Sie bei der Content-Erstellung auf Ihrer Website nach Inhalten, die auf dieselbe Absicht abzielen wie der neue Content.

Dies muss nicht zeitaufwändig sein und sollte bereits während der Keyword-Recherche geschehen. Geben Sie den Operator "site:[Domain] Keyword" in Google ein, um eine Liste von Seiten Ihrer Domain zu erhalten, die Google als relevant für das Keyword einstuft.

image.png

Sehen Sie sich die Ergebnisse unter dem Gesichtspunkt von Absichten an. Suchen Sie nach Inhalten, die dem gleichen Zweck und der gleichen Absicht dienen wie der Content, den Sie erstellen wollen.

Wenn Sie eine Seite mit derselben Absicht finden, aktualisieren Sie diese, statt etwas Neues zu erstellen und Kannibalismus zu verursachen.

Kannibalisiert Ihre Werbestrategie Ihren organischen Traffic?

Normalerweise entsteht Kannibalismus im Zusammenhang mit SEO und organischem Traffic. Doch haben Sie auch in Betracht gezogen, dass Ihre Werbestrategie Ihren organischen Traffic kannibalisieren könnte?

In einigen Fällen kann es dazu kommen.

Unnötige Gebote auf Marken-Keywords

Manchmal ist es wichtig, auf den eigenen Markennamen zu bieten, da es sonst ein Konkurrent tut. Unseren direkten Konkurrenten Traffic zu schenken ist das Letzte, was wir wollen.

Doch was ist, wenn Sie der einzige sind, der auf Ihre Marken-Keywords bietet? Dann kann es passieren, dass Ihre bezahlten Anzeigen Ihnen den organischen Traffic abgraben.

Bei der Markensuche klicken Nutzer oft aus Bequemlichkeit auf das erste Ergebnis, das sie von der gesuchten Domain sehen.

Experimentieren Sie mit Markensuchanfragen, bevor Sie auf Ihre Marke bieten, um sicherzustellen, dass Sie nicht unnötig für Traffic bezahlen, den Sie sonst durch die organische Suche erhalten hätten.

Gebote auf Keywords, mit denen Sie ganz oben stehen

Sollten Sie im Rahmen Ihrer PPC-Kampagne auf ein Keyword bieten, mit dem Sie bereits auf Platz eins stehen?

Kommt darauf an. In vielen Fällen ist es sinnvoll, wenn das Budget es erlaubt. Je mehr Sichtbarkeit Sie haben, desto größer ist die Chance, dass ein Suchmaschinennutzer auf Ihre Website gelangt - sei es über Ihren organischen Suchtreffer oder über eine bezahlte Anzeige.

Doch wenn Sie mit knappem Budget arbeiten, wollen Sie sicher kein Geld für Klicks ausgeben, die Sie ohnehin erhalten hätten. Schließlich ist es selten, dass Nutzer nur auf ein Ergebnis klicken, und ihre Auswahl ist normalerweise eine Mischung von bezahlten und organischen Suchergebnissen.

Finden Sie wiederum durch sorgfältiges Testen heraus, ob Sie Anzeigen deaktivieren und damit Ihren organischen Traffic erhöhen können.

Es kann sogar vorkommen, dass weniger Klicks mehr Gewinn bedeuten, wenn Sie die Werbekosten berücksichtigen.

Leiden Ihre Anzeigen unter Keyword-Kannibalismus?

Es kann dazu kommen, dass Ihre PPC-Kampagnen sich selbst kannibalisieren, indem einzelne Anzeigen miteinander konkurrieren. Dies geschieht häufig in folgenden Formen:

Überschneidungen beim Geotargeting

Stellen Sie bei der Einrichtung von geografisch ausgerichteten Kampagnen sicher, dass sich diese nicht versehentlich überschneiden. Sonst bieten Sie mit verschiedenen Anzeigengruppen am selben Ort.

Dies kann schnell passieren, wenn Sie Umkreis-Targeting verwenden. Vermeiden Sie solche Überschneidungen sorgfältig, damit es nicht zur Kannibalisierung kommt.

Mehrere Kampagnen verwenden dasselbe Keyword

Wenn Sie Ihre Anzeigenkampagnen nicht genau überwachen, kann es dazu kommen, dass mehrere Kampagnen dasselbe Keyword verwenden, häufig aufgrund unterschiedlicher Übereinstimmungstypen.

In diesem Fall können Ihre Anzeigen sich gegenseitig kannibalisieren, internen Wettbewerb verursachen und künstlich Ihre Klickpreise in die Höhe treiben.

In dieser Folge von Weekly Wisdom mit Joel Bondorowsky erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Kannibalismus bei Anzeigen-Keywords verhindern und ein Audit durchführen können, um solche Probleme zu finden und zu beheben. Verwenden Sie unser PPC Keyword Tool, um ausschließende Keywords zu vergleichen und so Konkurrenz und Kannibalismus zwischen Ihren eigenen Anzeigen zu vermeiden.


Die Behebung von Keyword-Kannibalismus kann zu spürbaren Gewinnen führen

Keyword-Kannibalismus ist ein häufiges SEO-Problem. Vergessen wir das nicht.

Trotzdem stiftet er weiterhin Verwirrung und hindert viele Websites daran, ihre bestmögliche Performance zu erreichen.

Indem Sie einen Prozess zur Feststellung und Behebung von Kannibalismus zu einem festen Bestandteil Ihres regelmäßigen Site Audits machen, können Sie solche Probleme in Zukunft vermeiden.

Größere Websites, die im Lauf der Zeit eine Fülle von Inhalten aufgebaut haben, sind in der Regel am wahrscheinlichsten von Kannibalismus betroffen, doch keine Website ist dagegen immun.

Tun Sie sich selbst einen Gefallen und prüfen Sie auf Ihre Website in einem Audit gezielt auf Keyword-Kannibalismus. Hier bieten sich regelmäßig Chancen, die Leistung Ihrer Kampagne zu steigern.

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James Brockbank
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Es hierhin zu schaffen, ist ganz und gar nicht leicht!

James is Managing Director of award-winning digital PR and SEO agency, Digitaloft, and has been involved in search marketing since the mid-2000s. He's a regular writer on topics including link building, content marketing and eCommerce, having previously contributed to the likes of Search Engine Journal.
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